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Terrorismus: Detroit-Planer saßen angeblich in Guantanamo

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Detroit-Planer saßen angeblich in Guantánamo

29.12.2009, 20:40 Uhr

Jemen: Protestaktion in der Hauptstadt Sanaa gegen das US-Gefangenenlager Guanánamo (Foto: Reuters) Jemen: Protestaktion in der Hauptstadt Sanaa gegen das US-Gefangenenlager Guanánamo (Foto: Reuters)Zwei von insgesamt vermutlich vier Drahtziehern des vereitelten Flugzeugattentats von Detroit sollen ehemalige Insassen des Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba sein. Die aus Saudi-Arabien stammenden Häftlinge Nummer 333, Muhamad Attik al-Harbi, und Nummer 372, Said Ali Shari, seien Anfang November 2007 an ihr Heimatland überstellt worden, berichtete der US-Fernsehsender ABC unter Berufung auf Regierungsbeamte und Dokumente des US-Verteidigungsministeriums.

Die Häftlinge hätten später Führungsrollen im Terrornetz Al-Kaida im Jemen übernommen. In einem im Januar 2009 veröffentlichten Propagandavideo der Organisation seien sie mit dem mutmaßlichen Ex-Privatsekretär von Osama bin Laden, Abu Basir Naser al-Wahishi, erschienen.

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Nach Kunsttherapie entlassen

In Saudi Arabien hätten sie dann zunächst an einer Kunsttherapie zur Rehabilitierung teilgenommen, bevor sie auf freien Fuß gesetzt worden seien, meldete der Fernsehsender weiter. Nach einem Bericht der Zeitung "Wall Street Journal" untersuchen US-Ermittler, ob frühere Guantánamo-Insassen aus dem Jemen und Saudi-Arabien an den Planungen für den Detroit-Anschlag beteiligt waren.



"Ihr werdet bekommen, was ihr fürchtet"

In dem Bekennerschreiben des Terrornetzes zu den Anschlagsplänen von Detroit kündigte die Organisation von Osama bin Laden weitere Anschläge an. "Ihr werdet bekommen, was ihr fürchtet", heißt es in der Internet-Botschaft, die amerikanische Anti-Terror-Ermittler für glaubwürdig halten. Der Botschaft des im Jemen ansässigen Regionalzweiges der Organisation "Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel" war ein Foto des aus Nigeria stammenden verhinderten Attentäters Umar Farouk Abdulmutallab beigefügt. Der 23-Jährige soll am 8. Januar im US-Staat Michigan vor Gericht erscheinen.



Obama droht Terrorgruppen

In seinen ersten öffentlichen Äußerungen seit dem versuchten Anschlag drohte Obama internationalen Terrorgruppen. Seine Regierung werde nicht ruhen, bis alle an den Plänen Beteiligten zur Verantwortung gezogen seien, sagte er in seinem Urlaubsort auf Hawaii. Die USA würden "jedes Element unserer Macht als Nation" nutzen, um Extremisten zurückzuschlagen, die die USA bedrohen - "ob sie aus Afghanistan oder Pakistan, dem Jemen oder Somalia sind, oder von wo auch immer sie Attacken auf US-Boden planen".



Quelle: dpa

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