
16.03.2011, 13:59 Uhr
Aus dem Ägyptischen Museum in Kairo sind bei den Unruhen, die am 11. Februar zum Sturz von Präsident Husni Mubarak geführt hatten, insgesamt 54 antike Kunstwerke gestohlen worden. Dies berichteten ägyptische Zeitungen unter Berufung auf den Chefkurator des Museums, Tarik al-Awady.
Unter den fehlenden Exponaten sind zwei vergoldete hölzerne Statuen des Pharaos Tutanchamun, sagte der Fachmann. Bislang hielt man die Verluste für geringer. Der damalige Chef der Altertümer-Verwaltung, Zahi Hawass, hatte von acht verschwundenen Kunstgegenständen gesprochen, von denen vier wieder aufgetaucht seien. Hawass wurde vor zehn Tagen seiner Ämter enthoben.
Die fehlenden Exponate waren am 28. Januar verschwunden, als Plünderer in das Museum eingedrungen waren. An jenem Tag waren die Sicherheitskräfte zunächst mit Schusswaffen gegen die Demonstranten am Tahrir-Platz vorgegangen und hatten sich dann überraschend aus dem Straßenbild zurückgezogen. In der Folge zogen Plünderer und Kriminelle durch Kairo.
Das Ägyptische Museum, mit der bedeutendsten Sammlung alter ägyptischer Kunst im Land, liegt unmittelbar am Tahrir-Platz. Nachdem bekanntgeworden war, dass Plünderer das Museum überfallen hatten, wurde es von Demonstranten und Militäreinheiten bewacht.
Quelle: dpa
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