30.08.2010, 09:33 Uhr
Zwei Monate vor den Kongresswahlen in den USA machen Ultra-Konservative und die religiöse Rechte mobil. Zehntausende Demonstranten haben sich am Samstag vor dem Lincoln Memorial in Washington versammelt, um gegen den angeblichen Zerfall nationaler und religiöser Werte und gegen das politische Establishment zu protestieren. "Wir müssen Amerika wiederherstellen, wir müssen die Ehre Amerikas wiederherstellen", rief Sarah Palin, die ehemalige Vize-Präsidentschaftskandidatin der Republikaner.
Zwar war die Veranstaltung nicht ausdrücklich gegen US-Präsident Barack Obama gerichtet - doch die ultra-konservative Stoßrichtung gegen die Regierung war unverkennbar. "Amerika beginnt heute, sich wieder zu Gott zu wenden", rief der Organisator der Veranstaltung und Moderator des TV-Senders Fox News, Glenn Beck. Er sprach von bis zu 500.000 Teilnehmern. Auf der Grundlage von Luftaufnahmen schätzte der TV-Sender CBS dagegen, dass sich nur etwa 87.000 Menschen am Lincoln Memorial versammelt hatten.
Die Veranstaltung galt nach Ansicht von Kommentatoren auch als Gradmesser für die Stärke der rechten "Tea-Party-Bewegung", die seit über einem Jahr gegen die Regierung zu Felde zieht: Als Galions-Figur der Bewegung gilt Sarah Palin. Zahlreiche Mitglieder der Bewegung bemühen sich derzeit um eine Kandidatur bei den Kongresswahlen am 2. November, bei der die parlamentarische Mehrheit Obamas auf dem Spiel stehen könnte.
Zugleich brach eine erbitterte Kontroverse über den Ort der Veranstaltung aus. Die Rechten versammelten sich an der Gedenkstätte für Abraham Lincoln, den 16. Präsidenten der USA - und damit ausgerechnet an dem Ort, wo vor genau 47 Jahren der später ermordete schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King seine berühmte "I have a dream"-Rede über eine Gesellschaft ohne Rassenschranken hielt.
Bürgerrechtler monierten die Wahl des symbolträchtigen Ortes im Herzen Washingtons, teilweise war von einer Provokation die Rede. Moderator Beck erklärte, die Überschneidung sei rein zufällig. Palin sagte dagegen in ihrer Rede, sie "spüre den Geist Martin Luther Kings". Auf einer Gegenveranstaltung sagte der schwarze Bürgerrechtler Al Sharpton, die Erzkonservativen hätten sich für ihre Kundgebung vielleicht den historischen Ort gesichert, "aber wir haben den Traum".
Beck selbst meinte, es handele sich in Wahrheit gar nicht um eine politische Veranstaltung. Das Motto der Demo heiße "Restoring Honor" (Die Ehre wiederherstellen) und es gehe darum, die US-Truppen zu unterstützen sowie die traditionellen "amerikanischen Werte" und Gottesglaube wieder zur Geltung zu bringen.
In seinen Fernseh- und Radiosendungen propagiert der 46-Jährige, was er einen auf christlichem Glauben basierenden Patriotismus nennt. Dabei ging er besonders auf verbitterte Konservative und Anhänger der "Tea-Party-Bewegung" sowie deren Unzufriedenzeit über die Regierung Obamas ein. Der Präsident, so deutet er stets an, sei ein Sozialist. Außerdem unterstellte Beck dem ersten schwarzen US-Präsidenten auch einen "tiefsitzenden Hass auf Weiße" und nannte ihn einen Rassisten.
Quelle: dapd , AFP , dpa
mahkacz schrieb:
am 29. August 2010 um 15:52:14
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Demo gegen Obama
Obama ist ein guter Mensch, der, kaum dass man ihm im Amt die Instrumente gezeigt hat, sofort die Welt wieder zur Scheibe
mit den USA im Mittelpunkt erklärt hat. Und jetzt zeigt man ihm, dass das nicht ausreicht.
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Sonntagssurfer schrieb:
am 29. August 2010 um 15:51:16
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Immer noch Sommerpause?
Anscheinend gibt´s nicht genügend zu berichten. Das Foto macht den Eindruck, wie wenn hier ein paar Tausend
Leutchen auf einen Platz "gerückt" worden sind, um ein eindrucksvolles Bild zu schinden. Selbst wenn man die Schätzung auf 90.000 aufrundet (was ich bezweifle), so macht das nicht mal einen Bruchteil von einem Promille der amerikanischen Bevölkerung aus!
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Kevin schrieb:
am 29. August 2010 um 15:48:42
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Re:Riccirossi
Du hast keine ahnung und bist blind.
Das ist dein Problem, mach die Augen auf.
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