21.10.2011, 11:02 Uhr
Kurz vor Ende seiner Haftstrafe wegen Entführung des Millionärs Jan Philipp Reemtsma muss sich Thomas Drach wegen Anstiftung zur räuberischen Erpressung verantworten. (Quelle: dapd)
Der Reemtsma-Entführer Thomas Drach hat sich vor dem Hamburger Landgericht zum Verbleib des Lösegeldes aus der Entführung des Tabakkonzern-Erben geäußert.
Er habe seinem jüngeren Bruder fünf bis sechs Millionen Schweizer Franken gegeben, die er waschen sollte, sagte Drach. Auf die Frage, ob noch Geld da sei, erklärte der Angeklagte: "Weiß ich auch nicht." Sein Bruder habe das Geld in Wertpapiere investieren sollen: "Wer das Geld im Endeffekt bekommen hat, weiß ich nicht."
Bei der Anhörung nach zwei Dritteln seiner Haftzeit im August 2007 hat Drach nach Angaben der Vorsitzenden Richterin Ulrike Taeubner 450.000 Dollar geboten, um vorzeitig aus der Haft entlassen zu werden. Diese Summe habe Drach als "Wiedergutmachung" zahlen wollen.
Drach habe bei der Anhörung angegeben, er habe Zugriff auf dieses Geld. Am Montag erklärte Drach dagegen, das Geld nicht mehr zu haben.
Seit der Entführung des Hamburger Sozialforschers Jan Philipp Reemtsma im Jahr 1996 ist der Großteil des Millionen-Lösegeldes nicht wieder aufgetaucht. Die Vermutungen, er habe ein Bankschließfach in Spanien, bezeichnete Drach als "Spinnereien". "Ich habe kein Konto in Spanien, das wäre mittlerweile ja wohl aufgedeckt worden."
Sein Bruder sei sein "Angestellter", den er mit der Geldwäsche beauftragt habe. Er habe dafür 100.000 Dollar im Jahr als Gehalt bekommen.
Der 51 Jahre alte Drach muss sich wegen versuchter Anstiftung zur räuberischen Erpressung vor dem Landgericht verantworten. Er soll aus der Haft heraus versucht haben, über Dritte seinen Bruder zur Herausgabe der noch versteckten Millionen aus dem Lösegeld für den Tabakkonzern-Erben Jan Philipp Reemtsma zu nötigen.
Quelle: dpa
chucki schrieb:
am 17. Oktober 2011 um 20:00:56
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Drach
Eine Augenbinde?so was Unwürdiges!Das ganze ist doch eine Farce!
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Drachme schrieb:
am 17. Oktober 2011 um 19:31:38
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@tonitoninocheinmal
ja, genau... Und deshalb fühlen sich die Menschen so wohl, wenn das Gericht rechtspricht und nicht selten aus dem Täter
ein Opfer macht, dabei aber die eigentliche Opfer vergisst. Aber was solls... vielleicht passiert Ihnen das ja auch mal, ich meine die wirkliche Opferrolle. Dann können sie ja die tolle Unabhänigkeit der Gerichte erleben... Oder gehören sie zur Rechtsverdrehergilde?
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tonitoninocheinmal schrieb:
am 17. Oktober 2011 um 19:13:55
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Drach
Zum Glück ist die Justiz in Deutschland vom Volk unabhängig!!! Hier werden ja Meinungen vertreten, die sind eines Rechtsstaates
unwürdig. Mein Gott, was unterstes Stammtisch-Geplapper!!!
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