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USA kämpfen mit Chinas Aufstieg: Zwei Supermächte in Lauerstellung

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Zwei Supermächte in Lauerstellung

18.01.2011, 08:44 Uhr | Von Peter Wütherich, AFP

Wer ist mächtiger? Chinas Staatschef Hu Jintao und US-Präsident Barack Obama (Foto: dpa)

Wer ist mächtiger? Chinas Staatschef Hu Jintao und US-Präsident Barack Obama (Foto: dpa)

Die eine Großmacht stemmt sich gegen den Niedergang, die andere tritt zum Sprung an die Spitze an. Globale Machtverschiebungen einer derartigen Größenordnung gehen nicht ohne Stress ab. Das Verhältnis zwischen den krisengeschwächten USA und der auftrumpfenden Volksrepublik China wird zu den wichtigsten Knackpunkten des 21. Jahrhunderts zählen - und birgt gewaltigen Sprengstoff.

Insofern wird der am Dienstag beginnende Staatsbesuch von Chinas Präsident Hu Jintao bei Barack Obama die Ahnung einer Zukunft vermitteln, deren Gestalt von einer bislang ungelösten Frage abhängt: Werden sich die USA und China als Freunde verstehen - oder als Gegner?

Zurzeit knirscht es in den Beziehungen. China beansprucht unverhohlen die Anerkennung als Weltmacht. Seine Wirtschaft wächst ungebremst, und mit ihr sein Selbstbewusstsein. Die USA hingegen sehen ihre Macht schwinden, die Finanzkrise hat den Prozess noch beschleunigt. Argwohn prägt das Verhältnis. Die Beziehungen seien "extrem angespannt, sie sind auf dem tiefsten Punkt seit mindestens einem Jahrzehnt", urteilt der China-Experte David Shambaugh vom Brookings-Institut in Washington. "Präsident Hus Besuch öffnet eine wichtige Möglichkeit, die ausblutenden Beziehungen zu stabilisieren."

Extremes Ungleichgewicht

Die Liste der Streitthemen ist lang. Und die Gegensätze bergen die Gefahr ernsthafter Konflikte. Der derzeit schwerste Vorwurf der USA betrifft die Währungs- und Handelspolitik. Die USA halten Peking vor, seine Währung künstlich niedrig zu halten, um die eigenen Exportwaren im Ausland billig zu halten. Das Handelsungleichgewicht ist extrem: In den ersten elf Monaten 2010 verzeichnete China im Handel mit den überschuldeten USA einen Rekordüberschuss von fast 190 Milliarden Euro.

Sorge löst in Washington auch Chinas militärische Aufrüstung aus, die mit einem zunehmend nationalistischen Gebaren einhergeht. Die Volksrepublik sieht sich als Regionalmacht im Pazifik, mit Ansprüchen auf umstrittene Meeresregionen im Ostchinesischen und Südchinesischen Meer riskiert sie unverhohlen Konflikte mit ihren asiatischen Nachbarn - und stellt die Rolle der USA als pazifische Ordnungsmacht in Frage. Zudem ärgern sich die USA über Chinas Bremserrolle bei UN-Sanktionen gegen den Iran und Nordkorea, über die Drangsalierung von Google, über Hackerangriffe aus China und über die Verletzung von Menschenrechten.

Was will China langfristig?

China sei im vergangenen Jahr "viel selbstbewusster und weniger kooperativ" aufgetreten, urteilt China-Experte Michael Green vom Center for Strategic and International Studies in Washington. Die "fundamentale Herausforderung" für die USA sei, "wie sie die Macht mit aufstrebenden Staaten teilen". Die Klärung dieser Frage sei für die USA schwierig, weil "Ungewissheit über Chinas langfristige Absichten herrscht", sagt Green.

Will China Freund oder Rivale der USA sein? Momentan profiliert sich die Volksrepublik als Konkurrent. China fühlt sich stark genug, um die jüngsten Avancen der USA zunächst einmal ins Leere laufen zu lassen. Das Angebot eines strategischen Dialogs über Militärfragen, das US-Verteidigungsminister Robert Gates vor wenigen Tagen unterbreitete, ließ Peking zunächst unbeantwortet. Auch in der Devisenpolitik zeichnet sich trotz beständigen Bittens aus Washington kein Kurswechsel ab.

"Historischer Punkt"

Eine Weltmacht, so die Botschaft aus Peking, lässt sich nicht drängen. Für die Volksrepublik ist Hus Besuch von hoher symbolischer Bedeutung: Die Visite untermauert Chinas Anspruch, auf Augenhöhe mit den USA aufzutreten. Washington billigt dem Gast die höchsten protokollarischen Ehren zu von Salutschüssen bis hin zum Staatsbankett im Weißen Haus. "Mit Chinas Aufstieg sind wir an einem historischen Punkt angelangt", sagt Wirtschaftsprofessor Jeffrey Bergstrand von der University of Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana. "Dass sich der wirtschaftliche Schwerpunkt der Welt weg von der Transatlantikregion hin nach Asien verlagert, ist eine Tatsache."


Quelle: AFP

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Kommentare (48)

zum Forum

Thema: "USA kämpfen mit Chinas Aufstieg: Zwei Supermächte in Lauerstellung "

Tannenbaum schrieb: am 18. Januar 2011 um 21:35:05
(0) (0) "Zwei Supermächte in Lauerstellung: USA kämpfen mit Chinas Aufstieg"
Supermacht China lässt sich von keinem Land der Welt etwas
vorschreiben, sie sind eben überlegen, haben nur echte Politiker, denen Guido und Angie noch nicht einmal die Schuhe putzen dürften! Noch Fragen? China sammelt Kraft.China vergeudet seine Kräfte nicht in zahllosen Kriegen, Rüstungswettstreit und Unterstütz anderer Nationen aus wirtschaftlichen(Bodenschätze) und nicht politischen Gründen!.
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Bitte schrieb: am 18. Januar 2011 um 19:49:14
(0) (0) Lesen
LIEST MEINS^^ man darf die Europäische union nicht als dritte suppermacht vergessen China und die EU sind die beiden
aufstrebensten Länder der Welt ( ich weiss die EU ist kein land^^) China ist bis jetzt nur nur ne wirtschafts-und militär macht aber politisch haben sie noch nicht so viel zu sagen wie die EU oder USA
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Mitleser schrieb: am 18. Januar 2011 um 18:04:38
(0) (0) USA & EU
Wenn China nicht schnell in Sachen Volksverfettung, Volksverblödung und Anbauflächen-Verseuchung nachholt, schaut es tatsächlich
dunkelschwarz für uns aus, denn Entwicklungshilfe wird es für uns von niemand geben und unsere Ressourcen sind längst ausgebeutet, wir hätten nicht mal genug Sonne wie Afrika & Nahost um Solarstrom zu verscherbeln. Das große Fressen in der ersten Welt hat fertig.
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