09.09.2010, 17:55 Uhr | DDP
Erfurt (dapd-lth). Thüringens Innenminister Peter Huber (CDU) will die staatliche Kontrolle über das Glücksspiel beibehalten. Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum staatlichen Wettmonopol in Deutschland müsse nun schnellstens ein neuer Staatsvertrag erarbeitet werden, sagte Huber am Donnerstag in Erfurt. Das Urteil dürfe "keinen Freibrief für Zocker darstellen". Ziel müsse sein, "weiterhin die öffentliche Kontrolle über das Glücksspiel auszuüben und die Suchtprävention noch stärker zur Geltung zu bringen". Gleichzeitig müsse der Staat auch in Zukunft an den Erträgen beteiligt werden, um mit diesen Mitteln den Sport oder soziale Projekte fördern zu können.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte am Mittwoch das bestehende deutsche Monopol für Lotterien und andere Glücksspiele gekippt. Laut Gericht sind solche Wettmonopole jedoch grundsätzlich zulässig, um die Spielsucht zu bekämpfen. In Deutschland werde dieses Ziel aber nicht konsequent verfolgt.
dapd
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