22.11.2010, 09:05 Uhr
Tiger vor dem Aussterben: Haben 3200 Exemplare weltweit unter 6,9 Milliarden Menschen noch eine Chance? (Foto: imago)
Die Zeit für den Tiger läuft ab: Nur noch rund 3200 Exemplare streifen durch die Wildnis. Auf Einladung von Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin beraten jetzt Politiker auf einem "Tigergipfel", wie der Mensch die imposante Großkatze retten kann.
Zu dem internationalen Gipfeltreffen in der russischen Stadt St. Petersburg haben sich ranghohe Politiker angekündigt. Unter anderem kommen US-Außenministerin Hillary Clinton, Weltbank-Präsident Robert Zoellick und Chinas Regierungschef Wen Jiabao in die frühere Zarenmetropole. Bei dem viertägigen Treffen soll ein politischer Rahmen zur Rettung der größten Raubkatzen der Erde vereinbart werden. Laut einem Beschlussentwurf wollen die 13 Länder, in denen Tiger heute noch frei leben, die Zahl der Tiere bis 2022 verdoppeln.
Das Treffen ist nach Angaben der Umweltorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) die erste Konferenz, auf der Regierungschefs über das Schicksal einer einzigen Tierart beraten. Am Dienstag soll ein Rettungsprogramm verabschiedet werden. Schätzungen zufolge sind mindestens 255 Millionen Euro nötig, um den Lebensraum der Tiger auszuweiten und gleichzeitig Schmuggler und Wilderer wirkungsvoll zu bekämpfen.
Erst vor wenigen Tagen war im Fernen Osten Russlands einer der dort freilebenden rund 450 Amur-Tiger erschossen worden. Wildhüter nahmen die Jäger zwar fest, allerdings drohen ihnen nur vergleichsweise geringe Strafen. Und im nordindischen Tigerreservat Sariska wurde nach Informationen des Internationalen Tierschutzfonds IFAW am Mittwoch ein Bengalischer Tiger vergiftet aufgefunden.
"Die Situation für die Tiger wird immer dramatischer", kommentierte Vivek Menon, Leiter des IFAW in Indien. "Die Zeit für die Tiger läuft ab. Wenn wir nicht schnell handeln, wird es in Freiheit bald keines dieser prächtigen Tiere mehr geben."
Nach Recherchen von WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN stellen vor allem Schwarzmärkte in der Grenzregion zwischen Birma, Thailand und China ein Drehkreuz des Tigerschmuggels dar. Der WWF veröffentlichte anlässlich der Konferenz einen Report zu dem illegalen Handel mit Tigerteilen. Darin werde belegt, wie auf Schwarzmärkten der Grenzregion Teile von Tigern offen angeboten würden, berichtete der WWF am Freitag in Frankfurt am Main.
Diese Märkte zögen vor allem Touristen aus China an, die sich mit Tigermedizin, Glücksbringern aus Tigerkrallen oder auch Fellen versorgten. "Wer das Überleben der Tiger sichern will, muss diese Schwarzmärkte austrocknen", betonte der Artenschutzchef des WWF Deutschland, Volker Homes.
Wildhüter setzen hier auch auf den Einfluss der USA, wo Schätzungen zufolge weit über 10.000 Tiger in Gefangenschaft leben - und damit deutlich mehr als weltweit in freier Wildbahn. Die Anwesenheit von Clinton in St. Petersburg unterstreicht das Interesse Washingtons. Für Deutschland nimmt ein Staatssekretär im Bundesumweltministerium am Gipfel in der Stadt an der Newa teil.
Quelle: dpa
Bianka D. schrieb:
am 20. November 2010 um 16:38:10
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Tigergipfel in Russland
Na da bin ich mal gespannt. Denn wenn Herr Putin das wirklich möchte, wäre es mit einem Handstreich auch getan!
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Stefan schrieb:
am 20. November 2010 um 16:31:47
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@immen
Die Zahl der Menschen explodiert durch arme Menschen, die den Globus leer fressen, inklusive der Tiger? Den Globus fressen eher die
reichen Industrienationen leer, die Raubbau an der Natur betreiben, die Luft verpesten usw. Unsere Aufgabe wäre es, den armen Völkern zu helfen in Sachen Familienplanung, also Schwangerschaftsverhütung, Aufklärung über Aids, Kondome etc. Aber da hat ja dieser überflüssige Papst was dagegen.
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Josef schrieb:
am 20. November 2010 um 15:31:41
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Tiger
Super Mrs. Präsident. Endlich mal was Gutes. Sie behandeln die Tiere besser, als unsere Kanzlerin die eigenen Bürger. Müssen bis 67
Frondienste leisten, dürfen bei den Wahlen nur Kreuze machen. Uns geht es beschissen.
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