01.02.2012, 13:56 Uhr
Wegen der stundenlangen Entführung einer Frau im Kofferraum seines Taxis droht einem 57-Jährigen in Hamburg eine mehrjährige Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft forderte vor dem Landgericht der Hansestadt drei Jahre und zehn Monate Gefängnis. Der 57 Jahre alte Mann habe sich der Freiheitsberaubung, Bedrohung, Körperverletzung und Beleidigung schuldig gemacht, hieß es in den Plädoyers der Staatsanwaltschaft und des Opferanwaltes als Nebenklagevertreter. Das Urteil wird am Freitagnachmittag erwartet.
Der Beschuldigte habe sich nicht nur einer Vielzahl an Tatbeständen schuldig gemacht, sondern auch eine schwere psychische Gesundheitsschädigung des wehrlosen Opfers in Kauf genommen, sagte die Staatsanwältin. Sie verzichtete jedoch darauf, den Entzug des Führerscheins zu fordern.
Der Anwalt des Opfers, eine 33-jährige Erzieherin, setzte in seinem Plädoyer eine Haftstrafe von mindestens vier Jahren an und bestand hingegen auf den Entzug der Fahrerlaubnis. Der Taxifahrer habe ohne erkennbares Motiv auf grausame Art und ohne jedes Mitleid gehandelt.
Die Verteidigung des 57-Jährigen forderte eine Haftstrafe unter drei Jahren. Der Anwalt des Fahrers bekannte, ihm sei ein solches Vergehen nie zuvor untergekommen. Diese Einmaligkeit des Falls dürfe aber kein Anlass für ein härteres Strafmaß sein. Sein Mandant habe sich während der Ermittlungen und im Prozess stets kooperativ verhalten und bereue seine Tat.
Dies betonte der Angeklagte am Schluss des Verhandlungstages auch noch einmal selbst. "Ich habe mein Unrecht eingesehen. Ich kann mir nicht erklären, wie ich so verrückt sein konnte und das auch noch in meinem Alter. Es tut mir leid", so der 57-Jährige.
Der Beschuldigte soll sein Opfer am 4. September 2011 kurz nach dem Zusteigen ins Taxi bedroht und geschlagen sowie anschließend fast sechseinhalb Stunden in den Kofferraum gesperrt haben. Die 33-Jährige wurde schließlich von der Schwägerin des Angeklagten und der alarmierten Polizei vor dem Wohnhaus des Fahrers im schleswig-holsteinischen Hasloh aus dem Kofferraum befreit.
Quelle: dapd
Dafür schrieb:
am 1. Februar 2012 um 18:05:01
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Taxi
Vier Jahre in einem ordentlichen deutschen geheizten freigängerischen tischtennisfähigen Strafvollzug mit Dario, fernseher, Internet
ist schon in Ordnung. Außerdem kommt er ja schon nach zweieinhalb Jahren wieder raus, wegen guter Führung und so. Alternativ könnte man ihm aber anbieten, ein halbes Jahr in einem Kofferraum eingesperrt zu sein. Das fände ich fair. Essen gibts durch ne Nummernschildklappe und Hofgang ist nicht.
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