08.08.2006, 10:02 Uhr
Eine Panda-Mutter im chinesischen Wolong-Reservat hat einen doppelten Rekord aufgestellt: Sie gebar das schwerste Baby, das je in Gefangenschaft auf die Welt kam. 218 Gramm brachte der blinde Winzling auf die Waage, normal sind 83 bis 190 Gramm. Die Körperfülle des Nachwuchses führte zur bisher längsten verzeichneten Geburt: Die sechsjährige Zhang Ka mühte sich 34 Stunden, so dass die Tierärzte im Panda-Forschungszentrum sogar einen Kaiserschnitt in Betracht zogen.
Foto-Serie
Einfach tierisch
Winzlinge mit Schwanz
Neugeborene Pandabären sind winzig im Vergleich zu den Eltern, die bis zu 160 Kilo schwer werden. Bei der Geburt sind sie mit feinen, weißen Haaren bedeckt und haben im Gegensatz zu erwachsenen Tieren noch einen Schwanz. Die Nesthocker öffnen erst nach 40 bis 60 Tagen die Augen. Auch die charakteristische Färbung entwickeln sie erst später.
Pandas in BerlinYan Yan und Bao Bao wollen keine Kinder
Streng geschützte Art
Der große Panda oder auch Bambusbär zählt zu den seltensten und am meisten gefährdeten Tieren der Erde. Nach amtlichen chinesischen Angaben leben noch 1590 der Pflanzenfresser in freier Wildbahn, größtenteils in den Bergwäldern von Sichuan. Ihr Bestand ist unter anderem durch den Bau von Straßen gefährdet, die das natürliche Verbreitungsgebiet durchziehen.
Bären vermehren sich nicht
Sorgen bereitet den Biologen aber auch die notorische sexuelle Unlust der Bären. In Forschungszentren wie dem von Wolong leben etwas mehr als 180 Riesenpandas, die zur Zucht teilweise künstlich befruchtet werden.
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