
15.02.2011, 14:31 Uhr
Bei den Protesten in Teheran steckten Demonstranten Mülltonnen in Brand. (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Im Iran ist bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Oppositionsanhängern einem Bericht zufolge ein Mensch erschossen worden. Mehrere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben von Augenzeugen schoss die Polizei in Teheran Tränengas und Farbkugeln auf die Demonstranten, die einem Aufruf zu einer Solidaritätskundgebung mit den Protesten in Ägypten und Tunesien gefolgt waren. US-Außenministerin Hillary Clinton unterstützte die Demonstranten und rief Irans Regierung dazu auf, ihr Regime zu öffnen und freie Meinungsäußerung zuzulassen.
Der Nachrichtenagentur Fars zufolge wurde in Teheran bei den Protesten ein Passant erschossen, mehrere weitere wurden verletzt. "Elemente des Aufruhrs" und der "terroristischen Söldnergruppe" der Volksmudschahedin hätten das Feuer auf Zivilisten eröffnet, so Fars.
Augenzeugen zufolge versammelten sich tausende Demonstranten in kleinen Gruppen nahe des Asadi-Platzes im Westen des Zentrums. In Anspielung auf Präsident Mahmud Ahmadinedschad riefen sie "Tod dem Diktator". Einige setzten demnach Mülltonnen in Brand. Bei den Protesten, die wenige Tage nach den offiziellen Feiern zum 32. Jahrestag der Revolution 1979 stattfanden, handelte es sich um die größte Demonstration gegen die Regierung seit einem Jahr.
Wie die Oppositionswebseite Rahesabz.net berichtete, riefen die Demonstranten "Ya Hossein, Mir Hossein" zur Unterstützung des bei den Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 unterlegenen Reformkandidaten Mir-Hossein Mussawi. Nach Angaben von Mussawis Webseite Kaleme.com wurden in Teheran unbestätigten Berichten zufolge hunderte Demonstranten verhaftet. Augenzeugen zufolge war die Polizei an zentralen Plätzen und nahe der Universität massiv verstärkt worden.
Die Oppositionsführer Mussawi und Mehdi Karubi hatten eine Kundgebung aus Solidarität mit den Protestbewegungen in Ägypten und Tunesien beantragt. Obwohl die Regierung die Proteste gegen die Machthaber in Kairo und Tunis unterstützte, verbot sie diese Veranstaltung. Die Oppositionswebseiten riefen dennoch zu Kundgebungen auf. Um ihre Teilnahme zu verhindern, stellte die Polizei Mussawi und Karubi nach Angaben der Opposition unter Hausarrest.
Clinton sagte am Montag, sie wünsche "der Opposition und den mutigen Menschen auf den Straßen überall im Iran dieselben Möglichkeiten", wie die Ägypter sie sich erkämpft hätten. "Wir denken, dass es ein Bekenntnis zur Öffnung des politischen Systems im Iran geben muss, um die Stimmen der Opposition und der Zivilgesellschaft zu hören."
In der Folge der umstrittenen Wiederwahl von Staatschef Ahmadinedschad im Juni 2009 war der Iran von wochenlangen Massenprotesten erschüttert worden. Die Sicherheitskräfte gingen massiv gegen die Demonstranten vor. Dutzende Menschen wurden getötet, tausende festgenommen und zahlreiche Aktivisten und Sympathisanten der Opposition zu teils langen Haftstrafen verurteilt.
Quelle: AFP , dpa
Pedro schrieb:
am 15. Februar 2011 um 17:30:45
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Teheran
Deutschland sollte sich da ganz schnell raus halten oder wollen die die ganzen arabischen Länder und Afrikaner die da unten Stress
haben alle aufnehmen? Wir haben selber genug Probleme und in Kürze auch auch kein mehr da wir inzwischen die halbe Welt verhalten. Für die Deutschen ist kein Geld da aber für die vielen Ausländer die uns Zugrunde richten werden. Lange wird das Ganze nicht mehr gehen und dann haben wir nämlich die gleichen Probleme wie die da unten die uns überhaupt nichts angehen!!
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Free Willy schrieb:
am 15. Februar 2011 um 16:32:53
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Weiterleitung der Tunesier
Warum sollen die erfolgreichen Revolutionäre sinnlos in Lampenduster herumsitzen? Sofort in den Iran weiterleiten. Dort können sie echt helfen!!
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Heuer schrieb:
am 15. Februar 2011 um 15:55:07
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@ MIBA
Völlig richtig. Und bitte die Kirche nicht vergessen, die in Europa über 1000 Jahre gewütet und geschlachtet hat. Der Prozess im
Nahen Osten wird kommen, aber es wird lange dauern.
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