30.08.2011, 17:29 Uhr
Schon wenige Stunden nach der Attacke in der Berliner U-Bahn soll der Schläger seine Tat bedauert haben. (Quelle: dpa)
Wenige Stunden nach dem Gewaltexzess im Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße hat ein 18-jähriger Gymnasiast einer Mitschülerin die Fußtritte gegen den Kopf seines Opfers gebeichtet. Dies berichtete die 17-jährige Zeugin im Prozess gegen den Gymnasiasten vor einer Jugendkammer des Berliner Landgerichts.
Auf einem Spielplatz habe der Mitschüler vorgemacht, wie er auf den Kopf seines Opfers eingetreten habe. Immer wieder habe er gefragt, "warum habe ich das getan". Dabei habe er auf Blut am Schuh und an seiner Hose gezeigt, er habe gezittert und geheult, sagte die Schülerin.
Der wegen versuchten Totschlags angeklagte 18-Jährige hat den Überfall zwar gestanden. Gleichzeitig gab er an, sich an die Tritte nicht erinnern zu können. Er sei in der Nacht zum Ostersamstag so betrunken wie noch nie gewesen.
Auf den Bildern aus Überwachungskameras ist zu sehen, wie der Schüler auf dem Bahnsteig der U6 einem Installateur zunächst eine Flasche ins Gesicht schlägt und dann viermal wuchtig auf den Kopf des am Boden liegenden Opfers eintritt. Der Handwerker kam schwer verletzt ins Krankenhaus, er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma.
Im Berliner Landgericht gibt Torben P. ein Geständnis zum Prozessauftakt ab. zum Video
Der Angeklagte hatte seinen Exzess als "Schweinerei" bezeichnet, er habe aber keine Erklärung für die Tat. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen hervorgerufen. Das heute 30-jährige Opfer braucht noch immer psychologische Betreuung. Der Berliner kann sich an den Angriff nicht erinnern.
Die 17-jährige Zeugin und der Angeklagte hatten sich vor dem Angriff auf einer Geburtstagsparty gesehen. Erst als sie in ihn gegen Morgen wiedertraf, habe er betrunkener gewirkt. Leicht lallend habe er erzählt, dass ihn ein Mann angemacht habe und er ausgerastet sei.
In der Schule sei ihr der 18-Jährige nicht durch Aggressionen aufgefallen, sagte die Schülerin. "Er ist kein harter Bursche, eher weich, verständnisvoll und leicht verletzbar."
Der kürzlich 19 Jahre alt gewordene Mitangeklagte wirkte nach Angaben der Zeugin schon bei der Party betrunken. Er hatte im U-Bahnhof einen Mann geschlagen, der das Opfer vor weiteren Misshandlungen gerettet hatte. Ihm werden gefährliche Körperverletzung und unterlassene Hilfe vorgeworfen.
Quelle: dpa
Verteufelt schrieb:
am 30. August 2011 um 21:25:47
(114)
(4)
nimme sauba!
Seine Mitschülerin versucht ihn doch nur zu retten! Weils ein Gymnasiast wird wohl versucht die Tatsache runterzudrehen!? bzw
wen interessiert es schon welchen bildungsgrad er hat? Der soll sein Abi im Knast machen!
mehr
Kommentar melden
Volksstimme schrieb:
am 30. August 2011 um 21:25:12
(85)
(3)
versuchter Mord
Es würde mich nicht wundern, wenn der Gesellschaft diese Art der auch hier zu erwartenden Rechtssprechung genug ist und sie
wieder zur Selbsthilfe in Form von Lynchjustiz greift. Wollen wir das wirklich?
mehr
Kommentar melden
CP schrieb:
am 30. August 2011 um 20:56:54
(127)
(14)
U-Bahn-Schläger
Es ganz doll bereuen und sich traurig mit Pippi inne Augen beim Opfer vor Gericht entschuldigen, dabei herzzerreissende
Szenen abspielen. Das hat nur den Sinn, um strafmildernd rauszukommen. Mehr nicht. Wer was verbockt hat, der muss die Suppe auslöffeln. Ich bezweifele aber, dass diese hohe Strafe andere abschrecken wird. Ich glaube die Zeiten vorbei. Könnten uns daher auch die Verhandlung mit Revisionen sparen. Sofort in Bunker für ewig, Eltern sorgen für Verpflegung, sind nicht unschuldig...
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS