30.08.2011, 17:00 Uhr
Der tropische Wirbelsturm hat in den USA und Kanada mindestens 40 Menschenleben gefordert.
Nach dem Abzug des früheren Hurrikans "Irene" ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 46 gestiegen. Im Nordosten der USA kämpft die Bevölkerung weiter mit Überschwemmungen und Stromausfällen. Erst nachdem der regenreiche Sturm bereits abgezogen war, trat das Wasser vieler Flüsse in Neuengland über die Ufer. Im Staat Vermont kam es nach Angaben des dortigen Gouverneurs Peter Shumlin zu den schwersten Überschwemmungen seit einem Jahrhundert. Auch im Staat New York kam es zu Überschwemmungen.
Unterdessen waren die öffentlichen Verkehrsmittel in New York City wieder fast vollständig in Betrieb, nachdem der Sturm entgegen vorherigen Vorhersagen die Metropole weniger hart getroffen wurde. Teile Long Islands mussten wegen überschwemmter Trassen jedoch weiter auf Zuganbindungen verzichten.
Die meisten Opfer des Tropensturms wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen oder von herabfallenden Starkstromleitungen tödlich getroffen. Aus elf US-Staaten an der Ostküste wurden 40 Tote gemeldet. Zuvor hatte der Tropensturm in der Dominikanischen Republik und in Haiti mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. In Puerto Rico wurde eine Frau getötet.
"Irene" führte vielerorts zu schweren Überschwemmungen, richtete aber weitaus geringere Schäden an als zunächst befürchtet. Nach vorläufigen Schätzungen liegen die Schäden bislang bei sieben bis zehn Milliarden Dollar (4,8 bis 6,9 Milliarden Euro).
Wegen "Irene" mussten 370.000 Menschen New York verlassen. Die Zurückgebliebenen trotzen dem Sturm mit Galgenhumor. zum Video
Der Sturm zog mit starken Winden von bis zu 90 Kilometern in der Stunde weiter nach Kanada. In der Provinz Quebec waren 165.000 Haushalte ohne Strom.
Über dem Atlantischen Ozean braut sich unterdessen möglicherweise ein weiterer Hurrikan zusammen. Die Schlechtwetterfront südlich der Kapverdischen Inseln wird sich Prognosen zufolge zum Tropensturm "Katia" entwickeln. Bis Donnerstag könne er Hurrikanstärke erreichen, teilte das US-Hurrikanzentrum in Miami mit. Noch sei es jedoch zu früh, vorherzusagen, ob "Katia" die USA treffen werde, sagte Behördensprecher Dennis Feltgen.
Quelle: dapd
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