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USA befürchten Repressalien für Wikileaks-Opfer

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(Grafik: dpa/t-online.de)

USA befürchten Repressalien für Wikileaks-Opfer

08.01.2011, 15:14 Uhr

Wegen der Wikileaks-Enthüllungen bringen die USA Menschen in Sicherheit (Foto: AP)

Wegen der Wikileaks-Enthüllungen bringen die USA Menschen in Sicherheit (Foto: AP)

Nach den Wikileaks-Enthüllungen haben die USA Hunderte von Menschenrechtlern, ausländischen Regierungsangestellten und Geschäftsleuten vor möglichen Gefahren für ihre Sicherheit gewarnt. Wie der amerikanische Fernsehsender CNN unter Berufung auf den Sprecher des US-Außenministeriums, Philip Crowley, berichtete, wurden eine "Handvoll" an einen sichereren Ort gebracht. Es gehe um Menschen, die in den Wikileaks-Dokumenten genannt worden seien und denen nun Repressalien drohten, erklärte Crowley.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat bislang 2700 geheime amerikanische Diplomatendepeschen veröffentlicht. Den US-Behörden seien noch keine Fälle von Übergriffen bekannt, die im Zusammenhang mit der Veröffentlichung stünden, schrieb die "New York Times".

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Betroffene sollen unter Schutz gestellt werden

Allerdings sei das US-Außenministerium vor allem über die Diplomatenberichte besorgt, die noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden seien - rund 99 Prozent der mehr als 250.000 Depeschen.

Rund 30 Diplomaten in Washington und US-Botschaften von Afghanistan bis Simbabwe seien nun damit beschäftigt, die Betroffenen zu warnen oder unter Schutz zu stellen. Einige seien innerhalb ihres Heimatlandes umgezogen, andere ins Ausland geschickt worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungsquellen.

US-Regierung will Informationen von Twitter

Die US-Regierung fordert zudem laut Wikileaks per Gericht Informationen von dem Kurznachrichtendienst Twitter über die Enthüllungsplattform. Dabei gehe es um die privaten Nachrichten des Wikileaks-Gründers Julian Assange, Kontaktinformationen und andere persönliche Details zu dem Australier sowie drei weiteren Personen, die mit der Plattform in Verbindung stehen, berichtete Wikileaks. Das in San Francisco ansässige Unternehmen Twitter lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Enthüllungsplattform teilte weiter mit, sie vermute, dass andere US-Internetfirmen ebenfalls von den Behörden im Zuge der Ermittlungen kontaktiert worden seien. Die US-Justiz prüft derzeit, wie sie gegen Wikileaks und deren Gründer Assange wegen der zahlreichen Veröffentlichung zum Teil geheimer Unterlagen vorgehen kann.


Quelle: dapd

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Kommentare (28)

zum Forum

Thema: "USA befürchten Repressalien für Wikileaks-Opfer "

Fittus schrieb: am 8. Januar 2011 um 19:34:47
(0) (0) wikileaks
Die Täter kommen in die Opferrolle und Ansange an den Pranger. Er hat nen Orden verdient nicht den Pranger.

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Taurus schrieb: am 8. Januar 2011 um 19:25:49
(0) (0) Wiki
Ich glaube ein H.Assange, muss jetzt mehr Angst vor seinen eigenen Befürwortern haben, denn eine bessere Gelegenheit zur Rechtfertigung
und Publicity der ganzen Schmiere, wird es so schnell nicht mehr geben. Der, zum größten Teil unwichtige Mist, wäre dann nur noch Nebensache, wenn ihm in absehbarer Zeit etwas zustoßen würde. Aber anscheinend schreiben hier eh nur die ferngelenkten Zerstörer einer langsam aber effektiv arbeitenden antidemokratischen Gesellschaft.
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Nicky68 schrieb: am 8. Januar 2011 um 19:25:19
(0) (0) Gegenkampagne
Das ist nun ziemlich eindeutig die Gegenkampagne zu Wikileaks, um Mitleid mit den bloßgestellten Leuten zu erzeugen. Die NY
Times berichtet, daß bis jetzt noch niemand bedroht worden sei.
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