19.07.2010, 17:07 Uhr
Hat es schwer, den Überblick zu bewahren: CIA-Direktor Leon Panetta (Foto: rtr)
Fast neun Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September will sich die US-Regierung den aufgeblähten amerikanischen Geheimdienstapparat vornehmen. Das Weiße Haus reagierte damit auf einen Bericht der "Washington Post". Zwei Jahre hatten Journalisten der Tageszeitung recherchiert und kamen zu dem Schluss, dass die Welt der Geheimdienste völlig aus dem Ruder gelaufen sei.
Hinter dem öffentlichen Amerika existiere ein zweites, geheimes Amerika - das der Geheimdienste, schreibt die Zeitung. Deren Aktivitäten seien nicht nur unüberschaubar und kostspielig - es sei fraglich, ob sie die US-Bürger wirklich vor der Terrorgefahr schützten.
In der Terrorismusbekämpfung, für den Heimatschutz und die Geheimdienste seien in den USA mehr als 1.200 Regierungsorganisationen und mindestens 1.900 private Unternehmen aktiv, berichtet das Blatt. Die dazugehörigen Einrichtungen seien auf rund 10.000 Standorte verteilt. Da sich viele Aktivitäten überschnitten, würden Steuergelder und Ressourcen verschwendet. Angesichts der Flut von Geheimdienstberichten würden etliche gar nicht erst gelesen.
Verteidigungsminister Robert M. Gates sagte in einem Interview mit der "Post", der Geheimdienstapparat sei seit den Terroranschlägen so angeschwollen, dass sogar der Chef der CIA und er selbst nur schwer den Überblick behalten könnten, und man sich fragen müsse, ob man nicht mehr als nötig habe. Der pensionierte Generalleutnant John R. Vines erklärte nach einer Überprüfung der Geheimdienstaktivitäten im letzten Jahr, die Vielschichtigkeit des Systems spotte jeder Beschreibung.
CIA-Direktor Leon Panetta rechnet angesichts der leeren Haushaltskassen mit einer Kürzung des Geheimdienstetats und arbeitet nach eigenen Aussagen bereits an einem Fünf-Jahresplan für seine Behörde. Die US-Regierung erklärte vor Veröffentlichung des Berichts, man sei sich des Problems bewusst und arbeite daran.
Quelle: dapd
Demokrat schrieb:
am 19. Juli 2010 um 19:12:37
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US-Geheimdienste
Auch der deutsche Geheimdienst ist nicht kontrollierbar. Daran wird auch der 1,6 Mrd. teuere Umzug von Pullach nach Berlin
nichts ändern. Den "Diensten" ist doch egal wer "unter ihnen" an der Regierung ist. Die CIA-Folterknechte haben zig Menschen auf ihrem Gewissen und haben die "gewünschten Fakten" für den Kriegsverbrecher Bush für dessen Kriege in Afghanistan und im Irak "wunschgemäß geliefert". Die CIA-Mörder bleiben straffrei. Mitbürger die "Stasi" ist nicht tot, sie heißt jetzt nur anders.
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Skywriter schrieb:
am 19. Juli 2010 um 17:10:02
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US-Geheimdienste
Wär ja schön wenn Amerika endlich wieder zu sich kommt. Und überfällig.
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