10.01.2012, 21:35 Uhr
Der US-Republikaner Mitt Romney ist in New Hampshire als klarer Favorit ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei gegangen. Der 64 Jahre alte einstige Gouverneur von Massachusetts, der bereits in Iowa gewonnen hatte, lag in Umfragen vor dem Wahlauftakt am Dienstag um durchschnittlich 18 Prozentpunkte vor dem Zweitplatzierten Ron Paul. Barack Obama musste hingegen einen Rückschlag hinnehmen. Der US-Präsident muss einen seiner engsten Berater auswechseln. Nach nur einem Jahr im Amt wirft Stabschef William Daley das Handtuch. Nachfolger wird der derzeitige Chef des Etatbüros der Regierung, Jacob Lew.
Bei den Republikanern zeichnet sich ein weiterer Erfolg für den Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney ab. Zehn Monate vor der Präsidentenwahl waren am Dienstag die Wähler in dem kleinen Neuengland-Staat New Hampshire aufgerufen, sich für einen von sechs Bewerbern zu entscheiden. Da in New Hampshire auch parteipolitisch nicht gebundene Wähler abstimmen dürfen, gilt die Wahl als Indikator für die Chancen der Kandidaten bei der eigentlichen Präsidentschaftswahl im November.
Diese Republikaner wollen um die US-Präsidentschaft kämpfen (Quelle: dpa)Romney, Ex-Gouverneur des Nachbarstaates Massachusetts, ging als haushoher Favorit ins Rennen. Der 64-Jährige hatte bereits vergangene Woche die erste Vorwahl der Republikaner im US-Staat Iowa für sich entschieden, allerdings nur hauchdünn.
Vieles deutet darauf hin, dass es Romney sein wird, der am 6. November gegen Präsident Barack Obama im Rennen um das Weiße Haus antritt. Denn auch bei den entscheidenden Vorwahlen in South Carolina am 21. Januar und Florida (31. Januar) liegt Romney im Durchschnitt der Umfragen klar vorn, wie "realclearpolitics.com" errechnete. Manche Experten schließen daher nicht aus, dass Romney bereits Ende Januar die Kandidatur so gut wie in der Tasche haben könnte.
US-Stabschef Bill Daley wirft das Handtuch. Sein Nachfolger wird Jack Lew. zum Video
Obama verkündete derweil den Abschied seines Stabschefs am Montag selbst, politische Gründe dafür nannte er nicht. Der 63-jährige Daley wolle künftig in seiner Heimatstadt Chicago mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, sagte der US-Präsident. Daley hatte erst im Januar 2011 Rahm Emanuel ersetzt, der Bürgermeister von Chicago wurde.
Zuerst habe er dem Rücktrittsgesuch nicht zustimmen wollen. "Aber die Verlockung unserer gemeinsamen Heimatstadt war zu stark." Zuletzt hatten mehrere Medien über Spannungen zwischen Obamas Beratern und dessen Frau Michelle berichtet.
Nach einem Bericht der "New York Times" setzte Daley den Präsidenten bereits in der vergangenen Woche über seinen Amtsverzicht in Kenntnis. Nach Gesprächen mit seiner Frau während der Weihnachtsfeiertage habe Daley den Entschluss gefasst, das Weiße Haus wieder zu verlassen. Laut "Chicago Tribune" hatte Obama im November einige Kompetenzen Daleys an seinen Vertrauten Pete Rouse übertragen, der bereits nach dem Abschied Emanuels übergangsweise die Aufgaben des Stabschefs wahrgenommen hatte.
Der Jurist Daley entstammt einer Politikerfamilie aus Chicago, wo Obama lange gelebt und selbst seine Politikerkarriere begonnen hatte. Von 1997 bis 2000 war Daley Handelsminister unter Präsident Bill Clinton. Vor seiner Berufung ins Weiße Haus gehörte er der Leitungsebene der US-Großbank JP Morgan Chase an. Seine Ernennung galt nach der Niederlage von Obamas Demokraten bei den Kongresswahlen im November 2010 als Signal, dass die Regierung eine wirtschaftsfreundlichere Politik anstrebe.
Der linke Flügel der Demokraten begegnete Daleys wegen seiner Kontakte in die Wirtschafts- und Finanzwelt allerdings mit Misstrauen. Dem Stabschef wurde auch angelastet, dass das Weiße Haus im Streit um die Haushaltssanierung keine Einigung mit den Republikanern im Kongress erreichen konnte.
Obama dankte Daley für seine Leistungen. "Bill war ein herausragender Stabschef während einer der arbeitsreichsten und folgenschwersten Jahre meiner Präsidentschaft", sagte er. Nach Informationen der "Chicago Tribune" soll Daley noch bis Ende Januar im Amt bleiben, damit sein designierter Nachfolger Lew die Arbeiten am Haushaltsentwurf der Regierung beenden könne.
Lew gehört seit Sommer 2010 als Chef des Haushaltsbüros zum inneren Machtzirkel im Weißen Haus. Dieser habe sein "absolutes Vertrauen", sagte Obama und hob vor allem den wirtschaftlichen Sachverstand des 56-Jährigen hervor: "Sein wirtschaftlicher Rat ist unschätzbar." Zuletzt war Jacob Lew als einer der Stellvertreter von US-Chefdiplomatin Hillary Clinton für das Budget des Außenministeriums zuständig. Ende der 90er Jahre hatte er bereits unter Präsident Clinton als Haushaltschef gedient.
Quelle: AFP , dpa , dapd
Deutscher Christ schrieb:
am 10. Januar 2012 um 20:47:54
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"Achse des Bösen"
Der dunkelhäutige "Messias" und ebenso unseriös wie voreilig gekürte Friedensnobelpreisträger hat den
gleichen außenpolitischen Berater wie der "Texasreiter", Kreationist und Ölmilliardär Bush und alle US-Präsidenten seit Reagan.
Was Wunder, dass er auf dem Weg zur amerikanischen Weltherrschaft alle vor ihm an Rücksichtslosigkeit in den Schatten stellt?
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Kenne das! schrieb:
am 10. Januar 2012 um 20:35:31
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Keine Demokratie in den USA
Es sind die gleichen Interessen, die Republikaner und Demokraten vertreten: Die Interessen der Hochfinanz und der
global agierenden Superkonzerne.
Ohne eine dritte oder vierte regierungsfähige Partei, die das Interesse der breiten Masse der Amerikaner durchsetzen will,
geht es nur einen Wettbewerb der Konzerne an der Ost- und der Westküste, der Industriegiganten und der High-Tec- und Rüstungskonzerne. Und der Staat saniert sich weiter durch Kriege!
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soso schrieb:
am 10. Januar 2012 um 19:48:13
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usa
ja die wahlen waren noch nicht aber der gedanke reicht..falls man mir das jetzt vorwirft
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