18.09.2011, 11:11 Uhr
Ein historisches Jagdflugzeug vom Typ P 51 Mustang stürzt nahe einer Zuschauertribüne ab (Quelle: AP)
Ein 74 Jahre alter Pilot hat am Freitag bei einer Flugschau in Reno im US-Staat Nevada die Kontrolle über seine Propellermaschine verloren. Das historische Jagdflugzeug vom Typ P 51 Mustang - eine einmotorige Maschine, die bei der US-Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam - prallte vor der Haupttribüne im Sturzflug auf die Erde. Mindestens drei Menschen, darunter der Pilot, kamen nach offiziellen Angaben ums Leben, mehr als 50 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
Die Absturzstelle bot ein Bild des Schreckens: Auf Videoaufnahmen waren eine Staubwolke und herumfliegende Trümmerteile zu sehen. US-Fernsehsender zeigten Bilder von blutüberströmten Menschen, die auf Tragen zu Krankenwagen und Helikoptern gebracht wurden. Augenzeugen sagten dem Sender CNN, dass die Maschine in eine vorgelagerte Sitzreihe gestürzt sei, die unter anderem für Organisatoren der Veranstaltung reserviert gewesen sei.
Ein Augenzeuge, Ronald Sargis vom Fernsehsender KCRA-TV, sagte, es habe so ausgesehen, als ob der Pilot alles versucht habe, den Absturz in die Menge zu vermeiden. Auch andere Zuschauer berichteten, dass er noch kurz vor dem Aufprall versucht hätte, das Flugzeug von den Zuschauertribünen wegzulenken. Dadurch habe er ein noch größeres Unglück verhindert, sagte Zuschauer Ben Cissell dem US-Sender CNN. "Er hat heute vielen Menschen das Leben gerettet. Es hätte viel schlimmer sein können", sagte er.
Der Pilot, Jimmy Leeward, war ein bekannter Flieger, der mehr als 150 Rennen geflogen und Stunt-Pilot in mehreren Kinofilmen war, darunter "Amelia" und "Cloud Dancer". Ein Sender berichtete, er habe vor dem Absturz noch einen Notruf abgesetzt.
Möglicherweise hat ein mechanisches Problem zu dem schweren Unglück geführt. Der Vorstandsvorsitzende von Reno Air Races, Mike Houghton, erklärte, offenbar habe es Probleme mit der Maschine gegeben. Einzelheiten nannte er nicht. Experten der Nationalen Transportsicherheitsbehörde NTSB ermittelten am Unglücksort.
Eine Krankenhaussprecherin bestätigte zwei weitere Tote. Eine Sprecherin des Rettungsdienstes sagte, 56 Personen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, 13 davon in kritischem Zustand mit lebensgefährlichen Verletzungen. Etliche Verletzte seien mit Hilfe von privaten Fahrzeugen transportiert worden. "Das ist ein sehr großer Zwischenfall, vermutlich einer der größten hier seit Jahrzehnten", sagte sie.
Eine Augenzeugin saß 30 Meter von der Absturzstelle entfernt und sah mit Entsetzen, wie ein Mann in der Reihe vor ihr von einem Trümmerstück am Kopf getroffen wurde. "Ich habe Körperteile und Blut gesehen, das glaubt man nicht", sagte sie. "Ich rede über einen Arm, ein Bein. Den Überlebenden fehlten Körperteile."
Zu den National Championship Air Races in Reno kommen jedes Jahr im September Tausende von Zuschauern, um Rennen militärischer und ziviler Flugzeuge zu sehen. Der Wettbewerb ähnelt einem Autorennen, die Flugzeuge fliegen nebeneinander einen mit Pylonen markierten ovalen Kurs, manchmal bis zu 15 Meter tief und mit Geschwindigkeiten um 800 Kilometern pro Stunde.
Quelle: dapd , dpa
konfuzius schrieb:
am 17. September 2011 um 14:09:12
(4)
(0)
Air Race!
Das Leben ist nun mal lebensgefährlich und Gefahren lauern überall, diese richtig abzuschätzen und einzuordnen ist die Kunst des
langen Überlebens!In so einem Fall darf man aber auch nicht vergessen, das die Fluggeräte hohe Geschwindigkeiten und Höhen erreichen die bei einer außer Kontrolle geratener Maschine auch bewohntes Terrain erreichen und somit gänzlich Unbeteiligte treffen könnten! RIP und mein Beileid den Opfern und Angehörigen!
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konfuzius schrieb:
am 17. September 2011 um 14:08:26
(3)
(0)
Air Race/Air Show!?
@UserOne!Sicher gibt es zwischen einem Air Race und einer Air Show einen gravierenden Unterschied, nämlich das diese
unter Wettbewerbsbedingungen stattfinden, für mich aber umso bedenklicher hier noch einen 74 Jährigen an den Start zu lassen auch wenn sich herausstellen sollte das ein technischer Defekt Absturz führte!
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konfuzius schrieb:
am 17. September 2011 um 14:07:42
(3)
(1)
Flugschau!
@Reddi22! Genau aus dem Grund ist das Rentenalter von Berufspiloten fast überall herabgesetzt und mir ist nicht bekannt das es
eine Fluglinie gibt die noch 74 Jährige hinter den Steuerknüppel (Joystick) lassen (dürfen)!
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