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Überraschung im Weltall: Sternentod wirbelt reichlich Staub auf

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Staubiger Sternentod

25.07.2011, 09:47 Uhr

Überraschende Erkenntnis: Supernovas erzeugen eine Menge Staub (Bild einer Supernova-Explosionswolke im Sternbild Stier, aufgenommen vom  "Hubble"-Weltraumteleskop; Foto: dpa)

Überraschende Erkenntnis: Supernovas erzeugen eine Menge Staub (Bild einer Supernova-Explosionswolke im Sternbild Stier, aufgenommen vom "Hubble"-Weltraumteleskop; Foto: dpa)

Wenn große Sterne am Ende ihres Lebens kollabieren, produzieren sie nicht nur gewaltige Mengen von Strahlung. Den Beleg für diese Ansicht liefern neue Beobachtungen jener spektakulären Supernova, die im Jahr 1987 in der Nachbarschaft der Milchstraße aufgeleuchtet war. Fast ein Vierteljahrhundert später finden sich im Umfeld der Explosion beträchtliche Mengen von Staub.

Dieser Staub dürfte es auf bis zu 70 Prozent der Sonnenmasse bringen, schätzen Mikako Matsuura und ihre Kollegen vom Londoner University College im Magazin “Science”. Zwar könne man nicht sagen, ob er schon während der Explosion entstanden oder erst nachträglich aus dem bei der Explosion fortgeschleuderten Material ausgeklumpt sei, so die Astrophysikerin. Doch selbst ein Zeitraum von einigen Dutzend von Jahren (die Supernova von 1987 ist 24 Jahre her) entspreche - gemessen an der Lebensdauer eines Sterns - nur einem Wimpernschlag.

Matsuura und Kollegen nutzten das europäische Weltraumteleskop Herschel, um das Gebiet um SN 1987A zu studieren. Die Supernova war Ende Februar des Jahres 1987 in der Großen Magellanschen Wolke aufgeblitzt, rund 160.000 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Ursache war ein Stern von ursprünglich etwa 20 Sonnenmassen, in dessen Zentrum der Brennstoff zur Neige ging und der schließlich unter seinem eigenen Gewicht kollabierte. Die resultierende Schockwelle sprengte die äußeren Schichten des Sterns ins All, während die ausgesandte Strahlung einen schon lange vor der Explosion abgestoßenen Ring aus Gas zum Glimmen brachte.

Silizium, Kohlenstoff und Eisen

Mithilfe von Herschel konnten die Forscher nun kräftige Infrarot- und Submillimeter-Strahlung aus dem Zentrum des Supernovarests nachweisen. Ihre Berechnungen zeigen, dass die Strahlung bei Wellenlängen von 0,1 bis 0,5 Millimetern von großen Staubmengen mit einer Temperatur um minus 250 Grad Celsius stammt. Der Staub dürfte überwiegend aus Silizium bestehen, aber auch Kohlenstoff und Eisen enthalten - schwere Elemente, die im Innern des Sterns aus leichtem Wasserstoff erzeugt wurden und künftig als Rohmaterial für Gesteinsplaneten dienen können.

Frühere Beobachtungen hatten bei SN 1987A relativ wenig Staub gefunden, der deutlich wärmer ist und daher bei kürzeren Wellenlängen strahlt. Bei der Planung der Beobachtungen mit Herschel habe man daher auch nicht erwartet, die Supernova überhaupt sehen zu können, erläutert Matsuuras Kollegin Margaret Meixner vom Space Telescope Science Institute in Baltimore. Das Vorhandensein von reichlich kaltem Staub sei eine handfeste Überraschung und liefere eine willkommene Erklärung für die Tatsache, dass viele Galaxien - selbst solche im frühesten Universum - ausgesprochen staubige Gesellen seien.

Forschung: Mikako Matsuura und Michael J. Barlow, Department of Physics and Astronomy und Mullard Space Science Laboratory, University College London, London und Surrey; Eli Dwek, Observational Cosmology Laboratory, NASA Goddard Space Flight Center, Greenbelt; Margaret Meixner, Space Telescope Science Institute, Baltimore; Karin Sandstrom, Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg; und andere

Veröffentlichung Science, 7. Juli 2011, DOI 10.1126/science.1205983


Quelle: t-online.de

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Kommentare (6)

zum Forum

Thema: "Überraschung im Weltall: Sternentod wirbelt reichlich Staub auf"

Conni schrieb: am 10. Juli 2011 um 18:25:39
(1) (4) Super Nova
Ich konnte gestern die Super Nova beobachten, hatte aber keine Erklärung dafür. Darum freue ich mich heute, etwas darüber zu
Erfahren. Ich wohne in der Nähe von Göttingen und habe ein Foto durch die Sonnenbrille gemacht.
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Wolfi 24.110 schrieb: am 10. Juli 2011 um 18:13:24
(1) (1) "Überraschung im Weltall: Sternentod wirbelt reichlich Staub auf"
@Haas. Sozialpolitisch würde ich Dir zustimmen!

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Wolfi 24.110 schrieb: am 10. Juli 2011 um 18:08:19
(1) (1) "Überraschung im Weltall: Sternentod wirbelt reichlich Staub auf"
@Astronom-Amateur. Die Entstehung von Staubteilchen in
möglicherweise relativ kurzer Zeit, wäre schon ungewöhnlich! Immerhin sind, nach Einschätzungen der Astrophysik, etwa 500 Mio. Jahre vergangen, bis sich aus der Supernova der "Primärsonne", unseres heutigen Sonnensystems, Planeten gebildet haben. Die Geschichte spielt für einen Wissenschaftler nur eine Nebenrolle!!! Es wurden ja auch schon Sterne gefunden welche es eigentlich nicht geben dürfte da ihre Masse, eigentlich zu groß ist/w
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