18.09.2011, 11:08 Uhr
Pilot wohl tragischer Held bei Airshow-Unglück Neun Tote, aber der Pilot könnte im letzten Augenblick eine weitaus schlimmere Katastrophe verhindert haben.
Bei dem schweren Flugzeugunglück während einer Flugschau in Reno im US-Bundesstaat Nevada deutet einiges darauf hin, dass der Pilot der Unglücksmaschine im allerletzten Augenblick eine weitaus schlimmere Katastrophe gerade noch verhindert hat. Demzufolge könnte der 74 Jahre alte Pilot Jimmy Leeward vielen Menschen das Leben gerettet haben.
Ein Augenzeuge, Ronald Sargis vom Fernsehsender KCRA-TV, sagte, es habe so ausgesehen, als ob der Pilot alles versucht habe, den Absturz in die Menge zu vermeiden. Auch andere Zuschauer berichteten, dass er noch kurz vor dem Aufprall versucht hätte, das Flugzeug von den Zuschauertribünen wegzulenken. Dadurch habe er ein noch größeres Unglück verhindert, sagte Zuschauer Ben Cissell dem US-Sender CNN. "Ich schätze, er hat 200 bis 300 anderen Menschen das Leben gerettet. Es hätte viel schlimmer sein können", so der Augenzeuge.
Bei der Flugshow hatte der Pilot die Kontrolle über seine Propellermaschine verloren. Das historische Jagdflugzeug vom Typ P 51 Mustang - eine einmotorige Maschine, die bei der US-Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam - prallte vor der Haupttribüne im Sturzflug auf die Erde. Mindestens neun Menschen, darunter auch der Pilot, kamen nach offiziellen Angaben ums Leben, mehr als 50 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
Die Absturzstelle bot ein Bild des Schreckens: Auf Videoaufnahmen waren eine Staubwolke und herumfliegende Trümmerteile zu sehen. US-Fernsehsender zeigten Bilder von blutüberströmten Menschen, die auf Tragen zu Krankenwagen und Helikoptern gebracht wurden. Augenzeugen sagten dem Sender CNN, dass die Maschine in eine vorgelagerte Sitzreihe gestürzt sei, die unter anderem für Organisatoren der Veranstaltung reserviert gewesen sei.
Der Pilot, Jimmy Leeward, war ein bekannter Flieger, der mehr als 150 Rennen geflogen und Stunt-Pilot in mehreren Kinofilmen war, darunter "Amelia" und "Cloud Dancer". Ein Sender berichtete, er habe vor dem Absturz noch einen Notruf abgesetzt. Erste Berichte, wonach Leeward gesundheitliche Probleme gehabt haben könnte, wiesen die Organisatoren zurück. Er sei völlig gesund gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende von Reno Air Races, Mike Houghton.
Möglicherweise hat ein mechanisches Problem zu dem schweren Unglück geführt. Houghton erklärte, offenbar habe es Probleme mit der Maschine gegeben. Einzelheiten nannte er nicht. Experten der Nationalen Transportsicherheitsbehörde NTSB ermittelten am Unglücksort.
Bei dem Unglück in Reno kamen drei Menschen ums Leben. Mehr als 50 Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. zum Video
Leewards Familie steht unter Schock. Auf der Seite des Flug-Veteranen im sozialen Netzwerk Facebook schrieben seine Angehörigen, sie seien in tiefer Trauer über die Tragödie: "Bitte betet mit uns für alle betroffenen Familien."
Eine Krankenhaussprecherin bestätigte zwei weitere Tote. Eine Sprecherin des Rettungsdienstes sagte, 56 Personen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, 13 davon in kritischem Zustand mit lebensgefährlichen Verletzungen. Etliche Verletzte seien mit Hilfe von privaten Fahrzeugen transportiert worden. "Das ist ein sehr großer Zwischenfall, vermutlich einer der größten hier seit Jahrzehnten", sagte sie.
Eine Augenzeugin, die seit 16 Jahren die Flugrennen besucht, sagte, die Maschine sei gerade in der dritten Runde gewesen, als der Pilot die Kontrolle verloren habe. Sie saß nur 30 Meter von der Absturzstelle entfernt und sah mit Entsetzen, wie ein Mann in der Reihe vor ihr von einem Trümmerstück am Kopf getroffen wurde. "Ich habe Körperteile und Blut gesehen, das glaubt man nicht", sagte sie. "Ich rede über einen Arm, ein Bein. Den Überlebenden fehlten Körperteile." Ein anderer Augenzeuge berichtete der Zeitung "Reno Gazette-Journal", am Unglücksort sehe es aus, als wäre eine Bombe explodiert. "Es ist wie bei einem Massaker. Ein Mann wurde in zwei Stücke gerissen. Überall ist Blut."
Zu den National Championship Air Races in Reno kommen jedes Jahr im September Tausende von Zuschauern, um Rennen militärischer und ziviler Flugzeuge zu sehen. Der Wettbewerb ähnelt einem Autorennen, die Flugzeuge fliegen nebeneinander einen mit Pylonen markierten ovalen Kurs, manchmal bis zu 15 Meter tief und mit Geschwindigkeiten um 800 Kilometern pro Stunde.
Quelle: AFP , dpa , dapd
Radfahrer schrieb:
am 17. September 2011 um 19:18:31
(64)
(42)
Pilot
74 ist zu alt für so ne Maschine und Lufthansa pensioniert aus Sicherheitsgründen mit 60. Bin gespannt, was bei der Untersuchung
rauskommt. Jeder berichtet momentan nen anderen Schwachsinn.
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Ariane schrieb:
am 17. September 2011 um 19:13:11
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(77)
Flugshow
Nun mal langsam! Die Bezeichnung "Opa" für einen mir fremden Menschen ist ungehörig! Mein Mann ist 86, sieht aus wie unter
siebzig und ist geistig besser drauf als so manch Junger. Nur das autofahren überlässt er mir, da er nicht mehr so gut sieht. Er ist eben vernünftig und geistig fit. Kann man von den Herrschaften hier nicht behaupten. Junge Menschen bauen mehr schwere Unfälle als Alte. Wenn der "rote Baron" selbst mal ein Opa ist, ist er sicher weiser. Noch ist er grün hinter
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Theo schrieb:
am 17. September 2011 um 18:59:28
(73)
(11)
.. und wenn Sie Angst vor der Wirklichkeiten haben... gehen Sie zum Arzt oder Apotheker.
Was immer auch die Ursache gewesen ist, man sollte
in Betracht ziehen, das diese Art von Fliegerei wie die Pylon-Rennen keine alltägliche Fliegerei sind und nur noch in Reno so geflogen werden.. Wie es scheint nicht ganz zu Unrecht. Ich habe nichts gegen eine gut organisierte Flugschau, aber diese Rennen bringen die ganze Fliegerei in Verruf. Risiko sollte man minimieren. Man kann auch schöne Displays fliegen, die für Zuschauer attraktiv sind. Pylon-Renen sind unverantwortlicher Schwachsinn.
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