
19.11.2011, 18:32 Uhr
Ein Demonstrant präsentiert eine Büste des vorherigen syrischen Machthabers Havez al-Assads, des Vaters von Baschar, als Trophäe (Quelle: Reuters)
Die Türkei und Frankreich haben dem Regime in Syrien mit weiteren Strafmaßnahmen gedroht, falls es die Gewalt gegen die Opposition fortsetzt. Sollte Präsident Baschar al-Assad nicht auf Forderungen der Arabischen Liga eingehen, werde die Türkei weitere Sanktionen unterstützen, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu in Ankara bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem französischen Amtskollegen Alain Juppé.
Für die Assad-Regierung sei es "zu spät", um weiter an der Macht zu bleiben, sagte Juppé. "Das Regime wollte kein Reformprogramm in Gang setzen, und jetzt ist es zu spät." Der französische Außenminister war am Donnerstag vornehmlich zu Beratungen über Syrien in die Türkei gereist und hatte in Istanbul Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und Außenminister Davutoglu getroffen.
Beim weiteren Vorgehen seien die Türkei und Frankreich voll und ganz auf einer Linie, sagte Juppe. "Wir müssen weiter Druck machen." Jeder Militäreinsatz sei aber nur mit Zustimmung des UN-Sicherheitsrates möglich. Zuletzt gab es auch Berichte über türkische Pläne für eine militärische Pufferzone auf der syrischen Seite der Grenze. Dazu wollte sich Davutoglu nicht äußern.
Die Arabische Liga hatte dem syrischen Regime am Mittwochabend drei Tage Zeit gegeben, um einem Protokoll für die Überwachung des Abzugs der Armee aus den Städten durch arabische Beobachter zuzustimmen. Sollte dies nicht geschehen, wollen die Araber Wirtschaftssanktionen verhängen. Die Kämpfe in Syrien sind in den vergangenen Tagen trotz der Bemühungen arabischer Diplomaten unvermindert weitergegangen.
Angesichts der zunehmenden Aktivitäten von Deserteuren der syrischen Armee drohe eine "Entwicklung hin zu einem Bürgerkrieg", sagte der türkische Außenminister. Die "Massaker" müssten sofort gestoppt werden, forderte Davutoglu.
Bei einem der spektakulärsten Angriffe auf syrische Sicherheitskräfte seit Beginn der Proteste hatten Armeedeserteure am Mittwoch eine Militärbasis des Geheimdienstes bei Damaskus angegriffen. Die im Sommer gegründete Freie Armee Syriens hat inzwischen einen provisorischen Militärrat gegründet, der den Sturz der Regierung von Staatschef Assad und den Schutz der Zivilbevölkerung zum Ziel hat.
Quelle: dpa , AFP
Sigi schrieb:
am 18. November 2011 um 18:00:43
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Syrien
Ich frage mich was der Westen bezweckt, wenn er den Nahen Osten so destabilisiert? Oder provoziert man bewußt einen grösseren
militärischen Konflikt um von den eigenen Krisen, Schulden und beginnenden Unruhen abzulenken?
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Ultas schrieb:
am 18. November 2011 um 15:30:49
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Syrienartikel
Tolle reaktion der USA gestützt durch NATO /UN/ UNO und anderen
hilfbereitren nationen/arabische liga/israel.
ich hoffe nur
DEUTSCHLAND wird sich da raushalten.es wäre so ein
sinnloser krieg wie in IRAK/AFGHANISTAN /LIBYEN und weiter.
hauptsache die rüstungsindustrie BRUMMT.
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Detti schrieb:
am 18. November 2011 um 15:29:26
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Damaskus wird Fallen
dafür wird Frankreich und die Nato sorgen, bloß Deutschland wird wohl wieder unentschlossen hinterher laufen. Da hat
dieses Deutschland keine Eier in die Hose. Man wir haben eine Finanz- und Wirtschaftskrise...alles kaput hauen und dann wieder aufbauen das schafft Ablenkung von eigenen Problemen und gibt neue Aufträge f Konzerne...ich weiß dies ist sehr zynisch geschrieben aber so wird die Realität sein...jede Industriestaat will für sich das meiste herausholen.
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