19.10.2011, 10:34 Uhr
Machten sich gegenseitig schwere Vorwürfe: Die US-Gouverneure und Republikaner Mitt Romney (l.) und Rick Perry (Quelle: dpa)
Der Vorwahlkampf der Republikaner um die US-Präsidentschaft wird immer unbarmherziger. In einer TV-Debatte unter sieben der acht Bewerber hagelte es gegenseitige persönliche Anfeindungen. Der gemeinsame Gegner, Präsident Barack Obama, spielte in der Diskussion nur noch eine Nebenrolle.
Besonders der momentan aussichtsreichste Bewerber Mitt Romney ist durch harte Angriffe seiner Kontrahenten unter Druck geraten. In einer TV-Debatte am Dienstagabend (Ortszeit) in Las Vegas warf ihm der texanische Gouverneur Rick Perry vor, rund ein Jahr lang wissentlich illegale Einwanderer beschäftigt und darüber gelogen zu haben. Romney sei ein Scheinheiliger, wenn er sich nun für schärfere Einwanderungsregeln ausspreche.
Perry bezog sich auf Vorwürfe, die schon im vergangenen Vorwahlkampf vor vier Jahren aufgekommen waren, als sich Romney ebenfalls um die republikanische Kandidatur beworben hatte. Wie damals bestritt der ehemalige Gouverneur von Massachusetts energisch, bewusst Arbeiter ohne Aufenthaltserlaubnis beschäftigt zu haben.
Romney räumte lediglich ein, eine Firma zum Rasenmähen auf dem Grundstück seines Hauses beauftragt zu haben, die Illegale mit gefälschten Papieren beschäftigte. Diese seien aber umgehend entlassen worden, als er davon erfahren habe. Er kanzelte den Vorwurf als Verzweiflungstat von Perry ab. Dessen Umfragewerte waren in den vergangenen Wochen deutlich gesunken.
Erneut erklären musste sich Romney auch wegen seiner religiösen Ausrichtung. Als Mormone stößt er vor allem bei evangelikalen Wählern auf Misstrauen. Ins Kreuzfeuer seiner Kontrahenten geriet er abermals auch, weil er in Massachusetts eine Gesundheitsreform durchgesetzt hatte, die der von US-Präsident Barack Obama ähnelt. Die Republikaner lehnen das 2010 im Bund verabschiedete Gesetzeswerk ab und wollen es im Falle eines Wahlsieges vollständig abschaffen.
Besonderes Augenmerk galt auch dem neuen Umfragen-Star Herman Cain, dem früheren Chef der Pizzakette Godfather's, der zuletzt deutlich an Beliebtheit gewann und in einer aktuellen Umfrage nur noch einen Prozentpunkt hinter dem Langzeit-Favoriten Romney liegt.
Gegenüber seinen Konkurrenten verteidigte der Afroamerikaner seinen "9-9-9"-Plan, der einen einheitlichen Satz von neun Prozent für die Einkommens-, Unternehmens- und Mehrwertsteuer vorsieht. Gouverneur Perry sagte in betont herablassendem Ton, Cains Plan sei nicht realisierbar. "Ich liebe dich, Bruder, aber man muss nicht viel analysieren, um das zu kapieren."
Cain versicherte, durch sein Steuerkonzept werde keine amerikanische Familie mehr Steuern zahlen müssen. Eine am Dienstag veröffentlichten Studie des "Tax Policy Center" kam dagegen zu dem Ergebnis, dass 84 Prozent der US-Bürger mehr zahlen müssten. Erst ab einem Jahreseinkommen von 200.000 Dollar würden die Bürger entlastet.
Cain hat noch nie ein öffentliches Amt bekleidet. 2004 bewarb er sich vergeblich um einen Sitz im US-Senat. Dem Anhänger der ultra-konservativen Tea-Party-Bewegung wurden anfangs allenfalls Außenseiterchancen eingeräumt, doch machte er zuletzt bei Fernsehdebatten eine gute Figur.
In einer am Dienstag vor dem TV-Duell veröffentlichten CNN/ORC-Umfrage hatten sich 25 Prozent der Befragten für Cain ausgesprochen, während 26 Prozent Romney unterstützten. Der Drittplatzierte Perry, der nach seinem Einstieg in den Vorwahlkampf im August noch als Favorit galt, aber in den Umfragen bald absackte, liegt weit abgeschlagen.
Die Vorwahlen der Republikaner beginnen nach bisherigem Stand am 3. Januar im Bundesstaat Iowa. Die Präsidentenwahl findet dann im November 2012 statt. Obama tritt für die Demokraten zur Wiederwahl an.
Quelle: dpa , dapd , AFP
Blomeier schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 14:17:40
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Forendiskussion
Ich Würde ja gerne in den Foren mitdiskutieren! Hier bin ich nach dem Login aber nicht mehr durch meinen Nicknamen
geschützt. Ich könnte ja meine E.mail-Adresseändern, aber durch den Eintrag der bisherien E-mail Adresse
wäre meine Identität nicht mehr annonym.Merken die meisten blöden User
nicht. mir Riecht das alles zusehr nach
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UTCHEN schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 13:56:50
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USA
Es ist schon traurig, wie die Republikaner ihr eigenes Land in den Sumpf ziehen.
Anstatt gemeinsam an einem Strick zu ziehen und dem Volk
zu einer einigermaßen sozialen Sicherheit zu verhelfen ( siehe Krankenversicherung etc ), denken sie nur an ihren eigenen Profit und ihre Klientel. Soviel Egoismus und Borniertheit stinkt zum Himmel und hat mit Demokratie überhaupt nichts zu tun.
Mir tut Obama nur leid, ich an seiner Stelle hätte den ganzen Kram schon hingeschmissen und wäre ausgewandert.
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56st schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 13:22:56
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angst
armselige leute die es für eine gute gesellschaftspolitik halten die gesellschaft zu spalten. Am anglo-amerikanischen wesen soll die
welt genesen, kennen wir doch irgendwo her. Die letzten krisen haben ja wohl hoffentlich jedem gezeigt daß dieses system abgewirtschaftet hat. Es besteht die gefahr das die USA zerfällt, die gesellschaft fliegt auseinander. Der extreme persönliche egoismus der mächtigen wird ihr fallbeil werden!! Ich wünsche OBAMA eine zweite Amtszeit.!
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