Bei einer beispiellosen Großrazzia gegen Organisatoren illegaler Hundekämpfe sind in den USA 26 Verdächtige festgenommen und hunderte Pitbulls in Sicherheit gebracht worden. Wie die Behörden mitteilten, wurden bei dem koordinierten Einsatz in sechs Bundesstaten mehr als 350 Kampfhunde beschlagnahmt - und so vor der grausamen Tierquälerei gerettet.
Wesentliche Hinweise für den Polizeieinsatz kamen von der Humanistischen Gesellschaft im Bundesstaat Missouri. Sie schätzt, dass sich mehr als 100.000 Schaulustige von illegalen Hundekämpfen anlocken lassen. Für das Organisieren von Hundekämpfen können Strafen von bis zu fünf Jahren Gefängnis und 250.000 Dollar als Geldstrafe verhängt werden.
Zur Strafe erschossen
Die Behörden legen einer Gruppe von sieben Verdächtigen zudem zur Last, zwei Hunden Kopfschüsse verpasst und sie dann in Plastik-Container geworfen zu haben, weil sie "nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllten". In anderen Fällen wurden Vierbeiner erschossen und in Flüsse geworfen oder verbrannt. Der Humanistischen Gesellschaft zufolge werden in den USA jährlich rund 25.000 Hunde für Wetteinsätze aufeinandergehetzt.
Kaum mehr vermittelbar
Die Hunde erlitten "schwere Verletzungen bis hin zum Tod", sie würden "gefährlich scharf gemacht", erklärte Staatsanwalt Matt Whitworth aus dem Bundesstaat Missouri. "Wir kümmern uns darum, für Hunde, die einem solch furchtbaren Missbrauch ausgesetzt waren, ein gutes Leben zu organisieren", sagte die Tierheim-Direktorin Debbie Hill. Einige ihrer Schützlinge würden jedoch aufgrund der Abrichtung "niemals mehr in der Lage zu sein", die Rolle eines Haustieres einzunehmen.