03.09.2010, 17:00 Uhr
Taliban-Kämpfer trainieren an einem unbekannten Ort in Afghanistan. (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Die Taliban-Rebellen in Afghanistan sind offenbar durch den Kampf der NATO-Truppen gegen den Drogenhandel in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
"Wir haben Informationen, die darauf schließen lassen, dass die Aufständischen in einer Finanzkrise stecken", sagte US-General Richard Mills in einer Videokonferenz aus Afghanistan. Die Aufständischen müssten zurzeit mit weniger als der Hälfte der Geldmittel auskommen, die ihnen vor einem Jahr zur Verfügung gestanden hätten. Mills befehligt die internationalen Truppen in der südlichen Provinz Helmand, die für die Taliban eine der Hauptanbauregionen von Mohn ist.
Nach Angaben des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (ONUDC) wurden in Afghanistan im vergangenen Jahr fast 7000 Tonnen Opium produziert. Das entspricht mehr als 90 Prozent der weltweiten Produktion. Opium dient der Herstellung von Heroin.
Quelle: AFP
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