
08.02.2012, 12:39 Uhr
Die Streitkräfte des Präsidenten versuchen, die Kontrolle über die Stadtteile der Protesthochburg zurückzuerlangen.
Mit militärischer Macht und Milizenterror versucht das syrische Regime den Willen der Aufständischen in der Stadt Homs zu brechen. Aktivisten berichteten am Mittwoch, das Viertel Baba Amro sei unter Beschuss genommen worden. Sie sprachen von Dutzenden von Toten. Drei Familien seien zudem von Milizionären in ihren Häusern massakriert worden, hieß es.
Die Eindringlinge hätten 20 Menschen mit Messern getötet. Wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit für Medienvertreter in Syrien ist es schwer, derartige Angaben zu überprüfen.
Die Karte zeigt den Innenstadtbereich von Homs mit den Zonen der Proteste und den Bombenzielen des Militärs. (Quelle: dapd)Die sogenannten Revolutionskomitees meldeten, Angehörige des syrischen Geheimdienstes hätten im Libanon nahe der Grenze zwei junge Männer aus der Stadt Homs verschleppt. Sie seien vom Geheimdienst der Luftwaffe zurück nach Syrien gebracht worden. In Berlin waren zuletzt zwei mutmaßliche syrische Spione festgenommen worden, die Oppositionelle ausgeforscht haben sollen.
Bei den Angriffen ist auch ein Aktivist getötet worden, der für mehrere westliche Medien tätig war. Der unter dem Pseudonym "Omar der Syrer" arbeitende Mazhar Tayyara sei bei den Angriffen in der Nacht zum Samstag getötet worden, berichtete ein Freund Tayyaras am Dienstag.
Dem Freund zufolge half der 24-Jährige während der Angriffe auf das Stadtviertel Chalidija Verletzten, als er selbst getroffen wurde. Er sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er drei Stunden später gestorben sei.
Tayyara war als freier Mitarbeiter für mehrere Medien tätig, darunter auch der britische "Guardian" und "Die Welt". Als Reporter war er im Satellitensender Al-Dschasira und auf CNN zu sehen. Gelegentlich arbeitete er auch für den Video-Dienst der Nachrichtenagentur AFP.
Regimetreue syrische Truppen haben offenbar außerdem in der südlichen Provinz Daraa eine Offensive gegen fahnenflüchtige Soldaten gestartet. Wie der Nachrichtensender Al-Arabija unter Berufung auf das oppositionelle syrische Medienzentrum der Protesthochburg berichtete, gingen die Streitkräfte in mehreren Regionen ähnlich massiv gegen Regime-Gegner vor, wie in Homs.
Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter hatte zuvor gemeldet, dass nahe der jordanischen Grenze ein Offizier und 17 Soldaten desertiert seien.
Die Arabische Liga forderte unterdessen ihre Beobachter auf, Syrien zu verlassen. Das bestätigte ein Mitarbeiter der Liga in Kairo. Der Leiter der Beobachtermission, Mohammed al-Dabi, und sein Stab sollen jedoch vorerst noch in Damaskus bleiben.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte bei einem Treffen mit Präsident Baschar al-Assad am Dienstag noch erklärt, die Beobachtermission könne ausgeweitet werden.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) kritisierte die russische Haltung. "Ich bedaure, dass der russische Außenminister Sergej Lawrow sich hier so klar auf die falsche Seite der Geschichte gestellt hat, und ich bedaure auch, dass er sich für solche Propagandaeinsätze des Regimes hergibt, aber dennoch sind es unsere Gesprächspartner", sagte Westerwelle im ZDF-"Morgenmagazin". Es sei wichtig, Russland davon zu überzeugen, dass man nicht die Interessen des russischen Staates in der Region schwächen, sondern lediglich die Gewalt in Syrien beenden wolle.
Quelle: AFP , dpa
William schrieb:
am 8. Februar 2012 um 21:13:20
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CHINA & RUSSLAND
China und Russland haben mit ihrem Vetd im UN Sicherheitsrat genau das richtige Getan,nehmlich noch einen Krieg in dieser
Region verhindert.
Und damit einen noch größeren westlichen Einfluss beschnitten.
Gleichzeitig können keine weiteren deutschen Soldaten in einer neuen sinnlosen Mission die dann ganz sicher kommen würde Verheizt werden.
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Rose schrieb:
am 8. Februar 2012 um 21:07:22
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@Scooterfan
Sie mögen ja Recht haben , aber es gibt meinem Gefühl nach, Millionen l von Gutmenschen die das hören wollen, was die
Gutmenschen um den Friedensnobelpreisträger sagen !
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e.m.aue schrieb:
am 8. Februar 2012 um 19:43:28
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syrien
viele kommentare, aber keiner von den schreibern hat kenntnis über den wahren sachverhalt. wenn man aber den verlauf in libyen
vergegenwärtigt, so muss einem das strickmuster bekannt vorkommen. ich bitte nur zu überlegen, wenn die opposition in unserem land millitärisch "aufbegehrt" und dazu noch mit waffen aus dem ausland unterstützt wird, ob dann der staat nicht mit den gleichen mitteln gegenhält. wenn man dann noch an die mentalität der menschen in diesem land denkt, meinung flach hal
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