09.02.2012, 09:16 Uhr
Weil die Regeln zur Anwendung der Giftspritze zu sehr abwichen, wurde die Hinrichtung eines Doppelmörders mit Giftspritze gestoppt (Quelle: Reuters)
Der Oberster Gerichtshof in den USA hat die in Ohio geplante Hinrichtung des verurteilten Doppelmörders Charles Lorraine gestoppt. Der US-Staat sei zu sehr von den Regeln zur Anwendung der Giftspritze abgewichen, hieß es von Seiten der Bundesgerichte. Damit heizen die Richter die Debatte um den umstrittenen Umgang mit diesen Regeln weiter an.
Kritisiert wurde unter anderem, dass das ärztliche Attest eines Todeskandidaten nicht ausreichend überprüft worden sei. Auch seien die von Behörden angekündigte Anfangszeit und das Ende bei der Verabreichung der Giftspritze geändert worden. Das Urteil dürfte weitere Hinrichtungen verzögern.
Lorraine soll 1986 einen 77-jährigen Mann und seine 80-jährige Frau erstochen haben. Seit Jahren versucht er, gegen das Todesurteil Berufung einzulegen. Dabei verwies er auf eine schwierige Kindheit und schlechten rechtlichen Beistand. Der republikanische Gouverneur John Kasich lehnte das Gnadengesuch jedoch ab.
Quelle: dapd
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