17.01.2011, 14:06 Uhr
Dioxin-verseuchte Lebensmittel in Deutschland - nun könnte die Ursache dafür gefunden sein (Foto: dapd)
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln sollen nach Angaben der Organisation Foodwatch für die hohe Dioxinbelastung von Futtermitteln in Deutschland verantwortlich sein. Das ergebe sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" aus dem Muster einer Futterfett-Probe, die von dem Partnerunternehmen des im Fokus der Ermittlungen stehenden Betriebs Harles und Jentzsch stammt. Foodwatch liegt eigenen Angaben zufolge das Probenergebnis vor. Das Landwirtschaftsministerium hat unterdessen die Studie als Spekulation bezeichnet.
Die Analyse der Dioxin- und Furanverbindungen in der Probe weise auf Rückstände einer Pentachlorphenol-Verbindung hin, wie sie als Pilzgift eingesetzt werde. In Deutschland darf Pentachlorphenol seit 1986 nicht mehr produziert und seit 1989 nicht mehr gehandelt und angewendet werden. Nach Angaben von Foodwatch wird es aber in Südamerika und Asien zum Beispiel als Pilzgift im Sojaanbau verwendet.
Die analysierte Futterfett-Probe sei mit 123 Nanogramm Dioxin pro Kilogramm belastet gewesen, teilte die Organisation weiter mit. Der gesetzliche Höchstwert von 0,75 Nanogramm pro Kilo wäre damit um das 164-fache überschritten worden. Bisher überschritt die am stärksten kontaminierte Probe den Grenzwert um knapp das 78-fache.
Das Landwirtschaftsministerium bezeichnete den Bericht über die Pestizidrückstände als reine Spekulation. Wichtig seien die amtlichen Erkenntnisse, sagte der Sprecher von Ministerin Ilse Aigner (CSU). "Die Untersuchungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen." Aigner kam am Vormittag mit Vertretern der Agrarbranche zusammen, um über Konsequenzen aus dem Skandal zu beraten.
1635 Betriebe seien derzeit noch gesperrt. Generelle Entwarnung werde es erst geben, wenn der Fall aufgeklärt ist. Auf die Frage, ob er es für möglich halte, dass ein Pilzgift, wie es in Südamerika und Asien im Sojaanbau verwendet wird, für das Dioxin verantwortlich sein könnte, wollte sich Aigners Sprecher nicht äußern. "Ich bin kein Chemiker, ich bin kein Biologe, ich bin ausgebildeter Journalist", so der Ministeriumssprecher.
Foodwatch-Chef Thilo Bode warf Aigner schwere Versäumnisse vor, sie würde die Industrie mit ihren bisherigen Vorschlägen weiter schützen. "Frau Aigner deckt mit ihren Vorschlägen nur die Giftmischer in der Futtermittelindustrie, anstatt die offensichtlichen Sicherheitslücken im System zu schließen, wie es ihre Aufgabe wäre", kritisierte er.
Aufgrund der Verseuchung von Futterfetten der Firma Harles und Jentzsch aus dem schleswig-holsteinischen Uetersen und der zu ihr gehörenden Spedition Lübbe im niedersächsischen Bösel waren in den vergangenen Tagen vorsorglich 4700 landwirtschaftliche Betriebe gesperrt worden. Bislang sind in Niedersachsen nur in weniger als zehn Betrieben tatsächlich belastete Erzeugnisse gefunden worden. Dabei habe es sich um Eier gehandelt, die alle vernichtet würden, sagte ein Sprecher.
Quelle: dpa , AFP
Anni Will schrieb:
am 10. Januar 2011 um 21:38:11
(0)
(0)
Dioxindebatte
der P. Hahne ekelt sich vor ev. Dioxinspiegelei, was isst der eigentlich auf Asien- oder anderen Auslandsreisen????????????
Kommentar melden
kein Bauer schrieb:
am 10. Januar 2011 um 21:30:55
(0)
(0)
Ursache....
An alle Bauernhetzer: Wenn Ihr Alle zu blöd seid und Bauern mit großen Agrarbetrieben verwechselt bzw. diese nicht auseinander
halten könnt so haltet einfach euer Maul. Ihr könnt Alle mal versuchen ein Jahr als Bauer zu überleben (in einen Familienbetrieb) .Wenn Ihr das dann geschaft habt reden wir mal wieder darüber. An "Wahrheit" auf den Seiten des Bundeslandwirtschaftsministeriums kann man sich über die Beihilfen der Bauern in Einzelnen genau informieren (mit Name und Anschrift) also los.
mehr
Kommentar melden
Bauer Schlau schrieb:
am 10. Januar 2011 um 20:33:06
(0)
(0)
Huhn&Co
Die Bauern interessieren sich doch nur für Wachstumshormone.Da zählen nur Gewicht und Stückzahlen ob mit oder ohne
Dioxin.Hauptsache die Frauen tragen ihr Kopftuch und gehen nicht stiften.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS