06.04.2010, 08:52 Uhr | AFP
Einem in Saudi-Arabien wegen Hexerei verurteilten Fernsehmoderator aus dem Libanon droht womöglich die Hinrichtung. Nach Angaben des libanesischen Justizministers Ibrahim Nadschar setzten die saudiarabischen Behörden die ursprünglich für Freitag geplante Vollstreckung des Todesurteils jedoch zunächst aus.
Er habe der Mutter von Ali Sabat gesagt, dass sie sich vorerst keine Sorgen machen müsse, sagte Nadschar. Sabats Anwältin Mai al-Chansa hatte zuvor erklärt, sie habe aus inoffiziellen Quellen erfahren, dass Sabat am Freitag geköpft werden solle. Die saudi-arabischen Behörden wollten sich nicht zu dem Fall äußern.
Der 46-jährige Sabat hatte in einer Sendung im libanesischen Fernsehen, die auch in Saudi-Arabien ausgestrahlt wurde, die Zukunft vorausgesagt. Im Mai 2008 wurde er während einer Pilgerreise von der saudi-arabischen Religionspolizei in Medina festgenommen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurde der fünffache Vater im vergangenen Jahr wegen Hexerei zum Tode verurteilt. Nach Angaben seiner Anwältin scheiterte Sabat mit einer Berufung gegen sein Urteil, er könnte demnach aber noch begnadigt werden.
Internationale Nichtregierungsorganisationen prangern Saudi-Arabien regelmäßig wegen der Vollstreckung der Todesstrafe an. In dem streng islamischen Land gilt die Scharia, das islamische Recht. Mit dem Tode bestraft werden unter anderem Mord, Vergewaltigung, Abkehr vom Islam, bewaffneter Raub und Drogenhandel. Im November 2007 wurde ein in Saudi-Arabien als Apotheker arbeitender Ägypter enthauptet, der ebenfalls wegen Hexerei verurteilt worden war.
Quelle: AFP
max100 schrieb:
am 2. April 2010 um 16:16:23
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Hinrichtung
Sieht man mal zum Beispiel von der Hexerei und Intoleranz ab, so ist das in den USA auch nicht viel anders! Dort kann auch
Kindern durch den Staatsanwalt der Tod angedroht werden, wie gestern hier zu lesen war. Grund: ein 15 jähriges Mädchen nahm ihre 7 jährige Schwester mit zu einen Treffen mit mehreren Jugendlichen und Erwachsenen. Dort wurde die Siebenjährige mehrfach vergewaltigt. Jetzt droht der 15 jährigen die Todesstrafe. Auch in Deutschland wird die Todesstrafe all zu oft geforder
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Michael schrieb:
am 2. April 2010 um 15:59:39
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@ so isses
Du schreibst die Wahrheit, die nur keiner wahr haben will, weder unsere Politiker noch unsere Meinungsmacher, nur werden sie
wahrscheinlich die ersten sein, die dann die Auswirkungen Ihrer Toleranz-Faselei zu spüren bekommen. Gegen die schleichende, gefährliche Unterwanderung durch den Islam helfen nur Wachsamkeit und Härte, sonst wird alles, was nicht auf der Islam-Linie schwimmt von fundamentalistischen islamischen Querköpfen vernichtet.
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Wowbagger schrieb:
am 2. April 2010 um 15:43:53
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Hexerei
Religion ist und bleibt einfach Gift. Es ist in niemandens Namen soviel Grausames, soviel Elend und Unrecht geschehen, wie im Namen
Gottes, sei es der christliche, der islamische oder was immer für einer. Jeder Gottesbegriff gibt so eine schöne Ausrede her mit dem Denken aufhören zu können, oder erst gar nicht damit anzufangen.
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