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UN-Studie wirft Großkonzernen Raubbau an der Natur vor

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UN-Studie wirft Großkonzernen Raubbau an der Natur vor

13.07.2010, 11:28 Uhr

Die sichtbaren Folgen einer Ölpest, hier nach der Havarie der "Sea Empress" 1996 vor Wales (Foto: imago)

Die sichtbaren Folgen einer Ölpest, hier nach der Havarie der "Sea Empress" 1996 vor Wales (Foto: imago)

Die Vereinten Nationen werfen den größten Konzernen der Welt beim Umweltschutz schwere Versäumnisse vor. "Das natürliche Kapital der Welt wird im großen Stil vernichtet", warnte UN-Umweltchef Achim Steiner in der "Süddeutschen Zeitung". Laut einer UN-Studie verursachten allein die 3000 wichtigsten Unternehmen Umweltschäden von fast zwei Billionen Euro im Jahr.

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko stehe dabei für weit mehr als für die Probleme eines einzelnen Konzerns: Denn noch immer schenke die Wirtschaft weltweit dem Natur- und Artenschutz kaum Beachtung, heißt es.

Kaum Sorgen bei den Unternehmen

"Der Raubbau an der Natur durch die Wirtschaft setzt sich seit Jahren ungebremst fort", kritisiert Steiner. Wildnis, Arten, Lebensräume und Ökosysteme verschwänden in nie dagewesenem Tempo. Eine aktuelle Schätzung des UN-Umweltprogramms (UNEP) kommt zum Ergebnis, dass die Arten heute 100 Mal schneller aussterben, als es die Evolution vorgibt.

In internationalen Großkonzernen löst das dem Bericht zufolge offenbar kaum Sorgen aus. Nur zwei der 100 Größten hätten sich den Erhalt der Ökosysteme als strategisches Ziel auf die Fahnen geschrieben, so das Ergebnis der UN-Studie, die an diesem Dienstag in London auf der globalen Konferenz für Artenvielfalt und Biodiversität veröffentlicht wird.

Ressourcen nicht unerschöpflich

Von 1100 internationalen Top-Managern fürchte nur jeder Vierte, Artensterben und der Verlust ganzer Ökosysteme könnten das eigene Geschäft beeinträchtigen. In vielen Konzernen gelte noch immer die Devise: Natürliche Ressourcen sind unerschöpflich. "Dabei müssen wir längst schmerzhaft spüren, dass das nicht mehr stimmt", sagt Steiner.

"Viele Volkswirtschaften sind noch immer blind für den enormen Einfluss der Artenvielfalt von Tieren, Pflanzen und anderen Lebensformen und ihre Rolle für die Funktion des Ökosystems", kritisierte der UN-Umweltchef. Das betreffe Wälder und Trinkwasservorräte ebenso wie den Boden, die Ozeane und die Atmosphäre.


Quelle: dpa , AFP

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Kommentare (22)

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Thema: "UN-Studie wirft Großkonzernen Raubbau an der Natur vor"

Konsumentin schrieb: am 13. Juli 2010 um 19:37:43
(0) (0) ...der werfe den ersten Stein
Ihr seid alle so scheinheilig! Wer kauft sich denn alle paar Jahre ein neues Handy? Wer hat denn von euch den
Flachbildfernseher an der Wand / das Auto in der Garage? Seid ihr wirklich gewillt, euren Konsum einzuschränken, mit dem Fahrrad zu fahren / teure hier produzierte Kleidung zu kaufen / auf Handys, Computer, Fototechnik, Waschmaschinen, Fernseher zu verzichten? Das alles braucht man nämlich zum Leben nicht und wird von den "bösen Großkonzernen" für euch produziert. Dann kauft doch nichts
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jonah schrieb: am 13. Juli 2010 um 17:35:00
(0) (0) @ Cossie
Falsch den Preis bezahlen wir schon die ganze Zeit! All die Gifte und so weiter belasten uns schon jetzt. Der Preis wird aber schon
bald so hoch werden das wir ihn nicht mehr bezahlen können. Und das wird ganz sicher nicht mehr bis zu unseren Kindeskindern dauern noch in diesem Jahrhundert wird es richtig hart werden!
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jonah schrieb: am 13. Juli 2010 um 17:33:02
(0) (0) @ Michiko
Ja ich sag doch die Reichen sind die wahren Verbrecher! Aber die meisten von uns sind entweder ihre Handlanger, oder tun nichts
gegen sie also machen wir uns alle mitschuldig.
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