01.09.2011, 10:40 Uhr
Der Körperscanner im Einsatz am Flughafen Hamburg (Quelle: dpa)
Der Einsatz von Körperscannern an deutschen Flughäfen ist zumindest nach Ansicht des innenpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Dieter Wiefelspütz, für die nächsten Jahre vom Tisch. "Die Ergebnisse des Hamburger Tests sind niederschmetternd", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Scanner hatte bei seinem jüngsten Probelauf eine Fehlerquote von über 50 Prozent. Anscheinend ist die Software das Problem.
Die Bundespolizei will die Entwicklung auf diesem Gebiet weiter eng begleiten, "so dass wir hoffentlich bald Geräte zur Verfügung haben, die sowohl unseren hohen Sicherheitsansprüchen genügen als auch dem Passagieraufkommen Rechnung tragen", sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU).
In Deutschland wurden die Körperscanner von September 2010 bis Juli 2011 am Hamburger Flughafen auf freiwilliger Basis erprobt. 809.000 Passagiere ließen sich während der Testphase durchleuchten. Ursprünglich war der Versuch nur für sieben Monate geplant, dann wurde er um drei Monate verlängert. Insbesondere am Anfang war die Fehlerquote sehr hoch, zum Ende der Testphase ließen die Mängel etwas nach. Bei 31 Prozent der Passagiere wurde kein Alarm ausgelöst, bei 69 Prozent waren Nachkontrollen erforderlich. Bei 54 Prozent wurde überflüssiger Alarm ausgelöst. Um in den Feldversuch zu gehen sei eine Fehlerquote von "deutlich unter 50 Prozent" nötig, verlautete aus dem Innenministerium.
So wurde etwa bei Falten in der Kleidung oder starkem Schweiß unter den Achseln Alarm ausgelöst. Passagiere, die bei dieser elektronischen Prüfung aufgefallen waren, mussten danach aufwändig per Hand abermals kontrolliert werden. Das verzögerte die Passagierabfertigung statt sie zu beschleunigen - ein wichtiges Ziel, das der Scanner verfehlte. Grundsätzlich halte man aber an den Scannern fest, falls die Software in der Lage ist, die Fehler auszusortieren, hieß es.
Die in Hamburg eingesetzten Geräte vom Typ L-3 ProVision ATD arbeiten mit aktiver Millimeterwellentechnik - etwa wie eine Wärmebildkamera. Der Scanner produziert keine Körperbilder mit Konturen, sondern zeigt eine Art Strichmännchen an. Sollten verdächtige Gegenstände vorhanden sein, wird an der betreffenden Stelle ein gelbes Quadrat auf dem Piktogramm angezeigt. Körperscanner mit Röntgenstrahlen werden in Deutschland nicht verwendet. Nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) können die Körperscanner "ein geschultes Auge nicht ersetzen und lediglich das Instrumentarium der Sicherheit im Flugverkehr ergänzen".
Auslöser für den bundesweit ersten und bislang einzigen Feldtest war der vereitelte Sprengstoffanschlag eines Nigerianers auf ein US-Passagierflugzeug Ende 2009. Der Mann hatte den Sprengstoff in seiner Unterhose versteckt. Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte daraufhin entschieden, den Ganzkörperscanner zu testen, der beispielsweise in den USA bereits zum Einsatz kommt. Seit Mitte 2009 hatte die Bundespolizei verschiedene Geräte im Labor in Lübeck getestet.
Quelle: dpa , dapd
F.K. schrieb:
am 1. September 2011 um 14:56:46
(4)
(3)
Hinter allem steck viel mehr
Das war nur ein Vorlauf,ein Test!Die Dinger kommen!Genauso wie wir alle bald einen Chip bekommen werden!Die
Mautbrücke von unserem irrsins Mautsystem haben auch die Aufgabe JEDES Nr.Schild zu scannen und zu speichern!Darum hat man damals unbedingt dieses Milliardensytem gewollt und nicht eine günstige Alternative!Der Fingerabdruck im Perso/Reisepass von uns,soll verindern das ausländische "Terroristen" einreisen!WAS?Denkt hier überhaupt noch einer der Bevölkerung nach!?
mehr
Kommentar melden
brueggeresch schrieb:
am 1. September 2011 um 13:36:46
(3)
(0)
Ach, unsere volksentfernten
Politiker aller Couleur erfinden immer was neues: Körperscanner, Biosprit E10, Glühlampenverbot und Errichtung
des (Gift)lampenmonopos, Bankenrettung (Pardon: Eurorettung), Umweltzonen, die nichts bringen als Kosten (für den Verbraucher), usw. usw. usw.
mehr
Kommentar melden
BB schrieb:
am 1. September 2011 um 13:09:12
(2)
(0)
Scanner
Mir soll mal einer erklären, ob diese Dinger auf lange Sicht nicht ernsthafte Schäden verursachen. Vor ein paar Jahren gab es
große Entschädigungen für Funktechniker der Armee, die z.B. in Radarstationen einer hohen Belastung von Strahlung im ähnlichen Spektralbereich ausgesetzt waren. Außerdem, warum geht eine Mikrowelle aus, wenn man die Tür öffnet? Weil die Strahlung im Innern für Menschen gefährlich ist. Auch bei niedriger Leistung ist alles nur eine Frage der Zeit. Viel Spaß mit Bonusmeilen
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video