09.10.2011, 09:59 Uhr
Drei Wochen nach ihrem Wahlerfolg bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin erreicht die Piratenpartei auch bundesweit einen neuen Rekordwert in der Wählergunst: Im repräsentativen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid jede Woche im Auftrag der "Bild am Sonntag" erhebt, kommt die Piratenpartei auf neun Prozent - das ist ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zur Vorwoche.
Einen historischen Tiefstwert erreicht hingegen die FDP: Die Liberalen verlieren im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und liegen bei nur noch drei Prozent. Das ist der niedrigste Wert, den Emnid jemals in einer Sonntagsfrage für die FDP gemessen hat.
Stärkste Kraft bleibt in der Umfrage die Union mit unverändert 32 Prozent. Auch SPD (28 Prozent), Grüne (17 Prozent) und Linkspartei (sieben Prozent) erreichen den Wert der Vorwoche. Die sonstigen Parteien landen bei vier Prozent.
Eine Große Koalition halten derzeit 41 Prozent der Befragten für am besten geeignet, die Probleme des Landes zu bewältigen. Ein rot-grünes Bündnis wird von 33 Prozent bevorzugt, die derzeit regierende schwarz-gelbe Koalition von nur zwölf Prozent. Bei den SPD-Anhängern meinen derzeit 57 Prozent, dass eine Koalition mit CDU und CSU die beste Lösung zum Wohl des Landes sei. 40 Prozent der SPD-Wähler halten Rot-Grün für die beste Koalition. Nur neun Prozent der Sympathisanten von CDU und CSU glauben an eine Neuauflage der Regierungskoalition mit dem Juniorpartner FDP. Von den Grünen-Wählern sagen 87 Prozent, Rot-Grün könne die aktuellen Herausforderungen am besten meistern.
Bei der Wahl in Berlin hatte die Piratenpartei überraschend 8,9 Prozent der Stimmen geholt und war damit erstmals in ein Landesparlament eingezogen. Sie stellt künftig 15 Abgeordnete im Abgeordnetenhaus. FDP-Generalsekretär Christian Lindner sieht im Erfolg der Piratenpartei auch Anstöße für die Liberalen. "Es wächst ein Wunsch nach Privatheit und Freiheit im Internet, den wir teilen", sagte Lindner dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Viele Wähler würden sich mehr Transparenz in der Politik wünschen und fänden den Stil der Piraten "charmant". "Man kann manches von den Piraten lernen, aber kopieren sollte man sie besser nicht", sagte Lindner und sprach sich für mehr Bürgerbeteiligung aus. Die Möglichkeit von Volksbefragungen sei "diskussionswürdig".
Quelle: dpa , dapd , AFP
lucky schrieb:
am 9. Oktober 2011 um 19:32:22
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piraten
Noch eine Partei mit ordentlich durchdachtem Programm aber keiner Lösung für die Probleme des Mittelstandes.
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Dejay schrieb:
am 9. Oktober 2011 um 19:31:41
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Horst aus Le. schrieb :
"die jetzigen Politiker können nichts tun, da alle geeigneten Maßnahmen unpopulär wären und Wählerstimmen
kosten würden. " Ach so - durch das jetzige Nichtstun verlieren sie dann keine Stimmen? Wo sind denn dann bitte die "Starken" in der Krisenzeit gewesen. Sie meinen jetzt aber hoffentlich nicht mit "stark" die Unternehmer die Weinen weil die FDP ihr Wort nicht einhält? Stark ist jede Partei die die Masse des Volkes hinter sich bringen kann und handlungsfähig is
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Blutssventje schrieb:
am 9. Oktober 2011 um 19:27:58
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Messerjocke Piraten
Piraten sind mir mittlerweile lieber als diese gelben Schleimer! Die halten den Lobbyisten ja doch nur die Tür auf, und
Typen wie "Dr" Silvana geben mir jeden Tag die Bestätigung!
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