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Times-Square-Bomber wäre fast entkommen

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Times-Square-Bomber wäre fast entkommen

05.05.2010, 13:46 Uhr | dpa

Bei der Verhaftung des 30-jährigen Terrorverdächtigen sind der Polizei offenbar Fehler unterlaufen, die beinahe zu einem Entkommen von Faisal Shahzad geführt hätten (Foto: dpa)

Durch eine Fahndungspanne und einen Fehler bei der Fluggesellschaft hat der Bombenleger vom Times Square fast entkommen können. Nach Angaben der "New York Times" hatten die Ermittler die Spur des schon identifizierten Faisal Shahzad für einige Zeit verloren. Unklar ist aber noch, für wie lange.

Inzwischen wurde der Mann wegen mehrfacher Verbrechen angeklagt, unter anderem wegen Terrorismus und des versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe. Ihm droht nach Angaben von US-Medien eine lebenslange Haftstrafe.

Wie kam Shahzad ins Flugzeug?

Noch nicht geklärt ist zudem, wie der 30-Jährige überhaupt an Bord des Flugzeugs kommen konnte, obwohl schon nach ihm gefahndet wurde. Shahzad war von den FBI-Beamten kurz vor Mitternacht in der Nacht zum Dienstag aus dem Flugzeug geholt worden. Die Ermittler selbst sprachen von einem Zugriff in buchstäblich letzter Minute. Im Verhör legte der Pakistaner, der seit vergangenem Jahr die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, ein Geständnis ab. Er gab außerdem zu, in Pakistan eine Sprengstoffausbildung erhalten zu haben.

Sprengsatz aus Propangas und Benzin

Ein Polizist hatte am Samstagabend nach dem Hinweis eines Straßenhändlers mitten auf dem New Yorker Times Square einen Geländewagen entdeckt, in dem ein Karton qualmte. Die Polizei räumte den Platz, auf dem es stets von Menschen wimmelt, und ließ den Wagen von Bombenexperten untersuchen. Die Spezialisten fanden einen Sprengsatz aus Propangasflaschen und Benzinkanistern, der jedoch nicht explodiert war. Der Platz wurde stundenlang gesperrt, Menschen kamen nicht zu Schaden.

"Tod und Zerstörung in das Herz Manhattans bringen"

"Wir haben von ihm nützliche Informationen bekommen", sagte US-Justizminister Eric Holder. "Es war klar ein Terrorangriff, um Amerikaner zu töten. An einem der belebtesten Plätze sollten so viele unschuldige Touristen und Theaterbesucher wie möglich ermordet werden", sagte Holder. "Er wollte Tod und Zerstörung in das Herz Manhattans bringen." In dem am Flughafen geparkten Auto des Terrorverdächtigen fand die Polizei eine Pistole und Munition. Der 30-Jährige beteuerte im Verhör, allein gehandelt zu haben. Shahzad war am 3. Juli vergangenen Jahres nach Karachi und am 3. August zurück in die USA geflogen.

Drei Verdächtige in Pakistan festgenommen

In Pakistan hat die Polizei nach dem Anschlagsversuch mindestens drei Menschen festgenommen oder verhört. Als Hauptverdächtiger gilt der Schwager Shahzads, wie die pakistanischen Behörden mitteilten. Zudem seien seine in Karachi lebende Mutter und der Schwiegervater verhört worden. In Karachi leben nach pakistanischen Angaben auch die Frau und die beiden Kinder Shahzads. Kurz vor ihrer Festnahme hatte die Mutter Shahzads Reportern berichtet, dass ihr Sohn bei einem Besuch im Sommer 2009 zusammen mit einem Freund in den Nordwesten Pakistans gereist sei. Die Region gilt als Hochburg islamischer Rebellen und als Rückzugsgebiet der Taliban aus dem benachbarten Afghanistan.

Dutzende Festnahmen wegen Terrorverdachts

Shahzad ist einer von einem Dutzend Ausländern mit US-Pass oder Greencard, die in den vergangenen zwei Jahren wegen Terrorverdachts festgenommen wurden. Unter ihnen ist der Pakistaner Daood Gilani, der in Chicago den Namen David Coleman Headley annahm und mit einem geplanten Anschlag auf eine dänische Zeitung in Verbindung gebracht wird, sowie der Busfahrer Najibullah Zazi aus Denver, der sich im Februar zu einem geplanten Attentat auf die New Yorker U-Bahn bekannte.

Polizeichef warnt vor weiteren Attentatsversuchen

New Yorks Polizeichef Raymond Kelly sagte nach der Festnahme, die Stadt könne "heute etwas beruhigter" sein. "Aber New York ist Amerika. Und sie werden wiederkommen und versuchen, uns zu töten."


Quelle: dpa

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Kommentare (3)

zum Forum

Thema: "Times-Square-Bomber wäre fast entkommen"

Ibrahud schrieb: am 5. Mai 2010 um 18:49:45
(0) (0) Terrorist
Man kann es nur immer wieder betonen - schließlich glaubt man es dann selbst - der Islam ist eine durch und durch friedliche
Religion in der sich alle gegenseitig umarmen und Küsschen geben. Den Allesverstehern hier sei es ins Poesiealbum geschrieben, Dialog mit dem Islam, gar Annäherung der Standpunkte ist ein gut gepflegte Gutmenschenillusion.
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sally schrieb: am 5. Mai 2010 um 12:33:35
(0) (0) US Bomber
Got sei Dank, daß man diesen widderlichen Menschen gefasst hat. Wir sind jedes Jahr in den USA( New York) und man ist leider
nirgendwo mehr sicher, egal wo man ist. Ich hoffe nur das dieser Mistkerl seine gerechte Strafe bekommt und nie wieder frei kommt.
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Monsun schrieb: am 5. Mai 2010 um 11:36:31
(0) (0) Terrorist
Solche unauffälligen Fanatiker wird es leider immer geben. Nirgendwo kann man sich sicher fühlen.

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