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USA werden keine Bin-Laden-Fotos veröffentlichen

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(Grafik: t-online/dpa)

USA werden keine Bin-Laden-Fotos veröffentlichen

04.05.2011, 20:58 Uhr

Wird die Bilder von Bin Ladens Leiche nicht freigeben: US-Präsident Obama (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Wird die Bilder von Bin Ladens Leiche nicht freigeben: US-Präsident Obama (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Die USA werden keine Fotos von der Leiche des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden veröffentlichen. Das sagte Präsident Barack Obama dem Fernsehsender CBS. Unterdessen werden weitere Einzelheiten zur Tötung Bin Ladens bekannt: Er soll jederzeit auf eine Flucht aus einem Unterschlupf im pakistanischen Abbottabad vorbereitet gewesen sein. Der Terroristenchef hatte nach einem Bericht des Internetmediums "Politico" 500 Euro Bargeld und zwei Telefonnummern in seine Kleidung eingenäht.

"Es ist sehr wichtig zu verhindern, dass fotografische Beweise als Mittel der Anstachelung (zu Gewalt) oder der Propaganda genutzt werden", sagte Obama laut dem Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, in dem Interview. "Das ist nicht unsere Art. Wir protzen nicht mit so etwas wie mit einer Trophäe", sagte Obama demnach. "Es besteht kein Zweifel daran, dass Osama tot ist. Es gibt sicher Zweifel unter Mitgliedern von Al-Kaida, dass er tot ist. Aber wird denken nicht, dass ein Foto daran etwas ändern würde." Eine Veröffentlichung der Fotos sei nicht im Interesse der nationalen Sicherheit, da diese als Ikonen für den Kampf gegen die USA verwendet werden könnten, zitierte der Sprecher weiter.

Die US-Regierung hatte tagelang beraten, ob sie die Aufnahmen der Leiche freigeben soll, um eine endgültigen Beweis für den Tod des Terroristenchefs zu liefern. Skeptiker hatten zu bedenken gegeben, dass die Bilder "zu grauenhaft" seien, um sie zu veröffentlichen. US-Sender zitierten ungenannte Quellen, nach denen auf den Aufnahmen eine klaffende Schusswunde am Kopf sowie Gehirnmasse zu sehen seien.

Euro und Telefonnummern

Informationen über Geld und Telefonnummern, die in Bin Ladens Kleidung genäht waren, habe laut "Politico" CIA-Direktor Leon Panetta bei der Unterrichtung von Kongressmitgliedern über die Operation in Pakistan enthüllt. Demnach wird diese Entdeckung als sicheres Zeichen dafür gewertet, dass sich der Al-Kaida-Führer darauf vorbereitet hatte, notfalls in Sekundenschnelle zu fliehen.

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Keine Fotos von Osama bin Laden

Die US-Regierung hat entschieden, keine Bilder des Toten zu veröffentlichen. Der Terrorchef sei keie Trophäe. zum Video

Wie es hieß, informierte Panetta über die gefundenen Euro und Telefonnummern in seiner Antwort auf eine Frage, warum sich Bin Laden auf seinem Anwesen nicht stärker von Sicherheitskräften schützen ließ. Dem CIA-Chef zufolge glaubte der Terroristenführer anscheinend, dass sein Netzwerk stark genug sei, ihn rechtzeitig vor einem möglichen US-Angriff zu warnen.

Hinweis durch Wikileaks?

Einen Hinweis darauf, dass die USA Bin Laden auf den Fersen sind, hätte Wikileaks liefern können - doch offensichtlich hat das dem Al-Kaida-Chef nichts mehr genutzt. Laut "20min.ch" veröffentlichte die Enthüllungsplattform Auszüge aus den Akten über die mutmaßliche Nummer drei des Terrornetzwerks, Abu Faradsch al-Libi. Der Libyer sei als Bote für Bin Laden vorgesehen gewesen und zog deshalb just nach Abbottabad.

Al-Libi war im Mai 2005 von pakistanischen Spezialeinheiten verhaftet und im September 2006 nach Guantánamo überstellt worden. Durch die Veröffentlichung von Wikileaks hätten Bin Laden und seine Gefolgsleute also darauf schließen können, dass die US-Geheimdienste Abbottabad als möglichen Aufenthaltsort des Terrorschefs bereits im Visier hatten. Wikileaks publizierte die Akten am 24. April - genau eine Woche vor dem Angriff der US-Spezialeinheit auf Bin Ladens Versteck.

