Hat gut lachen: Barack Obama liegt in einer Umfrage klar vorne. (Quelle: Reuters)Der Kandidat der Demokraten bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl, Barack Obama, liegt in der Gunst der Wähler 15 Prozent vor seinem republikanischen Rivalen John McCain. Bei einer Befragung für das Magazin "Newsweek" sprachen sich 51 Prozent für Obama aus, 36 Prozent gaben McCain ihre Unterstützung.
Obama profitiere offensichtlich vom Ende des langwierigen und zähen Nominierungskampfes gegen seine innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton, weil deren Anhänger jetzt ihn unterstützten, berichtete das Magazin.
Die Befragung zeige, dass Obama noch weiter zulegen könne, da viele Wähler ihre Unzufriedenheit mit dem republikanischen Präsidenten George W. Bush äußerten, so "Newsweek". Monate vor der Wahl im November seien zuverlässige Vorhersagen zwar nicht möglich, schränkte das Magazin ein, doch stehe Obama derzeit besser da als seine demokratischen Vorgänger John Kerry und Al Gore zum vergleichbaren Zeitpunkt.
Unterdessen hat der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg Obama gegen anhaltende Vorwürfe in Schutz genommen, er sei heimlich praktizierender Muslim. "Lassen Sie uns diese Gerüchte als das bezeichnen, was sie sind: Lügen", sagte Bloomberg bei einem Treffen mit der jüdischen Vereinigung von South Palm Beach in Florida. Die im Internet verbreiteten Gerüchte über Obama würden "aus Sorge um Israel gestreut, aber die wirkliche Sorge gilt parteipolitischen Interessen", unterstrich der jüdische Bürgermeister.
"Israel wird nur als Spielfigur genutzt, was nicht sehr überraschend ist, da manche Menschen sich auf jede Stufe herablassen, um die Wahl zu gewinnen", kritisierte Bloomberg. "Diese Demagogen hoffen darauf, die politischen Differenzen zwischen Juden und Muslimen zu nutzen, um Angst und Misstrauen zu verbreiten." Ein derartiges Vorgehen müsse "laut, klar und einstimmig" abgelehnt werden, betonte Bloomberg. Der milliardenschwere Medienmogul war früher Demokrat, kandidierte dann für die Republikaner für das Bürgermeisteramt und erklärte sich vergangenes Jahr für unabhängig. Bislang hat er weder Obama noch dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain seine Unterstützung zugesagt.
Jüdische Wählerschaft skeptisch
Der praktizierende Christ Obama hat bereits wiederholt die Darstellung zurückgewiesen, er sei in Wirklichkeit Muslim. Zudem versicherte er seine Verbundenheit mit Israel. Wegen seines Namens trifft der Senator von Illinois bei der jüdischen Wählerschaft dennoch auf Skepsis.