12.01.2012, 15:51 Uhr
Vier mutmaßliche Marineinfanteristen sorgen für einen neuen Skandal.
Ein Video im Internet, auf dem angeblich US-Soldaten in Afghanistan auf drei blutverschmierte Leichen von Taliban-Rebellen urinieren, sorgt weltweit für Empörung. Der im Online-Portal Youtube eingestellte Film soll vier Marineinfanteristen zeigen, die die Leichen schänden. Der afghanische Präsident Hamid Karsai sprach von einem "völlig unmenschlichen" Akt. Er forderte das Militär auf, die beteiligten Soldaten zu bestrafen. Auch die internationalen Truppen in Afghanistan und die US-Streitkräfte distanzierten sich in deutlichen Worten.
"Dieser respektlose Akt ist unerklärlich und nicht vereinbar mit den hohen moralischen Standards, die wir von den Koalitionsstreitkräften erwarten", erklärte die ISAF. Verantwortlich für die Tat sei offenbar eine kleine Gruppe von Soldaten, die nicht länger in Afghanistan sei, hieß es weiter.
Das 39 Sekunden lange Video kursierte am Mittwochmorgen erstmals im Internet. Darauf sind vier mutmaßliche Marineinfanteristen in Kampfanzügen zu sehen, die lachend über den Körpern von drei Männern ihre Notdurft verrichten. Eine Video-Unterschrift beschreibt die Urinierenden als Mitglieder eines Sniper-Teams aus Camp Lejeune (US-Staat North Carolina), die Toten als Taliban.
Es ist nach wie vor nicht klar, wer das Video drehte und ins Netz stellte. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums nannte das Video verstörend. Das Marineinfanteriekorps kündigte an, die Angelegenheit werde vollständig aufgeklärt. Ein Sprecher, Oberstleutnant Stewart Upton, erklärte, der Vorwurf sei sehr schwerwiegend. Wenn er bewiesen werden sollte, sei er ein Verstoß gegen die hohen Standards, die von US-Soldaten erwartet würden.
Deutlicher wurde das US-Verteidigungsministerium: Pentagon-Sprecher John Kirby sagte, die Aufnahmen hätten ihm "den Magen umgedreht". Egal unter welchen Umständen das Video entstanden und wer die Personen darin seien, handele es sich um ein "abstoßendes, monströses und inakzeptables Verhalten für jede Person in Uniform".
Das US-Marineinfanteriekorps verwies in einer Erklärung am Mittwoch zunächst noch darauf, dass die Echtheit des Videos noch nicht bewiesen sei. Die dort gezeigten Handlungen seien jedoch nicht vereinbar mit den Werten der Truppe, hieß es weiter. Aus dem US-Verteidigungsministerium verlautete, der Fall werde der Strafverfolgungsbehörde der Marine (NCIS) übergeben, die auch für die Marineinfanterie zuständig ist.
Der Rat für Islamisch-Amerikanische Beziehungen, eine muslimische Bürgerrechtsorganisation, verurteilte die Aufnahmen und sprach von einem Verstoß gegen das internationale Kriegsrecht. Sollte sich das Video als echt herausstellen, zeige es ein Verhalten, das völlig unziemlich für US-Militärangehörige sei "und das letztlich andere Soldaten und Zivilpersonen gefährden könnte", heißt es in einem Schreiben des Rats an Verteidigungsminister Leon Panetta.
In Afghanistan sind derzeit rund 20.000 Marines stationiert, die meisten in den Regionen Kandahar im Süden und Helmand im Südwesten.
Quelle: AFP , dpa , dapd
omg schrieb:
am 12. Januar 2012 um 16:14:48
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@pakistaner
mag ja alles wahr sein, ist aber nicht mein problem, ich hab als deutscher meine interessen, die amerikaner haben ihre, und wenn
ein armer schlucker für ein paar 1000$ gegen mich kämpft ist das vielleicht bitter, aber er ist dadurch mein feind und wird bekämpft.
zu den leichenschändungen, naja ist das allerletzte, wundert mich aber nicht wirklich, ein krieg erzieht sich nun mal seine leute, bei einigen kommt das beste zu tage, bei anderen das schlechteste.
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nero schrieb:
am 12. Januar 2012 um 16:12:33
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deutschland
@Pakistaner besser kann man es nicht schreiben punkt.
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Peter schrieb:
am 12. Januar 2012 um 16:11:27
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es gibt keinen humanen Krieg
Die Taliban verachten ihre Gegner mindestens genauso und bezeichnen sie als Hunde, Schweine usw.! Warum sollten
die nicht auch so zu spüren, hören und sehen bekommen was man von ihnen hält. Insgesamt muss sich was an der Kriegsführung ändern! Es gibt keinen humanen Krieg. Entweder es ist Krieg und zwar mit allen Mitteln oder aber man lässt es komplett sein. Es kann doch nicht sein das der Westen dort schon seit über 10 Jahren ist und sich kaum was verändert hat.
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