Sarah Palin hat gegen das amerikanische Transparenz-Gesetz verstoßen (Quelle: AFP)Hacker haben das private eMail-Konto der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin geknackt und Auszüge ihrer Korrespondenz veröffentlicht. Auch private Fotos Palins wurden auf der Website WikiLeaks veröffentlicht.
Zwar handelt es sich nicht um besonders brisantes Material, dennoch ist der Vorfall für die Gouverneurin von Alaska ziemlich peinlich. Denn die Politikerin benutzte einen privaten Yahoo-Account für offizielle Geschäftspost - und das verstößt gegen US-Gesetze. Mittlerweile sei das Konto gov.sarah@yahoo.com gelöscht worden, hieß es.
Das amerikanische Computermagazin "Wired" hatte mehrere Betreffzeilen aus dem gehackten Mailaccount zitiert. Daraus geht hervor, dass Palin tatsächlich einen Teil ihrer offiziellen Korrespondenz über Yahoo abwickelte. So trage eine Mail von ihrem stellvertretenden Stabschef Randall Ruaro den Betreff "Entwurf des Briefes an Gouverneur Schwarzenegger", eine weitere Mail habe den Betreff "Nominierungen fürs Berufungsgericht".
Die Hacker haben somit bewiesen, dass Palin für offizielle Regierungsangelegenheiten ein weniger gesichertes eMail-Konto verwendet. Ein möglicher Grund für dieses Verhalten könnte darin liegen, dass ein privater Account im Gegensatz zu offiziellen Adressen im Falle einer Klage nicht eingesehen werden darf. Daher verbietet das Transparenz-Gesetz amerikanischen Politikern genau diese Vorgehensweise. Die Bundespolizei FBI will den Fall jetzt in Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst untersuchen.