
01.11.2010, 10:27 Uhr
Thilo Sarrazin kritisiert die von der SPD geplante Migrantenquote (Foto: ddp) (Quelle: ddp)
Wegen seiner Integrationsthesen wurde Thilo Sarrazin heftig kritisiert - jetzt keilt er zurück: In einem verbalen Rundumschlag attackiert der Bestsellerautor seine Kritiker von Kanzlerin Merkel bis SPD-Chef Gabriel. Besonders heftig greift er Bundespräsident Wulff an.
Der frühere Bundesbank-Vorstand und SPD-Politiker Thilo Sarrazin rechnet ab: "Ich habe mein Amt aufgegeben, weil nach der beispiellosen Kampagne aus der Spitze des Staates ein gedeihliches Arbeiten im Vorstand der Bundesbank nicht mehr möglich gewesen wäre", sagte Sarrazin im Interview mit "Bild am Sonntag". "Ich habe keinen Streit angefangen, sondern schwierige Sachverhalte schlüssig dargelegt. Der Zorn kam nicht von mir, sondern von meinen Gegnern in Politik und Medien."
Sarrazin weiter: "Wer, wenn nicht einer wie ich - 65 Jahre alt, politisch erfahren und ohne materielle Bedrohungsängste - soll denn in Deutschland unangenehme Wahrheiten aussprechen? Manchmal habe ich den Eindruck, wir sind auf dem Weg in die Duckmäuser-Republik."
Scharf kritisierte Sarrazin das Verhalten von Bundespräsident Christian Wulff während seines Türkei-Besuchs: "In der Türkei wurde und wird der christliche Glaube bestenfalls geduldet. Die Zahlen sprechen da eine deutliche Sprache: Gab es 1914 noch 25 Prozent Christen in der Türkei, sind es heute gerade noch 0,2 Prozent.
Und an der deutschen Schule in Istanbul ist seit einigen Jahren der Deutschunterricht in den unteren Klassen verboten. Der Bundespräsident hat über diese nicht sehr erfreulichen Zustände eine Harmonie-Kitsch-Sauce gegossen."
Wulffs Äußerungen in der Islam-Debatte wies Sarrazin zurück: "Es ist falsch zu sagen, dass der Islam zu Deutschland gehört", meinte er. "Die deutsche Kultur ist weitgehend ohne Bezug auf den Islam entstanden. Die Tatsache, dass bei uns Millionen Mitbürger islamischen Glaubens leben, ändert daran nichts. Ministerpräsident Erdogan hat die Türken hier vor einer Anpassung an Deutschland gewarnt."
Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach Sarrazin das Sachinteresse für die Integrationsdebatte ab: "Angela Merkel hat nicht nur mein Buch kritisiert, sie hat auch die Bundesbank indirekt aufgefordert, mich aus dem Vorstand zu entfernen. Außerdem hat sie öffentlich erklärt, dass sie mein Buch nicht gelesen hat und auch nicht lesen wird. Daran mögen Sie das Interesse der Kanzlerin an der Sache, um die es hier geht, ablesen."
Zu Forderungen von SPD-Chef Sigmar Gabriel, Ausländer, die sich nicht anständig benehmen, auszuweisen, sagte Sarrazin: "Wer sich auf dem Kurfürstendamm in der Nase bohrt, kann sicher nicht ausgewiesen werden. Aber im Ernst: Ich warte ab, was von den aktuellen Äußerungen aus der Politik opportunistische Anpassung an eine auch durch mein Buch offenkundig gewordene Stimmung und was ernst gemeinter Handlungswille ist. Das gilt für alle Parteien. Die Gleichheit der Reaktionen in Union und SPD beobachte ich mit Amüsement."
Quelle: Spiegel Online
K.Lehmann schrieb:
am 30. Oktober 2010 um 16:41:08
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Einer der mal den Mund aufmacht
Lass nicht nach Hr. Sarazzin , bleib sachlich und konsequent dann wird der Erfolg in der Bevölkerung dir recht geben
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Schnelli schrieb:
am 30. Oktober 2010 um 16:39:02
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Sarrazin
Diese Politiker in der Regierung wissen doch nicht wo die Leute der Schuh drückt,es interessiert sie auch nicht.Nur vor einer Wahl
da kommen sie aus ihren Löchern heraus ,sind plötzlich volksnah wenn sie Rosen und Sonnenblumen verteilen um nach der Wahl wieder in ihren alten Trott,(was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"),weiter zu wurschteln.Man bräuchte mehr Sarrazins.
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Celine schrieb:
am 30. Oktober 2010 um 16:38:36
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Stern TV Sarrazin - Türkin
Beim Stern TV mit G.Jauch hat man gesehen was da auf uns zu kommt. Die Türkin hat keinen Anstand ist Herrn
Sarrazin immer wieder frech ins Wort gefallen hat ihn nicht aussprechen lassen frech wie Oskar sagt man bei uns. 20 Jahre in Deutschland und nichts dazu gelernt, auf solche Leute können wir gern verzichten. Liebe Türken bleibt doch in eurem schönen Land und laßt uns in Frieden leben.
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