Hinweis auch aus Pakistan

Pakistan hat nach Angaben des Außenministeriums die USA sogar bereits 2009 über das Anwesen im pakistanischen Abbottabad als möglichem Versteck von Bin Laden informiert. Der pakistanische Geheimdienst habe die US-Geheimdienste auf das Gelände aufmerksam gemacht und diese hätten die nötige Ausrüstung gehabt, dieser Sache nachzugehen, sagte der Staatssekretär im pakistanischen Außenministerium, Salman Bashir, der britischen BBC.

Jedoch sei damals keinesfalls klar gewesen, dass sich der nun getötete Terrorchef dort aufhalte und es habe "Millionen" anderer mutmaßlicher Verstecke gegeben, fügte Bashir hinzu.

Schützte Pakistans Geheimdienst den Al-Kaida-Chef?

Unterdessen wurde bekannt, dass "entscheidende Teile" des pakistanischen Geheimdienstes ISI schon lange die Hand über Bin Laden gehalten haben sollen. Das sagte ein hochrangiger Angehöriger der CIA. In Kreisen des afghanischen Geheimdienstes NDS wird diese Einschätzung geteilt.

Der CIA-Mann sagte sogar, dass Bin Laden seit dem Krieg gegen die sowjetischen Besatzer Afghanistans in den 1980er Jahren ein "Kind des ISI gewesen ist". Da könne sich die pakistanische Regierung gegen die Vorwürfe, dass ihr Geheimdienst Bin Laden gedeckt habe, noch so wehren. "Unsere Erkenntnisse sprechen eine andere Sprache", sagte der CIA-Angehörige.

Die US-Regierung habe hier aus "übergeordneten Gründen immer über die Vermutungen und Hinweise hinweggesehen", meinte der CIA-Mann weiter. Schließlich handle es sich bei Pakistan um den wichtigsten Verbündeten der USA im Mittleren Osten. Washington habe daher stets "ein Auge zugedrückt". Hinzu komme, dass Pakistan eine Atommacht sei, also ein Staat mit Schwergewicht.

Bin Laden auch durch pakistanische Armee gedeckt?

In den Aussagen des CIA-Angehörigen klang noch ein weiteres Verdachtsmoment an. Bin Laden wohnte im idyllischen Abbottabad im Orash-Tal. Das Städtchen wurde 1853 von einem britischen Major namens James Abbott gegründet und ist bis heute ein Garnisionsort geblieben. Viele pensionierte Offiziere zogen sich gern in ihre Häuser am Rande der Karakorum-Berge zurück.

In Abbottabad befindet sich neben Kasernen auch eine der wichtigsten Militärakademien Pakistans. "Wir haben jetzt ernst zu nehmende Hinweise, dass Bin Laden nicht nur durch den ISI, sondern auch durch Teile des pakistanischen Militärs geschützt worden ist", erklärte der CIA-Angehörige. Auch die pakistanische Armee sei "offenbar von Al-Kaida unterwandert".

Der pakistanische Botschafter in Washington, Husain Haqqani, sicherte der US-Regierung eine "vollständige Untersuchung" über die Frage zu, warum dem ISI der Aufenthalt von Bin Laden in seinem Land entgangen sei. "Offensichtlich hatte Bin Laden ein Unterstützungssystem", hatte Haqqani dem Sender CNN erklärt. Die Frage sei, "war es Unterstützung innerhalb der Regierung und dem Staat Pakistan, oder innerhalb der pakistanischen Gesellschaft". Es sei wohl eine Tatsache, "dass es Menschen gibt, die Bin Laden wahrscheinlich geschützt haben".


Quelle: AFP , t-online.de , dpa , dapd

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Kommentare (14)

zum Forum

Thema: "USA werden keine Bin-Laden-Fotos veröffentlichen "

Ali schrieb: am 4. Mai 2011 um 21:23:46
(0) (0) Fälschung
Eine falsches Foto hat es ja schon gegeben und es wurde enttarnt. Die USA habe wohl Angst, das eventuell weitere Fotos als
angebliche Beweise den Tod weiter unglaubwürdig machen. Gibt es überhaupt einen Beweis für den Tod von bin Laden ? DNA-Test - es kann auch eine Bruder von bin Landen gewesen sein !
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Daniel schrieb: am 4. Mai 2011 um 21:09:20
(0) (0) Gravierender Fehler
"Es besteht kein Zweifel daran, dass Obama tot ist. Ich dachte Osama ist tot nicht Obama.

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zweifler schrieb: am 4. Mai 2011 um 20:53:22
(0) (0) bin laden
also erstmal jeder mensch hat 26 ebenbilder auf der ganzen welt. wer sagt den das es kein doubel gewesen ist. wenn die usa so
sicher ist ,dann sollten alle in der welt die beweise sehen. selbst im fernsehen gibt es grausame doku´s usw. .es gibt nicht mal 100% beweise für die beteiligung vom 9.11. auch nur aussagen der usa.
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