25.10.2010, 08:43 Uhr | Von Virginie Montet, AFP
Moderevolution in der US-Armee: Majorin Sequana Robinson trägt als erste die neue Kampfuniform für Frauen (Foto: AFP)
Ein bisschen mehr Spielraum im Brust- und Gesäßbereich, eine knappere Passform an Schultern und Taille: In der US-Armee bahnt sich eine schleichende Moderevolution an. Erstmals überhaupt sollen Soldatinnen eigens zugeschnittene feminine Kampfuniformen bekommen. Zu Ende geht die Zeit, in der Männer und Frauen im schlabbrigen Unisex-Look in den Kampf geschickt werden.
Gerade bereitet die Armee den ersten Praxis-Test für die Frauen-Uniformen vor. Sollten sie sich bewähren, dürfen die rund 160.000 Frauen in den US-Streitkräften bald auf etwas mehr Schlachtfeld-Schick hoffen.
Es ist nicht unbedingt die Haute Couture im Tarnfleckmuster, was die Textilingenieurinnen der Armee sich ausgedacht haben. "Es geht hier nicht darum, dass Soldatinnen ihre weiblichen Rundungen betonen", erteilt Majorin Sequana Robinson Männerfantasien, die womöglich zuviel Lara Croft im Kopf haben, eine Absage. Die Soldatin vom Stützpunkt Fort Belvoir bei Washington hat als erste die neue Uniform probegetragen. Es gehe vielmehr um praktische Erwägungen: "Die Unisex-Uniformen hingen einfach etwas sackartig herab", sagt sie. An manchen Stellen waren sie zu weit, an anderen zu eng: "Die neue Uniform nimmt etwas von dem überschüssigen Material weg."
Die Armee-Ingenieurin Mary Harwood war maßgeblich an der Entwicklung der neuen Uniform beteiligt. "Das ist definitiv eine Premiere für die Armee", sagt Harwood. Das bisherige Uniform-Modell, das für Männer wie Frauen gleichermaßen gedacht war, sei umgeschneidert worden, "um sich besser den anatomischen Gegebenheiten des weiblichen Körpers anzupassen". Was das konkret bedeutet, erläutert Harwood an einem Detail: "Es gibt mehr Stoff, um Raum für den Hintern zu schaffen."
In der veränderten Uniform spiegelt sich auch die veränderte Rolle von Frauen in den Streitkräften wider. Bereits seit 1775 sind Frauen in manchen Zweigen der US-Armee aktiv. In den vergangenen Jahrzehnten gab es bereits exklusive Frauen-Uniformen für feierliche Anlässe oder für Bereiche außerhalb des Kampfgeschehens. Eine Frauen-Uniform für den Einsatz im Kampf gab es bislang aber nicht, obwohl inzwischen immerhin 14 Prozent aller US-Soldaten weiblich sind.
Zwar werden Frauen nach wie vor nicht offiziell in den Kampf geschickt. Doch in der Praxis lässt es sich nicht vermeiden, dass sich auch Frauen dem bewaffneten Gefecht stellen - etwa im Irak und in Afghanistan, wo die US-Armee gegen bewaffnete Aufständische kämpft. In einer solchen Extremsituation muss die Uniform passgenau sitzen. Da darf nichts rutschen oder zwicken.
Rückmeldungen der Uniform-Trägerinnen hätten ergeben, dass die bisherige Kluft "den meisten Frauen nicht besonders gut passt", sagt Harwood. Diesen Mangel sollen einige Änderungen beheben: Eingenähte Stofffalten sollen mehr Platz für die weibliche Brust schaffen. Das Verhältnis von Taille und Po-Umfang wird neu austariert. Die Schultern werden schmaler, die Jacken werden bis über die Hüften verlängert. Am Hosenbund sorgen elastische Gummizüge für mehr Tragekomfort. Ellenbogen und Knie werden gepolstert, und die Anheftstelle für Orden wird der natürlichen Rundung der weiblichen Brust angepasst.
Von Januar 2011 an sollen 600 Soldatinnen die Uniform testen, im Jahr darauf könnte sie für alle Frauen in der Armee verfügbar sein. Majorin Robinson, die das neue Stück bereits probiert hat, gibt anfängliche Bedenken zu. "Ich hatte befürchtet, dass die Uniform zu eng wird und sich zu sehr an die weibliche Anatomie schmiegt", sagt sie. Die Zweifel sind aber verflogen, Robinson sieht den neuen Schnitt inzwischen auch als Ausdruck weiblichen Selbstverständnisses in den Streitkräften: Sie habe nun nicht mehr das Gefühl, "die Hosen meines Bruders aufzutragen, sondern etwas Eigenes zu haben".
Quelle: AFP
seemine schrieb:
am 25. Oktober 2010 um 17:06:32
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uniform
Wer andere Länder überfällt, mordet und foltert für den ist ein übergestülpter Kartoffelsack auch noch zu schade
statt einer
schicken Uniform. Betrifft Männlein wie Weiblein.
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Darius schrieb:
am 25. Oktober 2010 um 17:01:08
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Es geht nicht um totschick !
Jeder der langjährige Erfahrung als Soldat gesammelt hat, weiß wie wichtig es ist, dass eine Uniform richtig
paßt, nicht zu eng ist, aber auch nicht zu viel Reibungsstellen besitzt, usw.... Das hat weniger mit totschick zu tun, als mit Zweckmäßigkeit, die seit langem überfällig ist und auch langfristig bei Felduniformen der Bundeswehr berücksichtigt werden kann.
Die amerikanische Uniform ist aber definitiv nicht um Klassen besser, als die der Bundeswehr, wie jemand anderes hier geschrieben hat.
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Carlos schrieb:
am 25. Oktober 2010 um 15:45:50
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Die Amis ...
waren, sind und bleiben eben bescheuért ...
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