12.10.2011, 10:29 Uhr
Das US-Schatzsucherunternehmen "Odyssey Marine Exploration" muss den womöglich größten jemals aus einem Schiffswrack geborgenen Goldschatz an Spanien übergeben.
Wie ein US-Berufungsgericht in Atlanta entschied, gehört der 2007 entdeckte Schatz aus dem Wrack des vor 200 Jahren gesunkenen spanischen Kriegsschiffs "Nuestra Señora de las Mercedes" rechtmäßig Spanien. Das Gericht bestätigte damit ein Urteil von 2009.
Das Kriegsschiff war 1804 von der britischen Marine auf der Rückkehr von Südamerika südlich von Portugal versenkt worden. Odyssey entdeckte das Wrack in 518 Metern Tiefe an einem nicht bekannt gegeben Ort. In dem Schiff fand die Firma einen Schatz von 17 Tonnen, darunter eine halbe Million Silbermünzen und hunderte von Gegenständen aus Gold.
Odyssey hatte den Schatz nach Florida gebracht, ohne Spanien zu informieren. Das Unternehmen behauptete, das Wrack habe sich in internationalen Gewässern befunden. Spanien hatte dagegen von Anfang an den Verdacht, dass sich der Fundort in seinem Hoheitsgebiet befand.
Die spanische Botschaft in Washington begrüßte das Urteil und betonte, sie habe von Anfang an die Haltung vertreten, dass gemäß internationalem Recht alle Fundstücke von dem Schiff Spanien gehörten. Das im US-Bundesstaat Florida beheimatete Unternehmen Odyssey zeigte sich enttäuscht und kündigte an, erneut in Berufung zu gehen.
Quelle: AFP
Harry007 schrieb:
am 22. September 2011 um 19:06:02
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Das Gold gehört in ein Museum!
Das Gold gehört keinem bestimmten Volk, sondern ist Weltkulturerbe. Insofern gehört es in ein Museum. Weil
es sehr viel zu sein scheint, kann man bestimmt mehrere Museen damit bestücken. Es gehört jedenfalls nicht irgendeinem Bergungsunternehmen, auch nicht den Indianern oder deren Nachkommen, sondern denjenigen Wissenschaftlern, die es am besten für die Menschheit als archäologischen Fund dauerhaft bewahren können.
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Cato 2010 schrieb:
am 22. September 2011 um 17:05:28
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Raubgold
Was die Spanier als Eroberer und Kolonialmacht in Amerika angerichtet haben, ist ja inzwischen bekannt. Das Gold und sonstige
Schätze gehören wieder dorthin, wo es geraubt wurde. Bedürftige gibt es bei den indianischen Völkern genug.
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Jan schrieb:
am 22. September 2011 um 15:57:18
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Wunderbar
Na wunderbar, nun soll den Verbrechern auch noch das Diebesgut wiedergegeben werden und in deren Besitz übergehn. Das einzig
Sinnvolle wäre, der Goldschatz würde an die rechtmäßigen Eigentümer (Südamerika) zurückgegeben (und ggf. noch ein Finderlohn für die Schatzsucher) Das Verbrechen sollte sich nicht ein zweites Mal für Spanien lohnen!
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