29.11.2011, 14:08 Uhr
Aus Protest gegen den NATO-Luftangriff auf pakistanische Militärposten will Pakistan die Afghanistan-Konferenz in Bonn boykottieren. Ohne die Unterstützung des Nachbarn gilt es als extrem schwierig, Frieden und Stabilität in Afghanistan zu erreichen. Bei dem Angriff sind 24 pakistanische Soldaten getötet worden - die USA sprechen von einer Falle der Taliban.
Die Extremisten könnten den Angriff absichtlich provoziert haben, um die angeschlagene Beziehung zwischen Washington und Islamabad weiter zu schwächen, sagten US-Vertreter. Präsident Barack Obama bezeichnete den Tod der 24 pakistanischen Soldaten als Tragödie und kündigte Ermittlungen an.
Auslöser für den NATO-Angriff war amerikanischen Militärs zufolge eine Verwechslung. Wie aus Kreisen der US-Streitkräfte verlautete, wurde eine afghanisch-amerikanische Patrouille am Samstagmorgen von Taliban-Kämpfern mit Mörsern und Gewehren beschossen. Die Soldaten verfolgten den Feind in dem unübersichtlichen Grenzgebiet. Nach zwei Stunden Jagd hielten sie einen pakistanischen Grenzposten mit schweren Waffen für ein Lager der Extremisten.
Dem Gewährsmann zufolge fragte die Patrouille vor dem Angriff beim pakistanischen Militär nach, ob es Truppen in der Gegend habe. Das sei verneint worden. Daraufhin forderte die Patrouille Unterstützung aus der Luft an. Aufzeichnungen zufolge wurden bei dem Luftangriff Apache-Kampfhubschrauber und AC-130-Flugzeuge eingesetzt.
US-Militärs gehen davon aus, dass die Taliban den Ort absichtlich für ihren ersten Angriff wählten, um Verwirrung auszulösen und amerikanische und pakistanische Truppen dazu zu bringen, aufeinander zu feuern. Den US-Militärkreisen zufolge soll der endgültige Untersuchungsbericht am 23. Dezember vorgelegt werden. Afghanische und NATO-Soldaten dürfen Aufständische nicht über die Grenze nach Pakistan verfolgen.
Pakistan erklärte, die Luftangriffe hätten fast zwei Stunden gedauert - obwohl das pakistanische Militär von der NATO verlangt hätte, sie zu stoppen. Islamabad schloss nach dem Angriff zwei für die Versorgung der internationalen Truppen in Afghanistan wichtige Grenzübergänge und forderte die USA zudem auf, den Luftwaffenstützpunkt Shamsi in der Provinz Baluchistan zu räumen. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA soll den Stützpunkt als Basis für sein Drohnenprogramm gegen Kämpfer der Taliban und des Terrornetzwerks Al-Kaida in den pakistanischen Stammesgebieten nutzen.
Quelle: dapd , dpa
etap schrieb:
am 29. November 2011 um 20:26:57
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Luftangriff
Wer den USA glaubt muß verrückt sein!Noch schlimmer ist, das manche eben diese USA noch als Freunde bezeichnen,die unser Land
seit über sechzig Jahren besetzt halten
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Afghan Istan schrieb:
am 29. November 2011 um 20:26:33
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24 Soldaten
Welche Falle ?Da die Pakistani die Herren Taliban seit Jahren auch ausbilden, haben diese auch ähnliche Waffen, Abläufe und
Körpersprachen.Körperlich sind sie eh nicht zu unterscheiden.Warum die Aufregung?Könnten doch auch 24 Taliban gewesen sein.Ansonsten,Grenze abriegeln und den falsch spielenden Herrn Diktator aus Islamabad ähnlich Bin-Laden, „entfernen“.Das dieser Mensch „geil“ auf die Rohstoffschätzchen in Afghanistan ist und nur dafür diese Taliban-Bande schult sollte klar sein.
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Franz schrieb:
am 29. November 2011 um 19:40:04
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Tödlicher Luftangriff
Natürlich,ohne Taliban gäbe ei keine Luftangiffe. Oder ,ohne Luftangriffe gäbe es nicht so viele Taliban. Wer kennt
sich da noch aus. Da sollte man nur noch Drohnen für solche Angriffe benutzen. Die haben bisher immer das getroffen worauf sie programmiert waren. Menschliches Versagen, oder Übereifer gab es da nicht.
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