17.11.2011, 16:42 Uhr
Über die Rolle des ehemaligen hessischen Verfassungsschützers Andreas T., der in seinem Dorf nur „Kleiner Adolf" genannt wurde, in der rechtsextremistischen Mordserie um die Terrorgruppe NSU herrscht Unklarheit. Angeblich soll der Mann jahrelang einen V-Mann beim rechtsextremen "Thüringer Heimatschutz" geführt haben, dem die Mitglieder der späteren Zwickauer Terrorzelle angehört hatten. Dies berichtete bild.de unter Berufung auf parlamentarische Kreise. Eine offizielle Stellungnahme der hessischen Behörden gab es dazu zunächst nicht.
Der Verfassungsschützer war im April 2006 in einem Internetcafé in Kassel gewesen, kurz bevor dort die tödlichen Schüsse auf den türkischstämmigen Betreiber fielen.
Es war die letzte Bluttat in der Serie von Morden an Türken und Griechen, die mutmaßlich von der Zwickauer Terrorzelle verübt worden sind. Die Staatsanwaltschaft Kassel hatte 2006 ermittelt, den Verfassungsschützer aber von einer möglichen Verwicklung in den Mord entlastet.
In einem Ermittlungsverfahren gegen den Mann 2006 waren nach Angaben von bild.de bei einer Hausdurchsuchung neben rechtsradikalen Schriften auch Waffen gefunden worden. Zudem habe die Polizei "verbotene Munition" entdeckt. Der Beamte wurde daraufhin suspendiert und arbeitet heute im Regierungspräsidium Kassel. Außerdem erhielt er einen Strafbefehl in Höhe von 40 Tagessätzen à 20 Euro.
Nach Angaben in Hessen arbeitete der Verfassungsschützer als V-Mann-Führer - allerdings im Bereich Ausländerextremismus. Wie bild.de berichtet, gehörte zu seinen V-Leuten auch ein Mitglied der rechtsextremen türkischen "Grauen Wölfe".
Dagegen sieht der neue Generalbundesanwalt Harald Range keine Anhaltspunkte für eine Zusammenarbeit des Verfassungsschutzes mit der rechtsextremen Zwickauer Zelle. Bei der Durchleuchtung des Umfeldes der Gewaltverbrecher seien bislang keine Anhaltspunkte dafür gefunden worden, sagte Range. "Selbstverständlich gehen wir jedem greifbaren Hinweis nach, der uns bei er Aufklärung der Taten und der Ermittlungen möglicher Hintermänner und Helfershelfer weiterbringen könnte."
Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass der Kasseler Mord von der Zwickauer Terrorzelle begangen wurde. Zu der Zelle gehörten nach bisherigen Erkenntnissen die beiden nach einem Banküberfall tot aufgefundenen Uwe. B. und Uwe M. sowie die inhaftierte Beate Z. Die Gruppe soll seit 2007 von Holger G. unterstützt worden sein, gegen den am Montag ebenfalls Haftbefehl erlassen worden war.
Ein weiterer Verdächtiger, der Vermieter der Wohnung der Zwickauer Terrorzelle, Matthias D., soll nach Angaben seines Anwaltes dagegen nichts mit den blutigen Taten der Neonazis zu tun haben. "Er hat ihnen lediglich aus Hilfsbereitschaft und Naivität Wohnungen untervermietet", sagte Anwalt Jörg Klaus Baumgart dem Online-Magazin stern.de. Zugleich bestritt er, dass sein Mandant zur rechtsextremen Szene gehört. Dies steht im Widerspruch zu einer anderen Aussage. Ein früherer Schulkamerad hatte dem ARD-Magazin "Fakt" berichtet, dass Mathias D. schon seit Jahren ein überzeugter Neonazi sei.
Die Zwickauer Wohnungen der drei Terrorverdächtigen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe waren immer auf den Namen Matthias D. gemietet worden. Er wurde deswegen schon von der Polizei vernommen, wie sein Anwalt stern.de. bestätigte. Den Kontakt zu den beiden Männern des Trios habe ein gemeinsamer Freund im Jahr 2003 hergestellt.
Es gebe da zwei Personen, die Schulden hätten und deshalb keine Wohnung mieten könnten, habe dieser Freund gesagt. "Mein Mandant wurde dann gebeten, eine Wohnung in Zwickau in der Polenzstraße zu mieten und an die beiden Personen unterzuvermieten", sagte Baumgart.
Matthias D. sei auf die Bitte eingegangen und habe lediglich verlangt, in der Wohnung hin und wieder übernachten zu dürfen. Auch eine zweite Wohnung in der Frühlingsstraße in Zwickau sei von D. angemietet und untervermietet worden. Bis zum Tod von Mundlos und Böhnhardt habe D. aber nie deren wirkliche Namen erfahren, sagte der Anwalt.
Quelle: dpa , AFP
Baumfreundin schrieb:
am 17. November 2011 um 21:15:31
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@Heinrich
Wollen Sie die linken Schreihälse mit den rechten Mördern vertgleichen ? Zumal es in der Geschichte unseres Landes noch weit
mehr rechte Morde und Brandanschläge gab.
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Rose schrieb:
am 17. November 2011 um 21:12:41
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@Tim
Es wird keiner bestreiten , das es in jedem Land ein Naziproblem gibt. Es macht die Verbrechen aber niocht besser.
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Rose schrieb:
am 17. November 2011 um 21:10:54
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@Christian
Die Vorbereitung,Durchführung und Sicherung des G8 ( Treffen mit den Oberangsthasen Bush) war eine Sternstunde der DEmokratie
.Haben Sie die Rahmenbedingungen vergessen ?
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