28.01.2012, 14:48 Uhr
Krisenherd Naher Osten: Die US-Armee will Spezialeinheiten im Persischen Golf stationieren (Quelle: Navy)
Die USA wappnen sich für Militäreinsätze im Nahen Osten: Die US-Armee will im Persischen Golf eine schwimmende Operationsplattform errichten, von der aus Spezialeinheiten künftig zu ihren Einsätzen im Iran oder anderen arabischen Krisenregionen starten sollen. Derzeit werde ein altes Kriegsschiff umgebaut, um als Plattform zu dienen, berichtete die Zeitung "Washington Post".
Die als "Mutterschiff" bezeichnete Basis solle Hochgeschwindigkeitsbooten und Helikoptern als Stützpunkt dienen, wie sie in der Regel von der US-Eliteeinheit Navy Seals verwendet würden.
Demnach reagiere die US-Armee mit ihren Plänen auf die wachsenden Spannungen mit dem Iran und die anhaltenden Kämpfe im Jemen. Vertreter der Marine sagten der Zeitung, die Arbeiten würden mit großer Eile vorangetrieben - die Plattform solle noch zu Beginn des Sommers in den Nahen Osten gebracht werden.
Im Dezember hatte der Iran gedroht, den Zugang zum Persischen Golf, die Straße von Hormus, zu blockieren, durch die rund 20 Prozent des weltweit vermarkteten Öls transportiert werden.
Der Einsatz von Spezialkräften ist ein zentraler Baustein der neuen Militärstrategie von Präsident Barack Obama. Denn die US-Regierung macht mit dem Sparen ernst: Im US-Militäretat sollen in den kommenden zehn Jahren mindestens 487 Milliarden Dollar (371 Milliarden Euro) eingespart werden.
Drastische Einschnitte müssen vor allem das Heer und die Marines hinnehmen, kündigte US-Verteidigungsminister Leon Panetta an. Das aktive Heer werde in den nächsten fünf Jahren um rund 70.000 auf 490.000 Mann verkleinert. Die Marines würden um 20.000 auf 182.000 Soldaten zurückgefahren. Allerdings gebe es auch künftig noch ein wenig mehr Bodentruppen als vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001.
Verstärkt werden sollen dagegen Spezialkräfte, die klein und flexibel sind, um rasch zu Sondereinsätzen kommandiert zu werden - wie etwa die Seals-Einheit, die im Frühjahr in Pakistan Terrorchef Osama bin Laden getötet hatte.
Panetta bekräftigte damit die neue Militärstrategie, die Obama bereits vor Wochen verkündet hatte. Kern der Neuausrichtung: Die US-Streitkräfte sollen zwar schlanker, dafür aber schneller werden. Das Augenmerk liege künftig stärker in Asien und im Nahen Osten. Allerdings sieht das neue Konzept nicht mehr vor, dass die USA zwei Kriege gleichzeitig führen können - wie etwa im Irak und in Afghanistan.
Dennoch betonte Verteidigungsminister Panetta: "Wir wollen weiterhin die stärksten Streitkräfte der Welt bleiben." Die US-Militärs seien weiterhin in der Lage, "jeden Gegner überall und jederzeit" zu besiegen.
Quelle: AFP , dpa
berni schrieb:
am 28. Januar 2012 um 19:32:50
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Krisenregion
Meine Annahme ist, dass die Krisen in der Region dann von diesem "Mutterschiff" geboren werden
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Inga West schrieb:
am 28. Januar 2012 um 18:56:35
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Armeebasis
Clever, die Amis! Hier wird nur provoziert und die USS Enterprise, die demnächst außer Dienst gestellt werden werden soll, wird
wahrscheinlich von den Amis selbst ( aber die Iraner waren`s ) versenkt! Erspart enorme Entsorgungskosten und einen "Grund" , den Iran anzugreifen haben sie dann auch!
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TTFrank schrieb:
am 28. Januar 2012 um 18:52:30
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@Walter
selten soviel Schrott gelesen
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