04.04.2011, 21:05 Uhr
Links eines der Fundstücke: ein Teil des Fahrwerks. Rechts ein Bild, das nach dem Absturz vor zwei Jahren entstand (Fotos: dpa) (Quelle: dpa)
Leichen, Triebwerke, Flügelteile: Fast zwei Jahre nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs über dem Atlantik mit 228 Toten nähren neue Funde die Hoffnung auf Aufklärung. Das Schiff "Alucia" mit seinen Tauchrobotern habe sie in einem neuen Suchgebiet geortet, erklärte die französische Unfallermittlungsbehörde BEA. Der Air-France-Flug AF 447 hatte am 1. Juni 2009 in einer Katastrophe geendet.
Frankreichs Verkehrsministerin Nathalie Kosciusko-Morizet sagte, auf dem Grund seien Leichen geortet worden und ein großer zusammenhängender Teil des Flugzeugs. "Identifizierungen sind möglich", erklärte sie dem TV-Sender France-Info. Wegen des hohen Drucks und der niedrigen Temperatur seien die Leichen der Opfer relativ gut erhalten. Ihre Bergung sei aber extrem kompliziert, sagte einer der Ermittler.
Wie viele Leichen mehr als 1000 Kilometer vor der brasilianischen Küste gefunden wurden, teilten die Behörden nicht mit. Nur 51 der Opfer wurden nach dem Unglück an der Wasseroberfläche entdeckt - nur ein kleiner Teil der Angehörigen konnte deshalb an einem Grab Abschied nehmen.
Es gebe gute Hoffnung, die Datenrekorder zu finden, die Messwerte und Cockpitgespräche aufzeichnen, betonte ein Sprecher des Flugzeugherstellers Airbus. "Nur mit der Bergung und dem Auslesen der Flugdatenschreiber wird sich letztendlich die Unglücksursache bestimmen lassen."
Fast zwei Jahre nach dem Absturz einer Air-France-Maschine haben Roboter im Atlantik Trümmerteile und Opfer gesichtet. zum Video
Die von den Tauchrobotern in 3000 bis 4000 Metern Tiefe fotografierten Wrackteile - Triebwerke und Flügeltrümmer - sind nach ersten Erkenntnissen gut erhalten. Sie liegen in einem Trümmerfeld dicht beieinander. Einen der Roboter hatte das Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, IFM Geomar, zur Verfügung gestellt.
Die quälende Ungewissheit der Angehörigen über die Absturzursache könnte nun bald ein Ende haben, glauben die Unfallermittler. Denn die Trümmer liegen relativ dicht beieinander - ein Hinweis darauf, dass der Jet nicht in der Luft, sondern erst beim Aufprall auf dem Wasser zerbarst.
Die Wahrscheinlichkeit, die wichtigen Black Boxes zu finden, wird als hoch angesehen. "Unklar ist noch, ob sie abgerissen wurden oder noch an einem Heckteil befestigt sind", sagte der Chefermittler der französischen Flugunfalluntersuchungsbehörde BEA, Alain Bouillard. Bisher habe man noch keine Zeit gehabt, die Bilder auszuwerten. In einem Monat sollen drei Schiffe - zwei französische, ein amerikanisches - an der Absturzstelle Wrackteile und hoffentlich auch die wichtigen Flugdatenschreiber bergen.
Der Fundort liegt nicht weit von der letzten Positionsmeldung des Unglücksjets. Hier hatte nach Medienberichten ein französisches Atom-U-Boot kurz nach dem Absturz Signale der Flugdatenschreiber empfangen. Sollten sie den Aufprall sowie den enormen Druck in der Tiefe schadlos überstanden haben, könnte ihre Auswertung wertvolle Hinweise auf die Absturzursache liefern.
Die erst vor wenigen Tagen begonnene vierte Suchaktion wird von Air France und Airbus mit insgesamt rund 9,2 Millionen Euro finanziert. Der zweistrahlige Airbus A330 war auf dem Weg von Rio nach Paris in einer Unwetterfront abgestürzt, nachdem die Geschwindigkeitsmesser und mehrere Geräte ausgefallen waren. 28 der 228 Opfer waren Deutsche.
Die automatisch gefunkten Meldungen des Jets und die aus dem Atlantik gefischten Wrackteile reichten nicht aus, die Ursache der Katastrophe zu klären. Ein erster Verdacht hatte sich auf die Pitot-Sonden zur Geschwindigkeitsmessung konzentriert. Nach Ansicht der BEA hätte deren Versagen allein jedoch kaum einen Absturz zur Folge haben können.
Quelle: dpa
Mark 2 schrieb:
am 4. April 2011 um 18:16:12
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Möchtegernexperten
@Magnum da gebe ich dir recht, hier wimmelt es nur so von selbsternannten Gurus.
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Magnum schrieb:
am 4. April 2011 um 17:57:04
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es
melden sich mal wiederl die Internet Flugspezialisten mit ihrer großen Wissen, um den Absturz.
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Pilotbello schrieb:
am 4. April 2011 um 17:50:38
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exacte Unfallursache
die exacte Unfallursache muss genau geklärt werden, denn liegt ein Pilotenfehler vor, muss die Fluggesellschaft
unbegrenzt haften und es geht um sehr viel Geld, sind gar wetterbedingte Ursachen, oder technische Fehler als Unfallursache auszumachen, bekoimmen die Hinterbliebenen nur die aus dem AITA-Abkommen vereinbarten 50 000,- € pro Person und nichts mehr.
Deshalb auch der ganze Aufwand.
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