29.11.2011, 18:41 Uhr
Iranische Demonstranten dringen in der Hauptstadt auf Gelände vor.
In der iranischen Hauptstadt Teheran haben hunderte Demonstranten das Gelände der britischen Botschaft gestürmt. Sie kletterten über eine Mauer auf das Grundstück der Vertretung und tauschten die britische durch eine iranische Fahne aus - Polizei und Spezialkräfte schritten zu spät ein. Dann schienen die Polizisten die Situation wieder im Griff zu haben, bis die vor allem studentischen Randalierer erneut in das Hauptgebäude vordrangen. Anscheinend verbrannten sie dort Akten. Währenddessen stürmten Iraner ein Gelände der britischen Vertretung im Norden der Stadt. Sicherheitskräfte konnten sechs Mitarbeiter der Botschaft aus den Händen von rund 200 Studenten befreien, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars.
Der Iran-Experte der Grünen, Omid Nouripour, hatte die Lage in der Botschaft als dramatisch geschildert. Es gebe Grund, um das Leben der Diplomaten zu fürchten, sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion. Unter den angeblichen Demonstranten seien auch Kräfte, die bei der brutalen Niederschlagung der iranischen Demokratiebewegung aktiv gewesen seien. Offenbar versuchten die Hardliner im iranischen Regime, mit dieser Aktion vom Zerwürfnis in der Führung des Landes abzulenken.
Die Studenten verbrannten in der Botschaft die britische Flagge und rissen Bilder der britischen Königin Elisabeth II. von den Wänden. Dann hissten sie die iranische Flagge als Zeichen des Sieges und erklärten das Botschaftsgelände zum iranischen Staatseigentum.
Auf dem zweiten Gelände im Norden befinden sich Gästehäuser für britische Diplomaten sowie eine britische, eine französische und eine deutsche Schule - die wurde nach Angaben des Auswärtigen Amtes ebenfalls "in Mitleidenschaft gezogen".
Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von dem Sturm auf die Botschaft. Die Randalierer warfen Fensterscheiben mit Steinen ein und zündeten britische und israelische Flaggen an. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Polizei und den Eindringlingen, die "Tod für England" riefen. Mitarbeiter der Vertretung flohen durch den Hinterausgang.
Die Demonstranten verlangten die Schließung der Botschaft und nannten sie in Sprechchören eine "Spionagehöhle" - mit demselben Wort hatten Demonstranten 1979 die US-Botschaft bezeichnet. Infolge von Unruhen war damals die Botschaft besetzt und 52 US-Geiseln waren für 444 Tage im Gebäude festgehalten worden. Seitdem unterhält Washington keine diplomatischen Beziehungen mit Teheran.
Die Gewalt entwickelte sich aus einem Protest gegen die kürzlich in Kraft getretenen britischen Sanktionen im Atomstreit mit dem Iran. Das Parlament in Teheran hatte wegen der Sanktionen die Ausweisung des britischen Botschafters und die Abberufung des iranischen Botschafters aus London beschlossen. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars ist die Erstürmung eine Reaktion auf den Tod eines Atomwissenschaftlers. Demnach sollen israelische und britische Geheimdienstmitarbeiter den Iraner Majid Shahriari auf den Tag vor einem Jahr getötet haben.
Die britische Regierung hat die Zwischenfälle scharf verurteilt. "Wir sind entsetzt darüber", heißt es in einem Statement des britischen Außenministeriums. "Es ist absolut inakzeptabel, und wir verurteilen das." "Nach internationalem Recht hat die iranische Regierung die klare Pflicht, Diplomaten und Botschaften in ihrem Land zu schützen, und wir erwarten, dass sie umgehend handeln, um die Situation unter Kontrolle zu bringen und die Sicherheit unseres Personals und unseres Eigentums sicherzustellen", heißt es in dem Statement des Ministeriums weiter.
Am Sonntag hatte das iranische Parlament über einen Gesetzentwurf entschieden, wonach der britische Botschafter aus Iran abgezogen und die diplomatischen Beziehungen zu London eingeschränkt werden sollen. Auslöser war eine Entscheidung der britischen Regierung, im Atomstreit mit dem Iran die Sanktionen zu verschärfen.
Quelle: AFP , dpa
Gerd schrieb:
am 29. November 2011 um 21:28:16
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@Radikal
Du solltest noch einmal genau recherchieren ...
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Solidar schrieb:
am 29. November 2011 um 21:26:10
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Demokrate Menschenrechtler
Ich war selber ein Soldat während des Krieges Iran/ Iran. Amerikanische, Österreichische und leider auch
deutsche Firmen habe Massenvernichtungswaffen an Saddam Hossein geliefert, die er gegen Iran einsetzte. Ich will Euch nicht erzählen, wie die Opfer dieser Angriffe aussahen. Es ist unglaublich, was auch demokratische Westländer bereit sind wegen Wirtschaftlich Vorteile zu machen. Es riecht nach Krieg und beim Krieg geht es nur ums Geld. Lasst Euch von Volksverdummung nicht beeindrücken.
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nikki schrieb:
am 29. November 2011 um 21:21:47
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@Eva
Gebe dir nur zu 98% Recht. 2% sehe ich anders. 1. die Nachrichten sagen nicht was wir wissen wollen, sondern das was die wollen das wir
es glauben und 2. Manipuliert wird nicht erst seit 1932 sondern schon ewig und weltweit
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