17.11.2011, 11:10 Uhr
Tatort Kassel im April 2006: Hier ermordeten Mitglieder der rechten Zwickauer Terrorzelle NSU den Betreiber eines Internetcafés (Quelle: dpa)
Bei den Morden des rechtsextremen Trios aus Zwickau war offenbar doch kein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes am Tatort. Die Darstellung eines angeblichen Bewegungsprofils des Mannes sei falsch, sagte die Vorsitzende der Parlamentarischen Kontrollkommission des Wiesbadener Landtags, Nancy Faeser (SPD). Der Mann sei einer Überprüfung zufolge bei vier der Morde definitiv nicht anwesend gewesen.
Bei vier weiteren Tatorten gehe "man davon aus, dass er nicht anwesend war", so Feser. Im neunten Fall, dem Mord an einem türkischen Internetcafé-Besitzer, sei die Frage nicht endgültig zu klären. Bei der Frage gehe es "um Sekunden", sagte die Innenpolitikerin.
Die Kontrollkommission für den Verfassungsschutz war am Abend von Vertretern des Landespolizeipräsidiums und des Landesverfassungsschutzes über die neuesten Entwicklungen im dem Fall informiert worden. Anwesend war dabei auch Innenminister Boris Rhein (CDU).
Nach Angaben von Faeser wurde die Kommission "offen und umfassend" informiert. Die neuen Erkenntnisse gingen auf staatsanwaltschaftliche Ermittlungen aus dem Jahr 2006 zurück. Die bei dem Mann gefundenen rechten Schriften hätten offensichtlich "aus der Jugendzeit" gestammt. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass er diese Gesinnung noch später vertreten habe, sagte Faeser. Der Mann arbeite heute im Regierungspräsidium in der Finanzverwaltung.
Erstaunt äußerte sich Faeser indes über die Informationspolitik des damaligen Innenministers und heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier von der CDU: Alle Erkenntnisse hätten schon 2006 vorgelegen, seien damals aber nicht an die Parlamentarische Kontrollkommission weitergeleitet worden.
Quelle: dapd
Nachrechner schrieb:
am 17. November 2011 um 18:21:46
(2)
(0)
Zitat:
"Der Mann sei einer Überprüfung zufolge bei vier der Morde definitiv nicht anwesend gewesen."
Na gut, will mich mal glauben.
Aber dem Trio werden ja 10 Morde vorgeworfen. Also war der V-Mann bei den restlichen Morden anwesend oder sogar der Täter? Warum wird nichts von Beate Z. berichtet. Wenn sie sich einen Anwalt genommen hat und sich selbst stellt, wird sie doch nicht zum Schweigen die Justiznähe suchen. Oder mußte sie befürchten, daß sie auch zur "Selbstmordkandidatin" wird?
mehr
Kommentar melden
Jörg schrieb:
am 17. November 2011 um 14:26:41
(1)
(2)
Terrorgruppe und Selbstmordtheorie?
Zwei gemeinsame Selbstmorde bei über Jahre hinweg erfolgreichen jungen Verbrechern einer unliebsamen
Szene sind eher unwahrscheinlich. Wo bleibt die Aufklärung des tatsächlichen Geschehens, anstatt nachträglich medienwirksam nach Spuren begangener Verbrechen zur Erledigung ungeklärter Fälle zu forschen. Eine Zeugin schweigt bisher, kennt sie den V-Mann oder war sie es selbst, um ihre Affären zu beenden?
mehr
Kommentar melden
Peter AM schrieb:
am 17. November 2011 um 14:23:37
(2)
(1)
Ablenkungsmanöver
Die Berichterstattung zur Sache ist zum Medienspektakel verkommen und lenkt von wochenlangen Themen anderer Verbrecher
für Schulden-/Staatskrise ab. Hat Deutschland von Griechenland bezüglich Verschleierung gelernt? Wie tief haben die dtsch. Sicherheitsorgane geschlafen oder sind sie in der NSU aktiv? Wieviel davon ist glaubhaft, wie viel ist Ablenkungsmanöver zur Vertuschung von Wahrheiten. Verschont uns mit Märchen, denn wir zweifeln an euerem Tun schon länger
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr