28.06.2010, 14:39 Uhr
Israelische Militärflugzeuge dürfen nicht in den Luftraum der Türkei fliegen (Foto: dpa)
Die Türkei hat ihren Luftraum für israelische Militärflugzeuge gesperrt. Die Maßnahme sei nach Israels Militäraktion gegen eine Flotte mit Hilfsgütern für den Gazastreifen am 31. Mai verhängt worden, heißt es unter Berufung auf Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.
Zuvor hatte die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu von einem generellen Flugverbot für sämtliche Maschinen aus Israel berichtet.
Mindestens einem israelischen Militärflugzeug mit mehr als 100 Offizieren an Bord hat die Türkei bereits die Nutzung ihres Luftraums verwehrt, wie die israelische Zeitung "Jediot Ahronot" berichtete. Die Offiziere wollten zu einem Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz nach Polen fliegen. Die Maschine habe einen Umweg nehmen müssen, berichtete das Blatt. Regierungskreise in Ankara betonten allerdings, in Einzelfällen könnten Flüge auch künftig genehmigt werden.
Die israelischen Streitkräfte hätten offiziell nicht auf den Vorfall reagiert, um die Spannungen mit der Türkei nicht weiter anzuheizen. Zuvor war der türkische Botschafter aus Israel zurückgerufen und gemeinsame Militärmanöver abgesagt worden. Ankara fordert von Israel die Rückgabe der beschlagnahmten Schiffe, eine Entschädigung der Opfer und eine internationale Untersuchung des Zwischenfalls.
Israel setzte stattdessen eine eigene Untersuchungskommission ein, der allerdings zwei ausländische Beobachter angehören. Der Vorsitzende der Untersuchungskommission, Jacob Turkel, kündigte die Vorladung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an. Auch Verteidigungsminister Ehud Barak und Angehörige der Streitkräfte sollten vernommen werden.
Erdogan äußerte die Hoffnung, dass ein für Anfang Juli geplantes Treffen zwischen US-Präsident Barack Obama und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu einen "positiven" Effekt auf die israelische Haltung in der Angelegenheit haben könne. Zugleich erneuerte der Politiker die Kritik an dem Einsatz gegen die Gaza-Flotte. "Niemand kann davon sprechen, dass Israel angegriffen wurde", sagte Erdogan. "Wäre eine einzige Waffe gefunden worden, wäre das eine große Neuigkeit seitens Israel. Aber es gab keine Waffen."
Die türkisch-israelischen Beziehungen sind seit dem Vorfall äußerst angespannt. Ankara erwägt nach Angaben aus türkischen Diplomatenkreisen eine Herabstufung der diplomatischen Beziehungen mit Jerusalem. Bei dem Angriff in internationalen Mittelmeergewässern waren neun pro-palästinensische Aktivisten getötet worden, unter ihnen acht Türken und ein türkischstämmiger US-Bürger.
Quelle: AFP , dapd
Werner schrieb:
am 28. Juni 2010 um 19:48:58
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Türkei / Israel
Die israelische Regierung und ihre Militärs interessiert überhaupt nicht was Recht ist--Recht ist ihr Interesse -ihr
Vorteil !! und das in einem Land das sie okupiert haben...und nur halten können weil die internationalen Wirtschaftsinteressen , vor allem in den USA gesichert und weltweit gefürdert werden. Menschen die auf ihrer Seite den Rasen sprengen und auf der anderen Seite des Jordans ist kein Wasser mehr zum Leben, was wollen sie von von einer solchen Gesellschaft erwarten.
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Früh Will i schrieb:
am 28. Juni 2010 um 18:44:27
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Hallo Charly
. ..wie oft hätte dann die Nato schon eingreifen müssen wenn es galt in Grechenland Grenzverletzungen zu verhindern , oder
noch besser, zu ahnden?
Ja. ja , die Nato. Und was hat das mit Endogan zu tun?
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Melanie schrieb:
am 28. Juni 2010 um 18:11:25
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Die Palästinenser
sind doch auch nicht glücklich über die Hamas, viele der Palästinenser können weder lesen noch schreiben, sie müssen
alles annehmen was ihnen die Diktatur durch die Hamas vorsetzt.
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