29.09.2011, 15:23 Uhr
Das Krefelder Landgericht hat den Angeklagten Olaf H. wegen Mordes an Mirco verurteilt (Quelle: dpa)
Höchststrafe für Mircos Mörder: Das Krefelder Landgericht hat den 45-jährigen Olaf H. für den Mord an dem zehnjährigen Jungen aus Grefrath am Niederrhein zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte zugleich die besondere Schwere seiner Schuld fest. Damit ist eine Entlassung aus der Haft nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen.
Verteidiger Gerd Meister Revision kündigte an, Revision beim Bundesgerichtshof einzulegen. Sein Mandant Olaf H. empfinde "tief verwurzelte Reue und völliges Unverständnis" gegenüber seiner Tat, sagte Meister nach der Urteilsverkündung.
Der Angeklagte habe Mirco, "entführt, missbraucht und ermordet", sagte der Vorsitzende Richter Herbert Luczak. Wie es zu der Tat kommen konnte, habe sich in der Verhandlung nicht verlässlich klären lassen. Olaf H. bei seinen Vernehmungen zahlreiche Versionen der Tat geschildert und auch vor Gericht keine klaren Angaben gemacht. In seinem Schlusswort erklärte er: "Mir ist bewusst, was für eine schreckliche Tat ich begangen habe. Ich erwarte keine Vergebung."
Mirco war am 3. September vergangenen Jahres auf dem Nachhauseweg entführt worden. Fünf Monate später gestand der Manager aus Schwalmtal die Tat und führte die Ermittler zur Leiche des Kindes. Auch vor Gericht legte er ein Geständnis ab. Ein Gutachter stufte den bis dahin unbescholtenen Familienvater als voll schuldfähig ein. Vermutlich sei er ein sadistisch-perverser Täter.
Mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Olaf H. habe entgegen seiner Behauptungen von Anfang an geplant, den Jungen zu töten, hatte Anklägerin Silke Naumann in ihrem Plädoyer gesagt. Mit seinen diversen Lügen und Geständnisversionen habe der Angeklagte seinen perfiden Charakter gezeigt. Die besondere Schwere der Schuld verlängert die Haftdauer in der Regel um fünf bis sechs Jahre.
Um Mirco zu finden, hatte die Polizei eine der größten Suchaktionen in der Geschichte der Bundesrepublik gestartet. 1000 Polizisten durchkämmten mehrfach Felder und Wälder bei Grefrath am Niederrhein. Auch die Bundeswehr half mit Tornados bei der Suche. Die Ermittler überprüften 2500 Fahrzeuge, bis sie im Dienstwagen von Olaf H. die entscheidenden Spuren fanden.
Quelle: dpa
Holger schrieb:
am 29. September 2011 um 14:12:10
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Lebenslang für den Täter
Wass seit ihr für Menschen, dass ihr Todesstrafe oder lebenslang dem Täter wünscht ?
Seine Familie ist jetzt
auch am Ende, an die muss man auch denken.
Besser wäre wenn der Täter eine Therapie bekommt, denn das alles ist schon eine krankhafte Erscheinung, die plötzlich zum Ausbruch kommt.
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virginia schrieb:
am 29. September 2011 um 14:11:25
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Foto von Kind? ein Hohn!!!
Wie fühlen sich wohl Mirco's Eltern wenn sie wissen, dass der arme Täter ein Foto des Jungen aufgehängt hat? Mir kommt dabei die Galle hoch!
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wawuschel schrieb:
am 29. September 2011 um 14:09:41
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mirco-täter
warum schickt man so ein Subjekt nicht nach Sibirien in den Steinbruch.
Vielleicht versucht er einen Ausbruch, dann wird er in
den Sümpfen
hoffentlich elendiglich verrecken.
Hier ist Mitleid nicht angebracht. Wer keine Achtung vor Leben hat hat auch
keine Berechtigung zu leben.
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