04.01.2011, 11:02 Uhr
In Deutschland sind bislang mehr als 250 Menschen an dem H1N1-Virus gestorben (Foto: dpa)
Die aufkommende Grippewelle hat in Niedersachsen zwei Tote gefordert. In Göttingen starben ein dreijähriges Mädchen und ein 51 Jahre alter Mann in den vergangenen Tagen im Uniklinikum. Allerdings hat sich der Schweinegrippevirus H1N1 als Todesursache bislang nicht bestätigt. Es sei noch nicht geklärt, welche Rolle der Schweinegrippe-Erreger beim Tod der Patienten gespielt habe, sagte ein Sprecher der Universitätsklinik.
Das kleine Mädchen, seine beiden Geschwister und die Mutter hatten nach einem Medienbericht bereits vor den Weihnachtstagen über Grippebeschwerden geklagt. Nach kurzzeitiger Besserung habe sich der Gesundheitszustand der Dreijährigen plötzlich wieder verschlechtert, berichtete das "Göttinger Tageblatt".
Rettungssanitäter brachten das Mädchen ins Krankenhaus, wo nur noch der Tod festgestellt werden konnte. Nach Angaben der Klinik wird die Leiche des Kindes nun im Rahmen staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen untersucht. Am Uniklinikum Göttingen gab es bislang keine weiteren Fälle von Schweinegrippe.
Es gebe trotz der Todesfälle aber "keinen Grund zur Panik", sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Thomas Spieker. Seit Ende Dezember 2010 würden zunehmend Influenzaviren in Niedersachsen nachgewiesen. Wenn über 20 Prozent der Rachenabstriche von Patienten eine Infektion belegen, wird von einer Grippewelle gesprochen, erklärte der Präsident des Landesgesundheitsamts, Matthias Pulz.
Allerdings zeigten die tragischen Fälle aus Göttingen, "dass die Influenza keine harmlose Erkrankung ist, sondern auch einen schweren Verlauf nehmen kann", sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan (CDU).
Nach Angaben des Robert-Koch-Institus (RKI) wurde zwischen Oktober und Mitte Dezember in Deutschland in mindestens 32 Fällen eine Schweinegrippe-Infektion nachgewiesen. Todesfälle seien nicht meldepflichtig, daher sei unklar, wie viele Menschen in dieser Saison bereits durch den Erreger starben. Bekannt wurde unter anderem der Fall einer 20-jährigen Frau, die nach einer A/H1N1-Infektion an Multiorganversagen starb. Wie viele andere Schweinegrippe-Opfer litt sie an chronischen Vorerkrankungen.
Tödlich verlaufende Erkrankungen können den Angaben zufolge in jeder Influenza-Welle auftreten. Auch wenn während der Pandemie im Jahr 2009 die Schweinegrippe als vergleichsweise harmlos wahrgenommen wurde, sind damals bundesweit 250 Todesfälle registriert worden. Die meisten verstorbenen Patienten hatten eine Grunderkrankung oder andere Risikofaktoren. Weltweit starben an der Pandemie rund 18.500 Menschen.
Mit dem Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle sei Ende Januar oder im Februar zu rechnen. Der Göttinger Infektiologe Helmut Eiffert sagte, der bisherige Verlauf der Schweinegrippe sei noch zurückhaltend.
Den besten Schutz vor einer Infektionen biete die Impfung gegen die Influenza, sagte Pulz. "Um für die kommende Grippewelle ausreichend geschützt zu sein, sollte man sich aber möglichst noch in den nächsten Tagen impfen lassen, da die volle Schutzwirkung erst etwa 14 Tage nach der Impfung einsetzt."
Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in diesem Jahr empfohlene Influenzaimpfstoff beinhaltet drei Viruskomponenten, die in den letzen Jahren hauptsächlich nachgewiesen wurden: Influenza A/H1N1 2009 (Schweinegrippevirus), Influenza A/H3N2 und Influenza B. Die Impfung wird vor allem älteren und chronisch kranken Menschen sowie erstmals auch Schwangeren empfohlen. Auch Patienten mit Atemwegs- und Kreislauferkrankungen sollten sich impfen lassen. Allein an den Folgen der normalen Grippe sterben hierzulande jährlich Tausende Menschen.
Eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts in Berlin sagte, es sei auch für die Experten überraschend, dass die Grippewelle noch nicht wie üblich im November und Dezember ausgebrochen sei. Möglicherweise sei eine hohe Beteiligung an der Grippeschutzimpfung die Ursache dafür.
Erst vor kurzem hatte der Hamburger Tropenmediziner Christian Meyer die Ansicht vertreten, dass die durch den Erreger H1N1 ausgelöste Schweinegrippe allgemein überschätzt worden sei. "Die Schweinegrippe gibt es noch, etwa in Indien; in Deutschland spielt sie aber gar keine Rolle mehr", sagte der Wissenschaftler vom Bernhard-Nocht-Institut (BNI) für Tropenmedizin. Von der Aufregung um die Schweinegrippe im vergangenen Winter hätten nur die Impfstoff-Hersteller profitiert. Die Zeche zahlten die Steuerzahler.
Quelle: AFP , dapd , dpa
baltasar schrieb:
am 3. Januar 2011 um 21:44:43
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schweini
Das wirklich schlimme an der sache ist, das wenn uns wirklich mal eine pandemie bedroht, nimmt die einfach keiner mehr ernst. jeder
wird es für einen marketinggag der pharmaindustrie halten. dann wird die menschheit an der warscheinlich grössten seuche zu grunde gehn - dummheit und gier.
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humius* schrieb:
am 3. Januar 2011 um 20:46:51
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Schweinegrippe
JA und , an der normalen Grippe steben jährliche einige hundert wenn nicht sogar mehr Jetzt wird wieder reklame für dieses
Gift gemacht 2010 sind nach der impfe
für Schweinegrippe über 300Hundert leute gestorben
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grippevirus schrieb:
am 3. Januar 2011 um 20:44:30
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schweinegrippe
das ist schlimm, wirklich schlimm. wir haben ja aber sicherlich noch genügend impfstoff, da wir ja für 5x deutschland
eingekauft haben. jetzt kann die pharmaindustrie wieder zuschlagen
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