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Althaus plant Rückkehr ins Amt für 20. April
30.03.2009, 11:29 Uhr
Thüringens Ministerpräsident Althaus geht für die CDU bei den Landtagswahlen als Spitzenkandidat ins Rennen (Foto: imago)
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus plant nach Angaben seines Sprechers die Rückkehr in die Staatskanzlei für den 20. April. Zu diesem Zeitpunkt wolle der 50-jährige CDU-Politiker die Amtsgeschäfte als Regierungschef wieder übernehmen, sagte Regierungssprecher Fried Dahmen und bestätigte damit Berichte Thüringer Medien: "Das letzte Wort haben jedoch die Ärzte."
Althaus, der bei einem Skiunfall am Neujahrstag in Österreich eine schwere Kopfverletzung erlitt, hatte seine offizielle Rückkehr in die Politik bisher für die Zeit zwischen Ostern und Anfang Mai angekündigt.
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Ministerpräsident noch in Behandlung
Bei dem Unfall war Althaus mit einer 41-jährigen Frau zusammengestoßen, die an ihren Verletzungen starb. Althaus wurde in Österreich wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von rund 33.000 Euro verurteilt. Nach seiner Rückkehr aus einer Klinik am Bodensee in der vergangenen Woche in seine thüringische Heimatstadt Heiligenstadt unterzieht sich der Ministerpräsident derzeit einer ambulanten Reha-Behandlung.
CDU muss Mehrheit verteidigen
Die Kontakte zur Regierung, die derzeit von Finanzministerin Birgit Diezel (CDU) geleitet wird, seien seitdem enger geworden, sagte Dahmen. Althaus war im März in Abwesenheit zum Spitzenkandidaten der CDU für die Landtagswahl am 30. August gewählt worden. Für seine Partei geht es dabei um die Verteidigung ihrer knappen absoluten Mehrheit.
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Linke sehen sich in guter Position
Der Spitzenkandidat der Linken in Thüringen, Bodo Ramelow, bekräftigte unterdessen den Anspruch seiner Partei auf die Machtübernahme nach der Landtagswahl im August. "Der traurige schwarze Filz muss weg", sagte Ramelow am Freitag auf dem Landesparteitag in Arnstadt. "Die CDU-Regierung hat die Grundlage in diesem Land verloren." Nach 19 Jahren "schlechten Regierens" müsse sie in die Opposition gehen.
Wahlziel: 30 Prozent
Die Linke habe das Ziel, mit mindestens 30 Prozent der Wählerstimmen die Regierung im Freistaat zu übernehmen und grundlegende Veränderungen einzuleiten. Über mögliche Koalitionen wird nach den Worten Ramelows erst nach der Wahl entschieden. Nach dem Wahlsieg werde die Linke möglicherweise die SPD und die Grünen zu Gesprächen über eine gemeinsame Reformregierung einladen. Entscheidend werde sein, welche Partei zu grundlegenden Veränderungen im Land bereit sei.
Kritik an Althaus: "Schlechte Seifenoper"
Zuvor hatte der Landesvorsitzende Knut Korschewsky Ministerpräsident Althaus wegen dessen öffentlichen Auftretens nach seinem Skiunfall scharf kritisiert. "Die Inszenierung war eine ganz schlechte Seifenoper", sagte er. Schlimmer könne man die Reputation und Glaubwürdigkeit eines Ministerpräsidenten nicht beschädigen.
Quelle: dpa
, dapd