
16.11.2011, 12:29 Uhr
Syrische Deserteure habe nach Angaben von Oppositionellen in der Nacht zum Mittwoch eine Militäreinrichtung nahe der Hauptstadt Damaskus angegriffen. Dabei seien sechs Soldaten der Regierungstruppen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden.
Wie syrische Aktivisten in der libanesischen Hauptstadt Beirut mitteilten, beschossen die Deserteure das Gebäude des Luftwaffen-Geheimdienstes in der Ortschaft Harasta mit Panzerabwehrraketen. Anschließend sei es zu einem Schusswechsel mit den Soldaten des Regimes von Präsident Baschar al-Assad gekommen. Das Verwaltungsgebäude sei beschädigt worden. Ein nahegelegenes Gebäude, in dem Gefangene inhaftiert sind, hätten die Angreifer bewusst nicht ins Visier genommen.
Die Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht bestätigt werden. Die syrische Regierung hat jegliche unabhängige Beobachtung verhindert und die meisten ausländischen Journalisten ausgewiesen Deshalb sind Berichte von Aktivisten und Augenzeugen die wichtigsten Quellen für Berichte über die Situation vor Ort.
Auch Militärstützpunkte in den Vororten Duma, Kabun, Arabeen und Sakba seien attackiert worden, erklärte die "Freie Syrische Armee" in einer Stellungnahme. Zu derartigen Vorfällen bei Damaskus kam es bislang selten. In der Vergangenheit haben sich Kämpfe zwischen Soldaten und mutmaßlichen Deserteuren auf die Provinzen Idlib und Daraa sowie auf die Protesthochburg Homs konzentriert.
Unterdessen wurden am Mittwoch nach Angaben von Aktivisten vier Menschen in der Provinz Hama getötet, nachdem sie von Regierungstruppen aus dem Hinterhalt angegriffen wurden. Unter den Getöteten waren drei Deserteure, wie das in London ansässige Syrische Observatorium für Menschenrechte berichtete. Das örtliche Koordinationskomitee sprach von drei Todesopfern am Mittwoch.
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind beim Vorgehen des Regimes gegen seine Gegner seit dem Beginn der Proteste 3500 Menschen getötet worden. Der November war mit mehr als 300 Toten laut Aktivisten bisher der blutigste Monat.
Derweil ist die syrische Regierung wegen ihres gewaltsamen Vorgehens gegen Oppositionelle auch in der islamischen Welt zunehmend isoliert. Deshalb wird sie keinen Vertreter zu einem arabischen Ministertreffen am Mittwoch in die marokkanischen Hauptstadt Rabat entsenden. Auch an dem zeitgleich dort stattfindenden arabisch-türkischen Kooperationsforum werde Syrien nicht teilnehmen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana.
Als Grund für die Entscheidung wurde die Suspendierung Syriens aus der Arabischen Liga genannt, die in der Nacht zum Donnerstag in Kraft treten soll. Man werde den Veranstaltungen fernbleiben, "weil einige der Länder, die hinter der schändlichen Entscheidung gegen Syrien stehen, an beiden Treffen teilnehmen", wird ein Regierungsvertreter zitiert.
Die Arabische Liga hatte am Samstag den vorübergehenden Ausschluss Syriens aus dem arabischen Staatenverbund beschlossen, nachdem das Regime von Präsident Baschar al-Assad massiv gegen Bedingungen einer Friedensinitiative der Liga verstoßen hatte.
In Rabat geht es jetzt darum, welche konkreten politischen und wirtschaftlichen Sanktionen die arabischen Staaten zusätzlich einsetzen, um das Regime weiter unter Druck zu setzen. Denkbar wären beispielsweise ähnliche Maßnahmen, wie sie die Europäische Union bereits ergriffen hat. Die Europäer haben unter anderem die Vermögenswerte von syrischen Spitzenfunktionären, Angehörigen des Assad-Clans und führenden Beamten im Sicherheitsapparat eingefroren.
Quelle: dapd , dpa
egal schrieb:
am 16. November 2011 um 19:53:00
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Man wird sehen was aus dem Arabischen Frühling
wird.Ob die Staaten die den Umbruch schon geschafft haben o.die,die es noch schaffen wollen
eine Demokratie wollen bezweifele ich sehr stark.Die,die den Umbruch ausgeführt haben vielleicht,doch der Gegner der zuerst an deren Seite stand formiert sich bereits.In Ägypten versuchen schon die Gottesanhänger die Wahlen durch Lügen zu gewinnen.Und das Volk das zu 80% weder lesen noch schreiben kann glaubt denen.Solange Staat u. Religion nicht getrennt werden geht das nie.Und das wollen die nicht.
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Obermaat schrieb:
am 16. November 2011 um 19:37:17
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@ Ex-Bundeswehroffizier - Kamerad Sie haben Recht.
Die USA haben genügend Exil-Syrier ausgebildet, die nun im Untergrund in Syrien die
Bevölkerung aufhetzen, mit Waffen versorgen und zum Aufstand anleiten. Das gleiche lief in Libyen. Ohne diese verdeckt operierenden Spezialeinheiten wäre niemals ein Sieg der Bengasi-Rebellen möglich gewesen. Die UN macht sich leider zum Gehilfen des US-Imperialismus. China u. Russland sollten endlich mit der Faust auf den Tisch hauen, bevor auch noch ein Blutbad in Syreien u. im Iran mit hunderttausenden Toten
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Ex-Budneswehroffizier schrieb:
am 16. November 2011 um 19:29:52
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Die NATO hat in 7 Monaten in Libyen 26.000 Kampfeinsätze geflogen.
Dabei wurden 100.000 Libyer vom Leben in den Tod befördert. Die libysche
Infrastruktur wurde zerstört. Das libysche Öl bekommen nun Sarkozy, Obama u.Cameron (Berlusconi wurde ausgebootet) zu Vorzugspreis von den Bengasi-Terroristen als Geschenk für die vielen Bomben. Hundertausende Gastarbeiter mußten fliehen. Gaddafis Wasserprojekt wurde gestoppt. Das gleiche läuft in Syreien. Französische, englische u.amerikanische Spezialteinheiten operieren schon in Syrien u.putschen die Willigen auf.
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