08.02.2011, 09:24 Uhr
Terror und Kaukasus-Konflikt: Der Tschetschenen-Führer und Islamist Doku Umarow (hier in dem Bekennervideo) will den Anschlag am Moskauer Flughafen angeordnet haben (Foto: dpa)
Der tschetschenische Top-Terrorist Doku Umarow hat in einer Video-Botschaft die Verantwortung für den Anschlag auf den Moskauer Flughafen Domodedowo vor gut zwei Wochen übernommen. Er habe die Tat angeordnet, sagt der oft als "Bin Laden Russlands" bezeichnete Umarow in dem Clip, der am späten Montagabend auf der Website kavkazcenter.com veröffentlicht wurde.
Auf dem Flughafen Domodedowo waren vor gut zwei Wochen 37 Menschen getötet worden, darunter ein Deutscher. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Umarow drohte mit weiteren solchen Selbstmordanschlägen.
Die Bluttat von Moskau bezeichnete der 46-Jährige Terroristenchef als Vergeltung für die "russischen Verbrechen im Kaukasus". Die Muslime in der Region befänden sich "im Krieg gegen die russische Besatzungsarmee", sagte Umarow in dem mehr als 16 Minuten langen Video, das vom Tag des Anschlags, dem 24. Januar, datiert. In der Aufnahme ist Umarow in Tarnjacke und mit schwarzer Mütze vor dunklem Hintergrund zu sehen. Nach Angaben der Website kavkazcenter.com wurde das Video am Montag per E-Mail übermittelt.
Schon in einer ersten Video-Botschaft, die am Sonntag auf derselben Internetseite veröffentlicht worden war, hatte Umarow gesagt, dass radikale Untergrundkämpfer aus dem Nordkaukasus "einen Bruder" zu einer "speziellen Operation" nach Moskau geschickt hätten. Dabei hatte er aber den Flughafen Domodedowo aber nicht ausdrücklich erwähnt. Den Russen prophezeite er außerdem "ein Jahr voller Blut und Tränen". Dies werde geschehen, sollte das Land die autonome Region im Nordkaukasus nicht aufgeben. Weiter erklärte Umarow, er könne auf 50 bis 60 potenzielle Selbstmordattentäter zurückgreifen.
Eine Überwachungskamera des Flughafens hat den verheerenden Moment des Attentats aufgezeichnet. zum Video
Bei dem Anschlag auf den Moskauer Flughafen hatte sich ein Selbstmordattentäter am 24. Januar im Ankunftsbereich in die Luft gesprengt und 36 Menschen mit in den Tod gerissen. Auch ein 34 Jahre alter Kölner kam ums Leben, eine 36-jährige Deutsche wurde verletzt.
Umarow war schon direkt nach der Tat von den russischen Ermittlern als Verdächtiger genannt worden. Er hatte sich 2010 zu dem Blutbad mit 40 Toten in der Moskauer Metro bekannt - auch damals auf der tschetschenischen Internetseite kavkazcenter.com.
Der international zur Fahndung ausgeschriebene Umarow nennt sich auch "Emir vom Kaukasus" und kämpft nach eigenen Angaben für einen islamischen Gottesstaat im russischen Nordkaukasus. Regierungschef Wladimir Putin hat gedroht, ihn jagen und töten zu lassen.
Quelle: dpa
ewald schrieb:
am 8. Februar 2011 um 15:40:31
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manfred
Treffende Worte,, das braucht man nicht weiter Kommentieren ..
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Lernfähiger schrieb:
am 8. Februar 2011 um 15:38:46
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"Jahr voller Blut und Tränen"
Diese Überschrift, so ist zu befürchten, stimmt! Anscheinend gibt es auch so´ ne und solche
Selbstmordattentäter. In Russland, so die Medien, sind es anscheinend keine guten. Und alle nicken wohlwollend dazu. Die Forderung sollte statt dessen lauten: Beseitigt die Ursachen dafür, das sich Menschen selbst und andere Menschen umbringen müssen!!! Und bastelt nicht politisch an Wirkungen. Nach PISA bekäme diese Gesellschaft eine glatte „5“!
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jeremy schrieb:
am 8. Februar 2011 um 14:33:35
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@ Cleoptatras Sciwegermutter
Da beteiligen sich diese Dschihadisten Deppen an einem Krieg. Gehen extra von Deutschland dorthin in
Terrorcamps.
Aber neeeeein, man darf sie natürlich nicht abknallen… vermutlich weil es ja gaaaanz arme und unterdrückte Minderheiten sind?
Stehen Islamisten jetzt unter Artenschutz?
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