Ein 53-jähriger Kanadier hat eigenen Angaben zufolge den Angriff eines Grizzlybären überlebt, weil er sich tot stellte. Das 400 Kilo schwere Tier hatte den Mann in der Wildnis des Bella Coola Tals im Westen Kanadas von hinten angefallen und in die Arme und in den Kopf gebissen.
Kanadier in Todesangst
"Ich dachte: Oh mein Gott, hoffentlich ist es bald vorbei", berichtete der Mann zwei Wochen nach der Attacke am Sonntag im US-Nachrichtensender CNN. "Das einzige, was ich tun konnte, war mich tot zu stellen."
Auf Fotosafari unterwegs
Der Mann war allein in dem abgelegenen Tal in der Provinz British Columbia unterwegs, weil er Fotos für ein Ingenieurprojekt machen wollte. Während der Attacke versuchte er, nicht zu schreien und sich wie ein Baby zusammenzurollen.
Bär deckte Mann zu
"Die Schmerzen waren unerträglich. Ich dachte, er frisst mein Gehirn", sagte der 53-Jährige. Schließlich ließ der Bär von ihm ab, deckte sein Opfer teilweise mit Erde und Zweigen zu und trollte sich - vermutlich, um später zu seiner Beute zurückzukommen.
Tiefe Narben
Der Mann konnte sich mit letzter Kraft zu seinem Auto schleppen und musste noch etwa 25 Kilometer bis zum nächsten Ort fahren. Ein Hubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus nach Vancouver. Im Fernsehen zeigte der 53-Jährige seine tiefen Narben, seinen rechten Arm hatte der Bär fast durchbissen. "Wenn ich mich nicht tot gestellt hätte, wäre ich jetzt nicht mehr am Leben. Das weiß ich sicher", sagte er.